Ringvorlesung: Wohin mit dem Plastik?

Termin
Donnerstag, 4. Juli 2019 - 18:15 bis 19:45
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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Campus Sankt Augustin
Grantham-Allee 20, 53757 Sankt Augustin
Hörsaal 7

Immer größere Mengen an Plastikabfällen, ein Verwertunssystem "Grüner Punkt", aus dem sich immer mehr Firmen zurückziehen, und illegale Entsorgung von Plastikabfällen zeigen, dass das System des Kunststoffrecyclings nicht mehr richtig funktioniert. Es bedarf dringend neuer Ansätze, um das Kunststoffrecycling zu reformieren.
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Ludgera Decking, Vorständin der der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft. Foto: privat
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Beim letzten Termin der diesjährigen Ringvorlesung "Technik und Umweltethik" beschäftigt sich Ludgera Decking, Vorständin der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG AöR) aus Siegburg in ihrem Vortrag "Wohin mit dem Plastik? Herausforderungen für die kommunale Entsorgung"  mit dem System des Kunststoffrecyclings. Welcher neuen Ansätze bedarf es, um dem ursprünglichen Ziel des Recyclingkreislaufs - Vermeidung von Müll und Rückführung von Kunststoffen in den Verwertungskreislauf - wieder näher zu kommen. In diesem Vortrag wird sie darauf eingehen, wie sich die Problematik aus der Sicht eines kommunalen Müllentsorgers darstellt und was man dort für Ansätze entwickelt, der Plastikflut Herr zu werden. Im Anschluss steht Ludgera Decking den Studierenden für eine Diskussion zur Verfügung.

Ludgera Decking ist seit 2003 Geschäftsführerin der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH in Siegburg und seit 2014 Vorständin der RSAG AöR. Seit November 2018 ist sie auch Geschäftsführerin des Wahnbachtalsperrenverbands WTV. Sie ist diplomierte Bauingenieurin, machte eine Verwaltungsausbildung (Diplom der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Bonn) und studierte zusätzlich Jura, was sie mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss. Ihre berufliche Karriere begann sie beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Straßenneubauamt und war anschließend im Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung Siegburg tätig. Danach baute Frau Decking für drei Jahre im Umweltamt des Landratsamtes Potsdam eine neue Verwaltung auf, bis sie wieder zur Kreisverwaltung Siegburg zurückkehrte und sowohl im Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft, als auch im Hauptamt und Schulamt tätig war.

Im September 2011 wurde sie vom Deutschen Ingenieurinnenbund zu einer der 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands gewählt.


Die Veranstaltung ist öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen!