Dr. Marcus Meier zu den Gefahren durch Hate Speech

Termin
Montag, 24. Januar 2022 - 18:00 bis 19:30
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Am Montag, 24. Januar 2022 um 18 Uhr, lädt das Zentrum für Ethik und Verantwortung herzlich zur bereits letzten Sitzung der Ringvorlesungsreihe „Lasst uns reden ... über Ethik und Nachhaltigkeit in der digitalen Welt“ ein. Nach zahlreichen spannenden Vorträgen mit den unterschiedlichen Perspektiven der Vortragenden, bildet der Vortrag von Dr. Marcus Meier zum Thema "Verschwörungsmythen, Antisemitismus und soziale Medien. Hate Speech als Gefahr für Demokratie und Diversität“ den Abschluss.
Hand im virtuellen Raum
Hand im virtuellen Raum, Foto: stnazkul/adobe.stock.com

Verschwörungsmythen sind nicht erst im Zusammenhang mit der Corona-Krise entstanden, sondern haben historisch eine sehr lange Tradition. Ebenso wenig neu ist der Zusammenhang zwischen Verschwörungsmythen und Antisemitismus: Teilweise offen, teilweise versteckt wird auf alte Feindbilder zurückgegriffen, die Juden als böse Mächte im Hintergrund darstellen und für jegliches Unheil der Welt verantwortlich machen. Auch wenn Verschwörungsmythen nicht nur in den Sozialen Medien entstehen und verbreitet werden, so ist dieses Feld sozialer Interaktion doch von großer Bedeutung für die Verbreitung antisemitischer Stereotype. Der Vortrag nimmt daher antisemitische Akteure in den neuen Medien in den Fokus fragt danach, welche Auswirkungen und Herausforderungen hate speech und stigmatisierende Darstellungen von Jüdinnen Juden für eine demokratische Gesellschaft mit sich bringen.

Marcus Meier, diplomierter und promovierter Politikwissenschaftler, studiert von 1997-2003 in Marburg. Dissertation (2010) zu: Rechte Orientierungen unter jungen Gewerkschaftsmitgliedern in der Diskussion. Er war viele Jahre in der Politischen Bildungsarbeit der IG-Metall und der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank aktiv.

Zurzeit ist er Geschäftsführer der Kölnischen Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit und Lehrbeauftragter der Universität zu Köln. Dort ist er zuständig für die Vermittlung von antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsarbeit.

Diverse Veröffentlichungen zu den Themen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus zumeist im Kontext der politischen Bildungsarbeit. Letzte Publikation: „Bildungsarbeit gegen Antisemitismus. Grundlagen, Methoden und Übungen“

Wenn Sie an dieser letzten Sitzung der Ringvorlesung teilnehmen möchten, freuen wir uns über Ihre Anmeldung unter:https://www.h-brs.de/de/anmeldung-zu-lasst-uns-reden

Ihren Teilnahme-Link erhalten Sie am Freitag vor der Veranstaltung per E-Mail.

Informationen zu allen Sitzungen der Ringvorlesung finden Sie unter: https://www.h-brs.de/de/termin/ringvorlesung-lasst-uns-reden

Die Vorlesungsreihe findet vom 15. November 2021 bis zum 24. Januar 2022 immer montags von 18 bis 19.30 Uhr online statt und ist Teil des hochschulweiten Projektes Campus to World, das von der Bund-Länder-Förderinitiative "Innovative Hochschule" gefördert wird.