Verleihung der diesjährigen Förderpreise

Montag, 27. Oktober 2014
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
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Im Rahmen eines Festaktes zeichnete die Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am Samstag Nachmittag herausragende Leistungen von Studierenden mit den diesjährigen Förderpreisen aus.

Aus dem Fachbereich Informatik fiel die Wahl in diesem Jahr auf Sergey Alexandrov, der den Masterstudiengang "Autonomous Systems" absolvierte und Michael Rademacher, der sein Masterstudium der Informatik abschloss.

Sergey Alexandrov schrieb seine Masterarbeit zum Thema "Geometric segmentation of point cloud data by spectral analysis". Dabei löste er die methodisch äußerst komplexe und wissenschaftlich herausfordernde Aufgabenstellung der Erweiterung des Spectral Supervoxel Clustering Verfahrens unter Hinzunahme von geometrischen Bedingungen, insbesondere von Kanteninformationen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse waren von besonderer Relevanz für die scientific community, so dass sie bereits in verschiedenen Veröffentlichungen dargestellt wurden. Neben seinen wissenschaftlichen Leistungen überzeugte Sergey aber auch durch sein soziales Engagement und extracurriculare Aktivitäten wie die Mitarbeit im RoboCup Team der Hochschule und die Weiterentwicklung der Point Cloud Library (PCL). Kein Wunder, dass es Laudator Prof. Dr. Herpers da schwer fiel, die vorgegebenen zwei Minuten für die Laudatio einzuhalten.

v.l.n.r.: Laudator R. Herpers, S. Alexandrov, Präsident W. Ihne, W. Grießl, Vorsitzender der Fördergesellschaft und ein Vertreter der Stiftung Evolution als Preisstifter

Michael Rademacher beschäftigte sich in seiner Masterarbeit "Performance estimation and optimization of the IEEE802.11 MAC layer for long distance point-to-point links" mit Langstrecken WLAN Punkt-zu-Punkt Verbindungen als alternative Technologie für den Breitband-Ausbau im ländlichen Raum. Die Arbeit basiert auf der Beobachtung, dass Messergebnisse einer vorausgegangenen Feldstudie stark von den erwarteten Werten abwichen. Rademacher entwickelte das mathematische Modell, das seit vielen Jahren die Grundlage jeder Modellierung des verbreiteten WLAN-Standards ist, weiter. Der praktische Wert der Arbeit, so Laudator Prof. Dr. Karl Jonas, liegt in der Möglichkeit, auf der Basis des nun korrekten Modells die Leistungsfähigkeit großer vermaschter Funknetze zu verbessern. Dies kommt sowohl den ländlichen Regionen Europas zu Gute, wenn sie kosteneffizient eine breitbandige Internetverbindung erhalten sollen, als auch Entwicklungs- und Schwellenländern. Rademachers Ergebnisse überzeugten übrigens nicht nur die Jury der hochschuleienen Fördergesellschaft: In der vergangenen Woche wurde er bereits vom Verband deutscher Ingenieure mit dessen renommiertem Förderpreis ausgezeichnet.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
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v.l.n.r.: Laudator K. Jonas, Präsident H. Ihne, W. Griessl, Vorsitzender der Fördergesellschaft, M. Rademacher und ein Vertreter der Zürich Versicherung als Preisstifter

Wir gratulieren beiden Preisträgern zu ihren Auszeichnungen!

Eine Bildergalerie folgt in Kürze.