Was ist von IT-Absolventen zu erwarten?

Dienstag, 22. April 2008

Sind die Absolventen von IT-Studiengängen auf den Berufsalltag vorbereitet, oder zielt die Ausbildung an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Informatik-Professor Stefan Böhmer und der Unternehmer Alexander Zinn in einem Streitgespräch in der aktuellen Printausgabe der VDI Nachrichten "Ingenieur Karriere".

Der IT-Unternehmer Zinn vertritt die Ansicht, dass Hochschulabsolventen nicht nur praxisnahes Fachwissen, sondern oft auch die Sozialkompetenz fehlt. Dem stellt Stefan Böhmer, Informatik-Professor an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, entgegen, dass insbesondere Fachhochschulen aufgrund der Wirtschaftserfahrung ihrer Hochschullehrer und des günstigen Betreuungsverhältnisses sehr wohl berufstaugliche Absolventen ausbilden - und dafür häufig ein positives Feedback von Unternehmen erhalten.

Ein Vorteil der FH-Ausbildung, so Böhmer, liegt im starken Praxisbezug während des Studiums: Auf dem Lehrplan stehen auch Softskills und Praxissemester, und FH-Studierende arbeiten meist schon während des Studiums in Unternehmen. Hinzu kommt, dass sie vom Wissen der FH-Lehrkräfte profitieren, die neben der wissenschaftlichen Karriere auch in der Praxis gearbeitet haben und weiter eng mit Unternehmen kooperieren. Jedoch könne ein Studium nicht alle Aspekte der Berufspraxis vorwegnehmen. Hier sind, so Böhmer, auch die Unternehmen in der Pflicht, Berufseinsteiger zu fördern und den Mitarbeitern in Kooperation mit Hochschulen lebenslanges Lernen zu ermöglichen.

Weitere Informationen in der Printausgabe: VDI Nachrichten Ingenieur Karriere 1/2008.