Workshop Design Thinking mit der msg systems ag

Dienstag, 14. Mai 2019
Ein erfolgreicher Softwareentwickler zeichnet sich nicht nur durch gute Programmierkenntnisse aus. Essentiell ist es, die Nutzer und deren tatsächliche Probleme zu verstehen und sich im Lösungsentwurf damit auseinanderzusetzen. Wie das geht? Zum Beispiel mit Design Thinking!
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
v.l.n.r.: David, Prof'in Simone Bürsner, Jens Brünink, Julika und Sandra mit einigen Prototypen

Am 30.4.2019 war Jens Brünink von der Hamburger Niederlassung der msg systems ag mit drei seiner Kölner Kolleginnen und Kollegen zu Gast an der H-BRS. Unter dem Titel "Design Thinking - Fast Forward" durften 45 Studierende aus dem Kurs Web Usability in Zweiterteams selbst aktiv werden und den Ansatz ganz praktisch kennenlernen. 

Nach einer kompakten Vorstellung der Methode ging es an die Arbeit:
Die Teampartner sollten anstelle kniffliger domänenspezifischer Probleme für den Partner eine gängige Alltagssituation "designen" wie morgendliches Aufstehen und den ersten Tag im neuen Job.

 

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Die Prototypen werden begutachtet.

In iterativen wechselseitigen Interviews arbeiteten die Teams zunächst die Situation des Partners heraus und identifizierten dessen Bedürfnisse. Während der Ideenfindung waren auch verrückte Vorschläge erlaubt. Beim Prototyping ging es darum, aus einfachen Materialien wie Papptellern, Strohhalmen und Klebeband einen testbaren Dummy zu entwickeln. Nach anfänglicher Ratlosigkeit kamen zahlreiche kreative Prototypen zustande, die in der Abschlussrunde dem Plenum vorgestellt wurden. 

So durchliefen die Studierenden in gut drei Stunden den gesamten Design Thinking-Prozess. Eine gelungene Veranstaltung, in der das Team der msg systems AG der Theorie auf unterhaltsame und lehrreiche Weise Leben eingehaucht hat. 

Design Thinking ist ein Prozess zur Förderung kreativer Ideen. Ähnlich dem User-Centered-Design (UCD) ist das Ziel, Innovationen hervorzubringen, die sich am Nutzer orientieren und dessen Bedürfnisse befriedigen. Der Ansatz wurde sehr bekannt, als die amerikanische Elite-Universität Stanford ein eigenes Institut unter Schirmherrschaft von SAP-Gründer Hasso Plattner ins Leben rief, das auch in Potsdam einen Ableger hat.