Neuer entwicklungspolitischer Freiwilligendienst

Mittwoch, 10. Juni 2009
weltwärts - Der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Für junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren gibt es mit "weltwärts" seit kurzem einen Freiwilligendienst, der auch finanzierbar ist und von der ZVS wie etwa Zivil- oder Wehrdienst bei der Hochschulzulassung berücksichtigt wird.

Immer mehr junge Menschen in Deutschland wollen nach Schule oder Ausbildung einen Freiwilligendienst in Afrika, Lateinamerika, Asien oder Osteuropa absolvieren, so dass die Nachfrage derzeit die Zahl der Einsatzplätze übersteigt. Doch für viele junge Menschen ist die notwendige Kostenbeteiligung eine hohe Hürde. Daher hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Förderprogramm "weltwärts" ins Leben gerufen - mit einem jährlichen mittelfristigen Finanzvolumen von 70 Millionen Euro für bis zu 10.000 Einsatzplätze pro Jahr. Bereits über 200 erfahrene Organisationen und Kommunen wollen sich an unserem Förderprogramm beteiligen.

Interessierte bewerben sich direkt bei einer der Entsendeorganisationen, die vom BMZ für das Programm anerkannt sind. Je nach Organisation und Projekt dauert der Einsatz zwischen sechs und 24 Monate, sei es in einer sozialen Einrichtung oder in Projekten aus Landwirtschaft, Umwelt oder Bildung.

Bewerberinnen und Bewerber sollten unter anderem Interesse an den Kulturen und Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern mitbringen, zur engagierten und tatkräftigen Mitarbeit in einem Projekt der Entsendeorganisation und zur Teilnahme an dem fachlich-pädagogischen Begleitprogramm bereit sein, Schul- und Berufsausbildung, Abitur oder Hochschulabschluss und gute Grundkenntnisse der Sprache des Gastlandes haben.

Für die Vorbereitung und den Einsatz im Ausland entstehen keine Kosten. Im Rahmen der Förderung durch das BMZ zahlt die Entsendeorganisation ein monatliches Taschengeld, (Auslands-)Reisekosten, Vorbereitungsseminare einschließlich Sprachkurs und den Versicherungsschutz. Ebenso trägt sie die Aufwendungen für ortsübliche Unterkunft und Verpflegung. Die Entsendeorganisation kümmert sich zudem um angemessene Vorbereitung und Begleitung sowie um eine Mentorin/einen Mentor vor Ort.

Frauen, die von den bisherigen Förderungsmöglichkeiten nach dem Zivildienstgesetz ausgeschlossen sind, werden bei der Besetzung von "wetlwärts"-Freiwilligenplätzen ausreichend berücksichtigt.

Ausführliche Informationen, Hinweise und Bewerbung: