20 x 20 Zeichen: Von Tabakqualm und Trommelmusik

im Laufe der Zeit hat sicher jeder Hochschulangehörige hier die eine oder andere prägende Erfahrung gemacht. Dabei waren bestimmt erfreuliche und weniger schöne Begebenheiten, Kurioses, Lustiges, Trauriges oder Überraschendes. Eine Auswahl der bisherigen Einsendungen haben wir im Folgenden zusammengestellt.
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1. Wie man an der H-BRS Forschung im Bereich Visual Computing entwickelt

"Die Beschaffung des ersten Flachbildschirms an der H-BRS bedurfte einer zweiseitigen Begründung. Die Beschaffung eines Brieföffners war nur unwesentlich kürzer zu begründen. Seitdem hat sich viel getan und ich möchte betonen, dass wir in all den Jahren stets Lösungen gefunden haben, so dass wir nun ein weit über die Grenzen der Region anerkanntes Institut für Visual Computing etablieren."

Rainer Herpers

2. Der erste Immersion Square

"Die Programmierung von Rainer Herpers für seinen Immersion Square stand, aber es gab nichts für die Projektion. Gab’s auch nicht einfach von der Stange zu kaufen. Dann die Idee: Bettlaken als Leinwände – aber groß und ganz glatt müssen sie sein. Also nähten und bügelten Professorenehefrau und Pressesprecherin im Auftrag der Wissenschaft Bettlaken und ebneten so dem Visual Computing den Weg."

Eva Tritschler

3. Die E-Mail, die mich mein Studium in Frage stellen ließ

"Warum muss ich mir Ihren Text so hinrotzen lassen?", hieß es darin. "Schon mal über einen anderen Job nachgedacht?[...] Besser einen, bei dem Sie nichts mit Menschen zu tun haben." Das waren die Worte meines Professors. Tschüss Hochschule, war schön! Später erfuhr ich, dass sich mein Professor einen kleinen Scherz erlaubt hat. Ich hatte ihm einen Text im Anhang einer leeren Mail zukommen lassen. Das passierte mir kein zweites Mal."

Anna Tipping

4. Kölsch vom Fass

"Als ich im Jahr 2000 an unsere Hochschule kam, hat mich Folgendes sehr beeindruckt: Statt eines missmutigen Pförtners gab es freundliche Empfangsdamen, alle Wände und Böden waren makellos sauber und in der Mensa gab es Kölsch vom Fass! Ich kam von einer Uni und so etwas hatte ich an einer Hochschule noch nicht erlebt."

Michael Krzeminski

P.S.: "Zum Semesterstart allerdings sah man in der Hochschulstraße durch den Tabakqualm seine Hand vor Augen nicht – das wäre heute unvorstellbar."

5. Meilenstein

"Die Hochschule Bonn Rhein Sieg wird für mich immer ein besonderer Meilenstein in meinem Leben sein. Dort habe ich im Jahr 2013 meinen Bachelor-Abschluss erlangt. Am meisten in Erinnerung bleibt mir mein integriertes Auslandssemester. Ich hatte mich kurzfristig dazu entschlossen und dennoch die volle Unterstützung erhalten, so dass ich sechs Wochen später im Flugzeug nach Australien saß. Für diese wunderbare Erfahrung möchte ich mich bedanken."

Christina Zink

6. Persönliche Bindung

"Es ist beeindruckend, wie persönlich eine Hochschule sein kann. Die Professorinnen und Professoren kennen ihre Studierenden beim Namen. Und selbst im Studierendensekretariat wird man freudig namentlich begrüßt. Diese persönliche Bindung zur Hochschule, die vielfach sogar noch Jahre nach dem Abschluss Bestand hat – 2004 habe ich am Campus Sankt Augustin mein Diplom gemacht –, macht einfach Spaß. Die hoch moderne Ausstattung und das individuelle Eingehen auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen, sind etwas, das ich in dieser Form an keiner anderen öffentlichen Hochschule erlebt habe. An der Hochschule Bonn-Rein-Sieg mein Hauptstudium absolvieren zu dürfen, war für mich ein besonderes Privileg."

Roman Kurowiak

7. Praxisphasen

"Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist super. Es gibt tolle AStA-Veranstaltungen und viele vorgesehene Praxisphasen, sodass ich schon während des Studiums einen klasse Job gefunden habe. Danke für eine gute Zeit!"

