Konsortium zur digitalen Hochschullehre gestartet

Montag, 24. August 2020
ID: 
092/00/08-2020
Die digitale Kompetenz von Dozentinnen und Dozenten an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen steigern: Das ist zentrales Ziel des Projektes „HD@DH.nrw: Hochschuldidaktik im digitalen Zeitalter“. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ist Projektpartnerin im Konsortium.

Digitale Kompetenz, zukunftsgerichtete Lehre, E-Learning: Das sind nur einige Schlagworte, mit denen sich ein Verbund von 12 nordrhein-westfälischen Hochschulen in den kommenden Jahren intensiv auseinandersetzen wird. Am 18. August haben die Hochschulen des Projektes „HD@DH.nrw: Hochschuldidaktik im digitalen Zeitalter“ ihre Arbeit aufgenommen. „HD“ steht dabei für Hochschuldidaktik, „DH“ für den Hochschulverbund Digitale Hochschule. Die Projektpartner, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Universitäten, möchten gemeinsam neue Wege bauen, auf denen Lehrende ihre digitalen Kompetenzen weiterentwickeln können.

Susanne Kundmüller-Bianchini, an der H-BRS zusammen mit Prof. Dr. Marco Winzker projektverantwortlich und zuständig insbesondere für die didaktischen Grundlagen des E-Learning, möchte die H-BRS mit ihrem großen Expertenpool in HD@DH.nrw einbringen: „Die Aufgabenteilung wird erst noch im Detail mit den Projektpartnern festgelegt. Wir werden aber neue digitale Lehr- und Lernformate entwickeln und dazu nutzen, dass digitale Kompetenzen verbessert werden. Bei der Didaktik, also der Art der Vermittlung von Lehrinhalten, soll dann nicht irgendein digitales Werkzeug benutzt werden, sondern das jeweils das am besten geeignete Werkzeug.“

Jeder kann von jedem lernen

Im Lauf des Projekts wird beispielsweise ein digitaler Raum zur Kommunikation und Kollaboration von Lehrenden entstehen. Dort können sich Neulinge und erfahrene Dozentinnen und Dozenten austauschen, voneinander lernen und gemeinsam digitale Elemente für ihre Lehre entwickeln. Zudem sollen aus einem Expertenpool rasch und zielgenau Personen identifiziert werden können, die den Hochschulen und ihren hochschuldidaktischen Einrichtungen für Vorträge und Beratungen zur Verfügung stehen.

„Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir uns mit Hochschuldidaktik für digital unterstützte Lehre intensiv beschäftigt,“ erläutert Prof. Dr. Marco Winzker, Direktor des Zentrums für Innovation und Entwicklung in der Lehre (ZIEL) an der H-BRS. „Das gemeinsame Projekt gibt uns jetzt die Möglichkeit, genauer zu verstehen welche Kompetenzen für Lehre im digitalen Zeitalter nötig sind, um entsprechende Weiterbildungsangebote zu entwickeln.“

Das Konsortium

Das Konsortium wird von der Universität Siegen und der Fachhochschule Aachen gemeinsam geleitet. Weitere Partner sind: Fachhochschule Bielefeld, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Universität Duisburg-Essen, FernUniversität in Hagen, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Technische Hochschule Köln, Fachhochschule Münster, Hochschule Niederrhein, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Bergische Universität Wuppertal. Das Projekt ist eingebettet in die Digitale Hochschule NRW, über die die Angebote des Konsortiums allen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden sollen. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert die auf vier Jahre angelegte Arbeit mit bis zu 3,5 Millionen Euro.