Ringvorlesung EMT: Dokumentarfilm und Wahrheit

Termin
Donnerstag, 19. Dezember 2019 - 14:45 bis 16:15
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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Campus Sankt Augustin
Grantham-Allee 20, 53757 Sankt Augustin
Hörsaal 7

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Dokumentarfilmemacherin und Producerin Johanna Domke. Foto: privat
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

"Über die Wahrheit und die Unmöglichkeit, sie darzustellen", ist sowohl das Thema des heutigen Vortrags als auch die Beschreibung der Grundproblematik eines jeden Dokumentarfilmers bzw. einer jeden Dokumentarfilmerin. Im Dokumentarfilm ist es das erklärte Ziel, die Realität so nah wie möglich an der Wahrheit darzustellen. Doch jeder Dokumentarfilmer und jede Dokumentarfilmerin sind, ob sie es wollen oder nicht, in ihrer eigenen subjektiven Weltsicht gefangen. Man kann der Wahrheit also nur nahekommen, sie aber nie ganz erreichen. Dass das Genre des Dokumentarfilms dennoch einer der spannendsten und abwechlungsreichsten Bereiche der Medienwelt ist, erklärt Johanna Domke, Dokumentarfilmemacherin und Producerin aus Berlin bei ihrem heutigen Vortrag im Rahmen der EMT-Ringvorlesung. Was macht ein Dokumentarfilmer bzw. eine Dokumentarfilmerin? Wie kommt man an Aufträge? Kann man mit der Produktion von Dokumentarfilmen seinen Lebensunterhalt bestreiten? Diese und andere Fragen wird Johanna Domke im Rahmen ihres Vortrags behandeln und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Ringvorlesung Zukunft in der Technikkommunikation (ZiTK) ist eine offene Veranstaltung, die im Wintersemester 2019/20 jeweils am Donnerstag von 14.45 bis 16.15 Uhr in Hörsaal 7 stattfindet. Alle interessierten Studierende, Mitarbeiter und Gäste der Hochschule sind herzlich willkommen.

Johanna Domke wuchs in Deutschland und Argentinien auf und studierte zunächst Freie Kunst in Dänemark und Schweden. Als Videokünstlerin zeigte sie ihre Filme in renommierten Kunstinstitutionen und gewann namhafte Preise und Stipendien. Sie entschloss sich zu einem Regiestudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln und schafft seitdem Filme im Spannungsfeld zwischen Dokumentar- und Spielfilm. Sie ist Mitbegründerin der Produktionsfirma Pulver Film, die Filme mit künstlerischer Handschrift für Film und Fernsehen produziert. Sie wurde von Institutionen wie der Biennale di Venezia, Hot Docs-Blue Ice Fund, IDFA Bertha Fund und Catapult Film Fund unterstützt. Ihre Filme werden u.a. vom Arsenal Institut Für Film und Videokunst e.v. Berlin und Realfiction, Köln vertrieben. Sie unterrichtete in der Grundlehre in Fotografie, Videokunst und Film und schreibt medientheoretische Texte für Online Publikationen.