Informationen aus dem Präsidium

Präsidiums-Newsletter Ausgabe 19 - 24.11.2015

Hochschulentwicklungsplan II vor Abschluss

Seit Februar 2012 befindet sich die Hochschule in einem umfassenden, partizipativen Prozess, um ihre Gesamtstrategie für die Jahre 2016-2020 festzulegen. Nach drei Konferenzen mit rund einhundert Beschäftigten und Studierenden sowie zahlreichen Workshops des Präsidiums mit allen Gliederungsleitungen ist klar: Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg will bis 2020 zur anwendungsorientierten Universität werden. Hierzu formuliert der neue Hochschulentwicklungsplan (HEP) Ziele, zu denen Fachbereiche und Gliederungen Teilstrategien und Maßnahmen entwickelt haben. Flankiert werden die Maßnahmen durch einen Förderplan, um Aktivitäten in den Kernaufgaben Lehre, Forschung, Transfer und gesellschaftliche Verantwortung zu unterstützen und zu verbinden. In Kürze wird Senat und Hochschulrat der Entwurf des HEP II vorgelegt. Anfang 2016 soll er öffentlich präsentiert werden.

Ein akademisches Jahr voller Herausforderungen und Aufgaben

Mit einem Festakt eröffnete Hochschulpräsident Hartmut Ihne im September das Akademische Jahr 2015/2016 und begrüßte rund 1.700 Studienanfänger – so viele wie noch nie in der 20-jährigen Geschichte der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Beim anschließenden Umtrunk kamen Gäste, Beschäftigte und Studierende ins Gespräch. Wichtiges Thema: Die Flüchtlingsströme nach Deutschland, und was die Beschäftigten der Hochschule, ihre Förderer und Partner und die Studierenden tun könnten,um zu helfen. „Hochschulen sind nicht nur Werkstätten des Wissen, sondern auch Denk- und Gestaltungsräume für Verantwortung, in denen unsere Zukunft vorausgedacht wird“, appellierte Ihne an persönliches Engagement. Dazu ermutigten auch Hochschulgruppen, Vereine, das Studierendenwerk und Serviceeinrichtungen der Hochschule, die beim Markt der Möglichkeiten ihre Informations- und Mitmachangebote präsentierten.

Neue Grundordnung

Der Senat der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat mit breiter Mehrheit eine geänderte Grundordnung verabschiedet. Die Neufassung hatte eine Arbeitsgruppe von Senat, Präsidium und Verwaltung unter der Leitung der Kanzlerin erarbeitet. Zu den Neuerungen zählen die Einrichtung einer Stelle für die Vertretung der Belange der studentischen Hilfskräfte sowie einer oder eines Beauftragten für die Belange von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Die Sitzverteilung im Senat bleibt unverändert: Neun Professorinnen und Professoren, vier Studierende, zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Beschäftigte in Technik und Verwaltung. Um dem im Hochschulgesetz neu eingeführten Grundsatz einer qualifizierten Mitbestimmung gerecht zu werden, wurde eine Kommission für Qualitätsverbesserung, Studium und Lehre eingerichtet, die mehrheitlich aus Studierenden besteht. Neu ist auch die sogenannte Mitgliederinitiative: Auf Antrag eines festgelegten Quorums der Hochschulmitglieder ist ein Entscheidungsorgan verpflichtet, sich mit einer bestimmten Frage zu befassen.

Neue Grundordnung (PDF)

Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis verabschiedet

Im Sommer verabschiedete der Senat die „Richtlinie zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg“. Sie wurde von der Forschungskommission der Hochschule auf Basis der „Empfehlungen zu wissenschaftlicher Integrität“ des Wissenschaftsrats erstellt. Mit den Richtlinien unterstreicht die Hochschule ihre Verantwortung für die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis und formuliert Regeln zu ihrer Überprüfung und Sicherung. So müssen Studierende vom ersten Semester an mit den Grundsätzen wissenschaftlichen Arbeitens und der guten wissenschaftlichen Praxis vertraut gemacht werden. Ferner sieht sie eine Ombudsperson vor und entwirft ein Verfahren, nach dem im berechtigten Verdachtsfall die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis überprüft werden kann.

