25 Jahre Bonn-Berlin und die H-BRS mittendrin

Freitag, 28. Juni 2019
ID: 
088/00/06-2019
Am morgigen Samstag, 29. Juni 2019, jährt sich die „Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn“ zum 25. Mal. Mit dem darin festgeschriebenen Fördervolumen in Höhe von umgerechnet gut 1,4 Milliarden Euro wurde unter anderem die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gegründet. „Wir können mit Stolz auf das bisher Erreichte zurückblicken“, sagt Hochschulpräsident Hartmut Ihne, „ich bin sogar überzeugt, dass wir die Erwartungen deutlich übertroffen haben.“
Gründungsveranstaltung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Gründungsrektor Hubert Severin (Mitte) mit Kanzler Hans Stender und Gratulantin Ingrid Matthäus-Maier. Foto: Archiv/H-BRS
Dem inzwischen verstorbenen Gründungsrektor Hubert Severin, neben ihm Hochschulkanzler Hans Stender, gratuliert Ingrid Matthäus-Maier bei der Gründungsveranstaltung im Januar 1995 im Rathaus Sankt Augustin. Foto: H-BRS/Archiv
NRW-Wissenschaftsministerin Anke Brunn eröffnete mit einer Ansprache im September 1995 offizielle den Lehrbetrieb. Foto: Archiv/H-BRS
NRW-Wissenschaftsministerin Anke Brunn eröffnete mit einer Ansprache im September 1995 offiziell den Lehrbetrieb. Foto: Archiv/H-BRS

Die H-BRS war das größte Ausgleichsprojekt außerhalb der Stadt Bonn (515 Millionen Mark oder umgerechnet 263,3 Millionen Euro) und sollte der Motor des notwendigen Strukturwandels der Region werden. Grundlage für die Ausgleichsmaßnahmen war das Berlin/Bonn-Gesetz, das zwei Monate vorher, im April 1994 verabschiedet worden war. Bereits ein halbes Jahr später erfolgte die Gründung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (1. Januar 1995) und im Herbst desselben Jahres nahm sie den Studienbetrieb an den Standorten Sankt Augustin und Rheinbach auf. In Sankt Augustin war der TechnoPark die erste Adresse, in Rheinbach begann der Lehrbetrieb zunächst in einer Villa im Stadtpark, danach im Gründer- und Technologiezentrum (gtz).

Die Erwartungen des damaligen Koordinierungsausschusses unter dem Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich und der Bürgerinnen und Bürger hat die H-BRS bestens erfüllt. Sie ist zu einer Art Wahrzeichen im Rhein-Sieg-Kreis geworden, ein in Beton – in nachhaltiger Bauweise – gegossenes und eingelöstes Versprechen auf Arbeitsplätze, Bildung, Wachstum und Wohlstand. Die H-BRS verzeichnet mittlerweile gut 9000 eingeschriebene Studierende und entlässt pro Studienjahr rund 1000 Absolventinnen und Absolventen ins Berufsleben. In Studium, Lehre und Forschung trägt sie damit auf vielfältige Weise zu einer positiven Entwicklung der Region bei und ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für Nachhaltigkeit bewusst.

Im kommenden Jahr feiert die H-BRS Geburtstag und begeht das 25-jährige Bestehen am 20. Mai 2020 mit einem Festakt im alten Plenarsaal in Bonn – also genau dort, wo 1994 die Parlamentarier das Berlin/Bonn-Gesetz verabschiedet hatten.