Buchvorstellung bei den Münchener Medientagen

Dienstag, 6. November 2018
Auf dem Mediencampus der diesjährigen Münchener Medientage hat Prof. Dr. Hektor Haarkötter von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im Rahmen einer Podiumsdiskussion den aktuell von ihm mitherausgegebenen Sammelband „Das YouTubiversum. Chancen und Disruptionen der Onlinevideo-Plattform in Theorie und Praxis“ vorgestellt.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
V. l.: H. Haarkötter, Carolin Unrath (Influencerin), ElMargo (YouTuber), Chr. Krachten (Mediakraft), J. Schmidbauer (Studio 71)

Bei der Podiumsdiskussion sprach ein illustrer Kreis von Insidern über die eher rhetorische Frage „YouTube ist tot: What’s next?“ Die Diskutanten kamen aber einvernehmlich zu dem Ergebnis, dass die Onlineplattform YouTube alles andere als tot ist, sondern sich vielmehr stark professionalisiert hat. Dies konnte auch Prof. Haarkötter bestätigen. In seiner empirischen Studie, die den Eröffnungsbeitrag im beim Springer VS-Verlag erscheinenden Sammelband bildet, hat Haarkötter mehr als 25 Videokanäle mit knapp 1.800 Minuten Videomaterial darauf hin untersucht, ob sich auch online journalistische Inhalte finden lassen, mit denen man seinem politischen und staatsbürgerlichen Informationsbedürfnis nachgehen kann. Er fand heraus, dass die Kanäle genuiner YouTuber teilweise sogar besser über gesellschaftlich relevante Themen informierten, als die Kanäle etablierter Medien.

Hektor Haarkötter u. Johanna Wergen (Hg.)(2019): Das YouTubiversum. Chancen und Disruptionen der Onlinevideo-Plattform in Theorie und Praxis. Wiesbaden (Springer VS), ISBN 978-3-658-22845-3 (erscheint Ende November 2019)