Hochschule festigt Unternehmensnetzwerk

Knapp 50 Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Wirtschaft und etwa 30 Professorinnen und Professoren trafen sich im September zum dritten Präsidentendinner der Hochschule. Die Ausstellung "Karl Lagerfeld. Modemethode" diente als Rahmen, die Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes als inspirierender Ort. Lagerfeld gelingt es, sich immer wieder neu zu erfinden, flexibel und schnell zu handeln und ebenso präzise wie produktiv mit Mode Geschäfte zu machen. So stand das Dinner im Zeichen des Meisters und widmete sich in Impulsvorträgen und Gesprächen Stilfragen in der Unternehmensführung, entwarf maßgeschneiderte Lösungen in Forschung und Entwicklung und reflektierte, wie optimale Rahmenbedingungen für kreatives Schaffen aussehen könnten. Das Dinner dient der Pflege und Vertiefung der Beziehungen zwischen Führungskräften der Hochschule und ihren Partnerunternehmen. Ziel ist außerdem, neue gemeinsame Handlungsfelder zu identifizieren und Kooperationsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.

Veränderte Rahmenbedingungen beim Hochschulpakt III

Für den Hochschulpakt III stehen die Rahmenbedingungen fest. Bei dem von Bund und Ländern finanzierten Programm wird ab 2016 erstmals auch die Absolventenzahl honoriert. Die Hochschule erhält künftig 18.000 Euro für jeden zusätzlichen Studienanfänger im ersten Hochschulsemester oberhalb der auf der KapVo-Zahl des Jahres 2009/10 beruhenden Basiszahl, sowie 4.000 Euro für jede Absolventin und jeden Absolventen im ersten Bachelorstudium. Letzteres wirkt sich für die Hochschule positiv aus. Aus Anpassungen der Finanzierungsbedingungen unter anderem im Masterbereich werden jedoch hohe Verluste erwartet. Und wird die vereinbarte zusätzliche Aufnahmezahl im Bachelor nicht erreicht, dann müssen künftig Gelder an das Land zurückgezahlt werden. Der Hochschulpakt III gilt derzeit als letzte Phase des Hochschulpakts und läuft bis 2020, mit einer dreijährigen Ausfinanzierung der Studienanfänger aus dem Jahr 2020.

Ein weiteres Jahr Planungssicherheit

Im Oktober hat Hochschulpräsident Hartmut Ihne die Hochschulvereinbarung 2016 mit dem Land unterzeichnet. Sie baut auf der bestehenden Hochschulvereinbarung 2015 auf und garantiert für die Laufzeit der Vereinbarung bis Ende 2016 die Finanzierung der Hochschulen nach den geltenden Parametern. Die Hochschulen verpflichten sich im Gegenzug, bestimmte Leistungen zu erbringen. Wesentliche Neuerung ist ein umlagefinanzierter Strukturfonds, in den alle NRW-Hochschulen 0,9 % ihrer jährlichen Zuschüsse für den laufenden Betrieb einzahlen. Diese Mittel können auf Antrag zweckgebunden an die Hochschulen zurückfließen. Weitere Verpflichtungen betreffen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre oder zur Förderung beruflich Qualifizierter. Ergänzend zu dieser für alle NRW-Hochschulen geltenden Vereinbarung ist der Abschluss eines bilateralen Hochschulvertrags mit dem Ministerium geplant. Er ersetzt die bislang geltenden Ziel- und Leistungsvereinbarungen. Ein wesentlicher Punkt dieses Vertrags soll die Reduktion der Studienabbruchquote sein.