Annette Mocny

8. Erlebnisorientiert

"Als persönliche Highlights empfinde ich in der Lehre immer die erlebnis-orientierten Momente: dazu gehört eine funktionierende „Rube Goldberg“-Maschine oder ein Brückenbau-Wettbewerb ebenso wie die Aha-Effekte bei gruppendynamischen Projektmanagement-Übungen wie auch die gemeinsame Diskussion von Evaluationsergebnissen mit den Studierenden."

Dirk Reith

9. Kompetente Beratung

"Es beeindruckt mich, wie viel die Hochschule für ihre Doktoranden tut: Stipendien, tolle Qualifizierungsmodule und kompetente Beratung."

Andreas Krämer

10. Zusammen ist man weniger allein

"Als Professor sitze ich öfter allein am Schreibtisch. Das ist auch ok. Doch besonders gern erinnere ich mich an Aktivitäten mit Kolleginnen und Kollegen. Hochschuldidaktischer Basiskurs 2005 mit Profs anderer Fachbereiche. Summerschool 2008, 09, 12, 13 in Espoo, Amsterdam, Valencia mit Studis und Profs aus Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik. Finale bei Stifterverband-Wettbewerb 2009, 11. Und nächstes Jahr..?"

Marco Winzker

11. Der Weg zum Ziel

"Wenn ich etwas will, dann fällt mir ein Weg ein. Wenn ich etwas nicht will, dann fallen mir Gründe ein."

Hans Stender

12. Die HBRS-Zeit

Gefrorener See und Sonnendeck
Deutsche Bahn und Radfahrweg
Früh am Morgen bis spät in die Nacht
Dazwischen geackert und viel gelacht
Theorie und Praxis endlich vereint
Arbeitsrecht bis Accounting assigned
Am Ende den eigenen Weg vor Augen
Drei Jahre vorbei – kaum zu glauben
Gerne schweife ich in die Zeit zurück
Hier studiert zu haben war schon ein Glück

Daniel Creuzberg

13. Führen lernen mit Trommelmusik – so war’s damals

"Mitten im Hörsaal standen wir, ohne Schuhe – um die Erde besser spüren zu können – so die Dozentin. Laute afrikanische Trommelmusik ertönte, reich an betonten Rhythmen. Es mischte sich Verwunderung und Ratlosigkeit mit aufkeimendem Widerwillen. Hatten wir uns mit Einschreibung an dieser frisch eröffneten und als besonders praxisnah geltender Hochschule richtig entschieden? „Gehen Sie zum Rhythmus im Raum umher!“, rief die Dozentin. "Bewegen Sie sich im Rhythmus auf Ihr Gegenüber zu! Führen Sie ihn mittels der Musik! Versuchen Sie ihn so durch den Raum zu "schieben", dass er Ihren Vorgaben folgt und sich dorthin bewegt, wohin Sie ihn dirigieren!"

Danke dafür, dass die Hochschulleitung stets auf ihre Studierenden hört: Die Dozentin kam im nächsten Semester nicht wieder."

Ulrike Kessler, Erstsemester im Jahr 2000

14. Deadlines verlieren ihren Schrecken

(übersetzter Auszug aus dem englischsprachigen Interview mit Alumna Teena Chakkalayil Hassan)

"Ich habe an der Hochschule und in Bonn eine wunderbare Zeit verbracht, mich sehr wohl und willkommen gefühlt. Die Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mich stets ermutigt und unterstützt. Die H-BRS hat mir geholfen, einen großen Schritt in meinem Leben zu machen. Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich hier verbracht habe.

Der Master of Autonomous Systems (MAS) an der H-BRS ist ein sehr (lern-)intensives Studium, mit zwei R&D-Projekten und der Masterarbeit. Während des Studiums habe ich gelernt, wie man seine Zeit effektiv nutzt – mehrfache Deadlines haben ihren Schrecken verloren! Ich habe hier gelernt wissenschaftlich zu arbeiten, das hilft mir sehr bei meiner jetzigen Arbeit. (…) In der Hochschule herrscht eine sehr freundliche, energiegeladene und positive Atmosphäre. Immer wenn ich an den Campus [Sankt Augustin] komme, fühle ich mich gut. Wenn ich mit Freunden oder mit Familienangehörigen rede, sage ich oft "Ich liebe Bonn!" und, dass ich die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wirklich vermisse."

Teena Chakkalayil Hassan, Alumna

Her mit den Zeichen! Wir sammeln noch das ganze Jahr 2015 ihre Eindrücke, Erinnerungen und Erfahrungen mit der Hochschule. Bitte per Mail an eva.tritschler@h-brs.de