Johannes Baum

Noch während meines Bachelorstudiums der Informatik an der H-BRS wurde ich nach der erfolgreichen Bewerbung auf das Deutschlandstipendium von Dr. Müller zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes, dem ältesten deutschen Begabtenförderungswerk, vorgeschlagen und dort nach dem Auswahlseminar aufgenommen.

Während meines Studiums war ich selbstständig als Webentwickler tätig und habe außerdem für die Thiele – Bioinformatics & Business Consulting GmbH & Co. KG (T-BBC) als Softwareentwickler gearbeitet. Meine Bachelorarbeit, welche in Kooperation mit Bayer HealthCare und T-BBC erarbeitet und durch Prof. Dr. Thiele ermöglicht wurde, stellte ich im September 2014 fertig. Keine zwei Wochen später begann ich mein Masterstudium in Computer Science an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.

Wie blicken Sie heute auf Ihre Zeit an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zurück?

Die H-BRS hat den Grundstein für meine Zukunft gelegt. Die Ausbildung dort hat den außergewöhnlichen Vorteil, praxisrelevante Inhalte zu vermitteln und gleichzeitig auch auf theoretischer Seite solide Kenntnisse zu sichern. Man ist also sowohl für eine weitere akademische Laufbahn, als auch für einen direkten Einstieg ins Berufsleben gut vorbereitet. Positiv werden mir vor allem viele Professoren in Erinnerung bleiben, denn der Kontakt zwischen Studenten und Professoren war wirklich außergewöhnlich. Mit einigen stehe ich noch in Kontakt und erinnere mich immer gerne an die enorme Hilfsbereitschaft, die mir von ihnen entgegengebracht wurde. Auch die gute Ausstattung der Hochschule ermöglicht ein effektives lernen. Neben der hervorragenden Bibliothek und den reservierbaren Lernräumen ist hier auch der Hochleistungsrechner zu nennen, der es in Veranstaltungen wie "Parallele Programmierung" ermöglicht, außergewöhnlich praxisnah zu arbeiten. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich besonders bei Prof. Dr. Thiele, Prof. Dr. Berrendorf und Prof. Dr. Witt dafür bedanken, mich in vielerlei Hinsicht unterstützt zu haben.

Was würden Sie unseren aktuellen Studierenden für die Planung ihres Studiums und ihrer Karriere raten?

Motivation ist alles! Wer lernt, sich auch für anfangs scheinbar uninteressantere Themen zu begeistern, anstatt solche stets zu meiden, der erweitert nicht nur seinen Horizont, hat mehr Erfolg in den Klausuren und mehr Spaß beim Studium, sondern der entdeckt vielleicht sogar sein zukünftiges Fachgebiet. Geht nicht mit dem Gedanken "Das brauche ich doch eh nie wieder!" in Veranstaltungen und sucht euch keine Kurse oder Studiengänge nach aktuellen Karrierechancen aus. Macht das, was euch am meisten Spaß macht und unterschätzt euch nicht. Bei anfangs langweilig erscheinenden Themengebieten hat es mir oft geholfen, mich in Personen hineinzuversetzen, die Begeisterung für das entsprechende Themengebiet zeigen und zu versuchen, die Gründe für die Begeisterung dieser Personen ausfindig zu mache.