Back to the roots: Anmietung im TechnoPark Sankt Augustin

Die Studierendenzahlen steigen weiter, und mit ihnen erhöhen sich die Zahl der Beschäftigten und der Bedarf an Räumen für Lehre, Forschung und Transfer. Am Standort Sankt Augustin wurde daher eine neue Anmietung vorgenommen. Im TechnoPark, wo die Hochschule von 1995 bis 1999 residierte, ist sie nun erneut Mieter. Frisch eingezogen sind unter anderem das Forschungsinstitut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA), der Masterstudiengang Analysis and Design of Social Protection Systems und das Verbundprojekt Servicestelle Lehrbeauftragtenpool.

Engere Zusammenarbeit beim Thema Lebensmittel

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Universität Bonn, die Alanus-Hochschule, mehr als ein Dutzend Unternehmen und die Städte Meckenheim und Rheinbach haben im September den Verein bio innovation park Rheinland e.V. gegründet. Ziel ist die enge Zusammenarbeit als Modellregion für die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln unter Berücksichtigung von Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Die entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Kooperationspartner werden gebündelt, um in einem einheitlichen Foodcluster bundesweit und international besser sichtbar zu sein.

Weitere Informationen

Internationale Alumnitagung

Drei Tage lang widmete sich im September die erste Tagung für internationale Alumni der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg dem Thema „Intercultural and interdisciplinary challenges to be faced in project management“. Absolventinnen und Absolventen reisten aus China und Kanada, Indien und Mexiko, Ghana und der Schweiz an, um zum Teil erstmalig und viele Jahre nach ihrem Abschluss zurück an ihre Alma Mater zu kommen, Professorinnen und Professoren zu treffen, in Workshops und Präsentationen ihre Praxiserfahrung auszutauschen und zu reflektieren. Die internationale Tagung war Kernstück eines vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderten Alumni-Projekts an der Hochschule, mit dem Ziel, das Ehemaligennetzwerk auch international dichter zu knüpfen.

Hochschule in Bewegung

Aufgrund der positiven Bewertung des Pilotprojekts „Aktive Mittagspause“ wurde das Angebot an Bewegungskursen zur Gesundheitsförderung der Hochschulbeschäftigten verstetigt und auf die Standorte Rheinbach und Hennef ausgeweitet. Beschäftigte können zwischen Rückengymnastik und Yoga wählen, die Kurse erfreuen sich großer Nachfrage. Die Förderung der Gesundheit der Beschäftigten ist für die Hochschule ein wichtiges Anliegen: Der Einklang von Körper, Geist und Seele sind Voraussetzung für Wohlbefinden, Motivation und Leistungsfähigkeit.

Personalia

Professuren – Der Präsident berief in die Professorenschaft

  • Prof. Dr. Jörn Oliver Sass (Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Professor für Biologie, insbesondere Bioanalytik und Biochemie) zum 01.01.2015
  • Prof. Dr. Ingo Groß (Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus, Professor für Ingenieurwissenschaft, insbesondere Automatisierungstechnik) zum 01.06.2015
  • Prof. Dr. Britta Krahn (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Professorin für Wirtschaftspsychologie, insbesondere Finanz-, Markt- und Sozialpsychologie) zum 01.06.2015

Honorarprofessuren – Der Präsident ernannte zum Honorarprofessor

  • Prof. Dr. Andreas Kranig (Fachbereich Sozialversicherung) zum 20.05.2015
  • Prof. Dr. Franziska Gassmann (Fachbereich Sozialversicherung) zum 28.05.2015
  • Prof. Dr. Andreas Koch (Fachbereich Sozialversicherung) zum 29.05.2015

Präsidialbeauftragte für die digitale Hochschule

  • Prof. Dr. Andreas Gadatsch und Prof. Dr. Stefan Böhmer am 31.03.2015 zu Präsidialbeauftragten für die digitale Hochschule
  • Prof. Dr. Annette Menke am 31.03.2015 zur Präsidialbeauftragten für Diversität

