Preis für Nachhaltigkeit und Verantwortung 2015

Montag, 16. November 2015
Der diesjährige Preis für „Preis für Nachhaltigkeit und Verantwortung“ des Internationalen Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) geht an Frau Dr. Basma Hansen. Das IZNE zeichnet mit dem 1000€ dotierten Preis jedes Jahr eine herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeit oder Dissertation der HBRS zum Thema Nachhaltigkeit & Verantwortung aus.
Wolfgang Clement überreicht Absolventin Basma Hansen Preis für Nachhaltigkeit
Personen: Prof. Dr. Margit Schulze, Dr. Basma Hansen, Prof. Dr. Reiner Clement. Foto: Nathan Dreessen

Im Rahmen der Absolventenfeier wurde am Samstag, den 24.10.2015, dem 70. Geburtstag der Vereinten Nationen, der Preis für Nachhaltigkeit und Verantwortung an Frau Dr. Basma Hansen für ihre Dissertation "Qualitative und quantitative Analysen von Ligninen verschiedener Quellen bw. Aufschlussverfahren für einen Einsatz als biobasierter Chemierohstoff und polymeres Materialverliehen.

Die Preisträgerin ist eine Absolventin der HBRS: von 2003-06 hat Frau Hansen in Rheinbach Chemie mit Materialwissenschaften studiert, anschließend wechselte sie an die Universität Köln für ein Chemie-Masterstudium und begann im April 2011 am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der HBRS in der Gruppe von Frau Prof. Margit Schulze ihre Promotion im Rahmen eines kooperativen Verfahrens mit der Brandenburgisch-Technischen Universität (BTU) Cottbus unter Leitung von Frau Prof. Birgit Kamm. Im März 2015 hat sie die Dissertation erfolgreich verteidigt.

Dem Preis für Nachhaltigkeit & Verantwortung wird Frau Hansen in mehrfacher Hinsicht gerecht: so zog und zieht sich das Thema Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch ihre wissenschaftlichen Arbeiten: in der BSc-These arbeitete sie an der „Bestimmung von Quecksilber im Rohöl“ bei der Shell Deutschland GmbH; in der MSc-These untersuchte sie am DLR in Köln Prozesse zur „Fotokatalytischen Wasserreinigung“ und das Thema ihrer Promotion war angesiedelt im Bereich der „Stofflichen Verwertung nachwachsender Rohstoffe“ – drei wissenschaftliche Arbeiten im unmittelbaren Umfeld von Ressourcenschonung, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Von Beginn an hat Frau Hansen dabei als Mutter zweier Kinder berufliches und gesellschaftliches Engagement verbunden. Als ehrenamtliche Mitarbeiterin arbeitete Frau Hansen viele Jahre am Deutschen Museum Bonn und unterstützte dort vor allem zwei Projekte: die „Experimentier-Küche“ und den „Labor-Führerschein“, mit dem Ziel, Schüler und junge Erwachsene aus z.T. bildungsfernen Schichten für Naturwissenschaften und MINT-Ausbildungsberufe zu gewinnen und begeistern. Als study buddy hat Frau Hansen Stipendiaten u.a. aus Palästina und Jordanien betreut, die über ein NRW-gefördertes Programm an unsere Hochschule kommen konnten. Ihr Engagement ging und geht aber weit über Bonn und Rheinbach hinaus: in 2014 war sie für eine Woche in Bethlehem, um dort beim Aufbau eines SOS-Kinderdorfes zu helfen. Frau Hansen ist mit ihrer Vita ein großes Vorbild für jüngere Studierende: sie zeigt, dass man mit Ausdauer, Beharrlichkeit und viel Leidenschaft seinen Weg sehr erfolgreich gehen kann. Ihr eigener wissenschaftlicher Weg ist mit der Promotion keineswegs beendet: seit zwei Jahren studiert Frau Hansen Humanmedizin an der Universität Bonn. Die Schnittstelle von (Bio)Chemie & Medizin ist eine ausgesprochen spannende neue Herausforderung, für die wir ihr alle viel Erfolg wünschen!