H-BRS für Förderprogramm "FH Personal" ausgewählt

Freitag, 17. Juni 2022
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat mit ihrem Antrag bei dem Förderprogramm „FH Personal“ überzeugt. Das Bund-Länder-Programm fördert Maßnahmen zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen. Bis zu 431,5 Millionen Euro stehen zur Verfügung, davon rund 129 Millionen Euro in der aktuellen zweiten Förderrunde.

Das Ziel des eigens für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und Fachhochschulen aufgelegten Bund-Länder-Programms „FH-Personal“ ist es, hochqualifizierte Professorinnen und Professoren zu gewinnen. Die Anforderungen bei der Besetzung von Stellen sind hoch, denn Bewerberinnen und Bewerber müssen sowohl die Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit nachweisen, als auch eine mehrjährige berufliche Praxis außerhalb des Hochschulsektors. Mit dem Förderprogramm soll es einzelnen Hochschulen ermöglicht werden, individuelle Konzepte und Instrumente zur Personalrekrutierung und -qualifizierung zu erstellen, um Professorinnen und Professoren zu gewinnen.

Die H-BRS setzt in ihrem Antrag „Zukunftsweisende Personalgewinnung und -entwicklung für professorales Personal an der H-BRS (PeP@H-BRS)“ dabei mit Schwerpunktprofessuren vor allem auf Maßnahmen zur inhaltlichen Profilentwicklung der H-BRS sowie zur leichteren Vereinbarkeit von Lehre, Forschung und Familie. In Tandem-Programmen mit außerhochschulischen Kooperationspartnern sollen besonders geeignete Bewerberinnen und Bewerber darin unterstützt werden, sich für eine Professur an einer HAW zu qualifizieren. Zudem will die H-BRS innovative Konzepte zur Personalgewinnung und -entwicklung erarbeiten, die den besonderen Herausforderungen einer HAW gerecht werden. Das Bestreben der H-BRS ist es, den Anteil von Wissenschaftlerinnen aufgrund ihrer bisherigen Unterrepräsentanz insgesamt zu erhöhen.

Flankiert werden die geplanten Maßnahmen durch Workshops, Vernetzungsaktivitäten und Marketing sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit von HAW-Professuren. Das Projekt startet zu Beginn des Jahres 2023 und hat eine Laufzeit von sechs Jahren.

Die Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger, erklärt dazu: „Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind neben den Universitäten das Herz des deutschen Hochschulsystems. Mit ihrer Verankerung in der Region sind sie ein wichtiges Bindeglied von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Um dieser Aufgabe weiterhin gerecht zu werden, benötigen die Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften auch in Zukunft hochqualifizierte und motivierte Professorinnen und Professoren mit Erfahrung in Wissenschaft und Praxis.“

 

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Die H-BRS war mit ihrem Antrag erfolgreich beim Bund-Länder-Programm "FH Personal". Foto: H-BRS