Maria Splettstößer, Business Administration

Als Mitarbeiterin eines Unternehmens für Personaldienstleistungen muss Maria Splettstößer sich immer wieder auf neue Situationen und Menschen einlassen, verhandeln und vermitteln. Dazu ist die Kunst des Diskutierens unerlässlich. Diese lernte sie auf der H-BRS.

Als Maria Splettstößer im Jahr 2011 ihr Studium im Fach Business Administration mit den Schwerpunkten Personalmanagement und Health Management abschloss, wusste sie ziemlich genau, wohin es danach gehen sollte. Bereits das Praxissemester hatte sie in der Branche der Personaldienstleistung absolviert. In dem Beratungsunternehmen Trenkwalder Medical Care erhielt sie erste Einblicke in die Praxis des Personalmanagements in Kombination mit Gesundheitsmanagement. „Die Firma ist spezialisiert auf die Vermittlung von Ärzten und medizinischem Personal“, erläutert Splettstößer. Konkret unterstützte sie die Berater bei der Abwicklung eines Projekts für eine Krankenkasse zur Rekrutierung von 100 so genannten Case Managern, die unter anderem zwischen Patienten und Klinik vermitteln. Und diese Arbeit gefiel ihr.

Portraitfoto von Alumna Maria Splettstößer

Seit etwa vier Jahren ist sie nun als HR (Human Resource) Service Managerin für die JOB AG Personaldienstleistungen AG tätig. „Meine Aufgabe besteht darin, den beruflichen Wunsch des Bewerbers und den personalwirtschaftlichen Bedarf des Kunden zu erörtern und diese möglichst passgenau zusammenzubringen“, erklärt Splettstößer, „wenn es Unstimmigkeiten gibt, wirke ich im Rahmen der Mitarbeiterbindung und -entwicklung als Vermittlerin zwischen den Parteien und zeige Lösungsoptionen auf.“ Mit anderen Worten: Maria Splettstößer verhandelt und vermittelt zwischen Arbeitnehmern und -gebern.

Und was hat ihr das Studium für diesen Job gebracht? „Vor allem gibt einem jede Vorlesung die Möglichkeit zu erkennen, was einem liegt und was nicht“, sagt Splettstößer. „Genau so kam ich zu dem Entschluss, ins Personalmanagement zu gehen und dies mit dem Gesundheitsmanagement zu verbinden. Im Praxissemester konnte ich beides ideal miteinander verknüpfen.“ Sehr hilfreich sei außerdem ihr Engagement als Fachbereichsrätin gewesen. In dieser Rolle hatte sie im Kreis der Professoren an vielerlei Entscheidungen teil. „Dabei lernte ich nicht nur rhetorisch und strategisch sehr viel, sondern erkannte auch eine persönliche Schwäche: das Diskutieren.“ Doch das änderte sich während ihrer Zeit in der Fachschaft: Durch viele Diskussionen im Team fiel es ihr mit der Zeit viel leichter ihre Meinung mitzuteilen oder einen Standpunkt darzustellen. Inzwischen nimmt Splettstößer sehr gerne an Diskussionen teil oder fungiert als Mediator zwischen zwei Parteien. So ist ihr von ihrer Studienzeit vor allem die Fachschaft in Erinnerung geblieben: „Hier habe ich Freunde fürs Leben gefunden.“

Sich einbringen, über den Tellerrand schauen, an Schwächen arbeiten und Stärken nutzen – das würde Splettstößer also auch heutigen Studierenden als Tipp mit auf den Weg geben: „Fragen wollen gestellt und beantwortet werden, Diskussionen ausgefochten, gewonnen und verloren und Herausforderungen angenommen werden“, so Splettstößer. Denn genau dafür sei die Zeit an der Uni da: „Um Fehler zu machen, sie zu erkennen, daraus zu lernen und mit Freude weiter zu machen.“


Text: Sara Mpanzu

Sara Mpanzu studiert an unserer Hochschule Technikjournalismus. Sie verfasste dieses Porträt im Rahmen eines Wahlkurses (Porträtschreiben am Beispiel von H-BRS-Alumni) im Wintersemenster 2015/2016.