Mission

"Forschungskompetenz sichtbarer machen"

Interview mit den Direktoren des Instituts für Medienentwicklung und -analyse (IMEA), Prof. Dr. Michael Krzeminski und Prof. Dr. Andreas Schümchen

 

Welchen Nutzen hat das Medieninstitut IMEA für den Fachbereich EMT und die gesamte Hochschule Bonn-Rhein-Sieg?

Michael Krzeminski:
Wir möchten, dass die Forschungskompetenz der Hochschule sichtbarer wird. Bereits seit einigen Jahren arbeiten Kollegen auf dem Gebiet der Medien- und Kommunikationsforschung. Mit dem Institut wollen wir eine nach außen und innen hin sichtbare Plattform für die Vernetzung der Kollegen untereinander und den Transfer in die Wirtschaft schaffen.
Mit der Realisierung drittmittelrelevanter Projekte und dem Transfer des neuen Wissens in die Lehre tragen wir natürlich auch zur Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule bei. Indem wir an der Schnittstelle zwischen Technik, Medien, Nachhaltigkeit und Internationalisierung arbeiten, stärken wir in besonderem Maße die Internationalisierungsstrategie der Hochschule.

 

Wie sehen die Pläne und Arbeitsschwerpunkte des Instituts für die nächsten drei Jahre aus?

Andreas Schümchen:
Kommunikation ist ein Querschnittsthema, das mit allen Fachbereichen der Hochschule zu tun hat. Wir sehen deshalb viele Anknüpfungspunkte. Wir werden uns als Medieninstitut zunächst vor allem den Themen Innovation und Internationalität widmen. Die Kommunikation von Veränderungsprozessen, sowohl aus Perspektive der Unternehmens- und Organisationskommunikation, als auch aus Perspektive der Journalisten, interessiert uns ganz besonders.
Daneben wollen wir uns auch mit Innovation in den Medien verstärkt beschäftigen. Da gibt es Trends wie cross- und transmediales Erzählen. Für dieses Thema haben wir bereits das offene Netzwerktreffen „Neues Erzählen im Netz“ gegründet.
Bei allem, was wir tun, wollen wir eine globale Perspektive einnehmen. Deshalb sind wir auf der Suche nach internationalen Kooperationspartnern, um Forschungs- und Beratungsprojekte gemeinsam zu realisieren. Natürlich wollen wir dabei regionale Unternehmen einbinden.

 

Bietet IMEA auch Beratung und wissenschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Organisationen an?

Andreas Schümchen:
Ja, das soll eine unserer Hauptaufgaben sein. Eine unserer ersten Aktivitäten war eine Studienreise für Chefredakteure, die wir gemeinsam mit der Zeitschrift „mediummagazin“ realisiert haben. Wir haben rund 20 Chefredakteure deutscher Zeitungen und Online-Publikationen zu Unternehmen, Ideen und Start-ups im Silicon Valley geführt, um sie auf kommende Veränderungen vorzubereiten.
Zusammen mit verschiedenen Partner planen wir auch die Entwicklung von Forschungsdesigns, die es Verlagen und Sendern erlauben, umsetzbare Erkenntnisse für die Praxis zu gewinnen.

Michael Krzeminski:
Wir beraten Industrieunternehmen und Organisationen auch bei der Entwicklung komplexer Kommunikationsstrategien. Im Unterschied zu Agenturen verfolgen wir dabei einen strikt integrativen Ansatz. Wir integrieren Kommunikation bereits in die frühen Stufen der Strategieentwicklung und verstehen sie nicht als nachgeordneten Schritt. Bei der Entwicklung neuer Ideen denken wir die Kommunikationsperspektive gleich mit, denn es hat keinen Sinn, eine Innovation ohne Kommunikation zu entwickeln.
Außerdem können wir Unternehmen und Organisationen unabhängig beraten, wenn sie ihre Kommunikationsstrategien evaluierenmöchten.


Wer wird im Institut mitarbeiten?

Andres Schümchen:
Jeder, der sich in der Hochschule mit Kommunikationsthemen beschäftigen möchte, ist herzlich eingeladen, im Institut mitzuarbeiten. Durch das Institut können wir intern Projekte sehr gut organisieren und abwickeln und nach außen mit einem klaren Profil auftreten.