Umfrage Naturdämmstoffe

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen – ein Beitrag zum Klimaschutz
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Das Großgras Miscanthus ist ein potentieller Lignin-Lieferant. Bonner Agrarwissenschaftler der Universität Bonn um Prof. Dr. Ralf Pude haben langjährige Erkenntnisse aus der Kultivierung dieses nachwachsenden Rohstoffes gesammelt. (Foto: Uni Bonn)

Diese Online-Umfrage richtete sich an Unternehmen und Experten aus der Bauwirtschaft. Mit ihr sollen Erfahrungen mit nachwachsenden Rohstoffen als Dämmmaterialien und Erkenntnisse zu den Anforderungen an neue Materialien gesammelt werden. Diese Erkenntnisse kommen insbesondere der Grundlagenforschung zur Entwicklung Lignin-basierter Dämmstoffe zugute.

Diese Studie wurde durchgeführt von Wolfgang Koch, Katharina Seuser, Daniel Schriek und Robert Müller. Die Auswertung der Daten dieser Umfrage können nun unter dem folgenden Link eingesehen werden:

Zum Hintergrund

Pflanzen sind ein wertvoller Rohstoff, der das Klima schont: Sie binden Kohlendioxid und entlasten somit die Atmosphäre. Die Verwertung von Pflanzen bzw. nachwachsenden Rohstoffen in langlebigen Produkten trägt dazu bei, diesen Kohlenstoff dauerhaft zu binden. Diese „stoffliche“ Verwertung ist der rein energetischen Nutzung (Verbrennung) vorzuziehen, bei der der Kohlenstoff wieder freigesetzt wird.

An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg forschen Wissenschaftler interdisziplinär zu neuen Einsatzmöglichkeiten für Lignin, u.a. als Komponente in Dämmstoffen für die  Bauindustrie. Lignin ist ein Hauptbestandteil von verholzten Pflanzen, der bislang vornehmlich thermisch genutzt wird. Wissenschaftler sind überzeugt, dass dieser nachwachsende Rohstoff Potential als Grundstoff für hochwertige Materialien in der Bauwirtschaft hat.