Wahl zu Fachbereichsleitungen

  • Prof. Dr. Dirk Schreiber wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat in seinem Amt als Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften bestätigt.
  • Prof. Dr. Peter Muck wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat zum neuen Prodekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Wolfgang Heiden wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat in seinem Amt als Dekan des Fachbereichs Informatik bestätigt.
  • Prof. Dr. Andreas Priesnitz wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat zum Prodekan des Fachbereichs Informatik gewählt, nachdem er dieses Amt bereits zum 01.03.2015 interimsweise übernommen hatte.
  • Prof. Dr. Johannes Geilen wurde am 12.11.2015 vom Fachbereichsrat in seinem Amt als Dekan im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus bestätigt.
  • Prof. Dr. Stefanie Meilinger wurde am 12.11.2015 vom Fachbereichsrat zur neuen Prodekanin im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus gewählt.
  • Prof. Dr. Michael Heinzelmann wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat zum neuen Dekan des Fachbereichs Angewandte Naturwissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Annette Menke wurde am 26.11.2015 vom Fachbereichsrat zur neuen Prodekanin des Fachbereichs Angewandte Naturwissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Laurenz Mülheims wurde am 12.11.2015 vom Fachbereichsrat in seinem Amt als Dekan im Fachbereich Sozialversicherung bestätigt.
  • Prof. Dr. Christian Rexrodt wurde am 12.11.2015 vom Fachbereichsrat in seinem Amt als Prodekan im Fachbereich Sozialversicherung bestätigt.

Wahl zu Fachbereichsratsvorsitzenden

  • Prof. Dr. Klaus Deimel wurde am 26.11.2015 zum Fachbereichsratsvorsitzenden im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Katja Bender wurde am 26.11.2015 zur stellvertretenden Fachbereichsvorsitzenden im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Simone Bürsner wurde am 26.11.2015 zur stellvertretenden Fachbereichsvorsitzenden im Fachbereich Informatik gewählt.
  • Prof. Dr. Uwe Brummund wurde am 12.11.2015 zum Fachbereichsratsvorsitzenden im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus gewählt.
  • Prof. Dr. Ursula Konrads wurde am 26.11.2015 zur stellvertretenden Fachbereichsvorsitzenden im Fachbereich Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus gewählt.
  • Prof. Dr. Hans Weiher wurde am 26.11.2015 zum Fachbereichsratsvorsitzenden im Fachbereich
  • Prof. Dr. Ulrich Eßmann wurde am 26.11.2015 zum stellvertretenden Fachbereichsvorsitzenden im Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften gewählt.
  • Prof. Dr. Edwin Toepler wurde am 12.11.2015 zur Fachbereichsratsvorsitzenden im Fachbereich Sozialversicherung gewählt.
  • Prof. Dr. Johannes Mockenhaupt wurde am 12.11.2015 zum stellvertretenden Fachbereichsratsvorsitzenden im Fachbereich Sozialversicherung gewählt.

Wahl zum Senatsvorsitz

  • Prof. Dr. Bernhard Möginger wurde am 19.11.2015 vom Senat zum Vorsitzenden gewählt.
  • Prof. Dr. Susanne Peters-Lange wurde am 19.11.2015 vom Senat zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten

  • Annegret Schnell wurde am 26.11.2015 von der Gleichstellungskommission zur Vorsitzenden gewählt und in ihrem Amt als Gleichstellungsbeauftragte bestätigt.

Abonnement

Präsidiums-Newsletter abonnieren
Präsidiums-Newsletter abbestellen

Wir freuen uns über Anregungen oder Kommentare an praesident1@h-brs.de

Impressum

Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Prof. Dr. Hartmut Ihne (verantwortlich)
Grantham-Allee 20 
D-53757 Sankt Augustin
Tel. +49 2241 865 600, Fax -860

Redaktion

Reiner Clement, Jürgen Garbisch, Reinhard Groth, Margit Geißler, Fabian Heuel, Katja Kluth, Angelika Stabenow, Eva Tritschler, Dr. Roland Weiß, Barbara Wieners-Horst, Fidegnon Witte