Zwei Goldmedaillen für die Lehre

Freitag, 28. Oktober 2016
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014/00/10-2016 – TV
Miteinander Lehren und Lernen lautete das Motto für den diesjährigen Lehrpreis der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die Jury um Prof. Dr. Iris Groß, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Weiterbildung, zeigte sich sehr beeindruckt von der Qualität und inhaltlichen Breite der eingereichten Lehrkonzepte.
Preisverleihung am Tag der Lehre 2016
V.l.: Prof. Marco Winzker (Projektleiter Pro-MINT-us), die Preisträger Klaus Lehmann und stellvertretend für Regina Brautlacht James Chamberlain sowie Vizepräsidentin Iris Groß

"Der Lehrpreis ist in der Hochschule angekommen, und wir sehen, dass sich alle Fachbereiche am Austausch über gute Lehre beteiligen. Durch diese Diskussion lernen wir voneinander und entwickeln die Qualität der Lehre weiter", so die Vizepräsidentin Iris Groß

Da überrascht es nicht, dass der Lehrpreis, quasi die Goldmedaille der Lehre, gestern (Donnerstag, 27. Oktober 2016) doppelt vergeben wurde. Die Empfänger sind Prof. Dr. Klaus Lehmann und Regina Brautlacht. Beide erhalten neben der Auszeichnung jeweils 3.000 Euro für die Weiterentwicklung ihrer Lehrideen. Da Regina Brautlacht den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte, nahm ihn stellvertretend James Chamberlain, Leiter des Sprachenzentrum der H-BRS in Empfang.

Klaus Lehmann, Professor für Chemie am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, erhielt den Lehrpreis für das Konzept der sogenannten Studierwerkstatt, ein begleitetes Selbststudium im ersten Studienjahr und bezeichnete ihn als zusätzlichen Ansporn. Studierende erhalten Unterstützung bei der eigenständigen Bewältigung von Aufgaben in der turbulenten Studieneingangsphase und berichten von einem nachhaltigen Lerneffekt für das ganze Studium. Die Jury hob hervor, dass aufgrund der positiven Rückmeldung der Studierenden mittlerweile alle Fachbereiche der Hochschule dieses Format übernommen haben.

Regina Brautlacht ist Dozentin im Sprachenzentrum und erhält den Lehrpreis für ihr Konzept zur Vermittlung von Wirtschaftsenglisch. Anstelle eines traditionellen Seminars organisiert sie mit den Studierenden ein Wirtschaftsplanspiel, in dem die Studierenden ein Unternehmen von der Gründung bis zum Börsengang führen. Dabei wird die Sprache Englisch mit einer fachbezogenen Anwendung kombiniert, um praxisorientiertes Lernen zu ermöglichen. Höhepunkt der Lehrveranstaltung ist eine Nachhaltigkeitsmesse in der Hochschule. Die Jury beeindruckten der hohe Praxisbezug und die gelebte Internationalität durch Einbeziehung von Partnerhochschulen in Ghana, Kenia und den USA.

Neben diesen beiden Goldmedaillen hätte die Jury auch gerne noch viele Silbermedaillen vergeben, denn auch die weiteren Lehrideen waren von hoher Qualität. Alle eingereichten Konzepte wurden heute am Tag der Lehre vorgestellt und mit Lehrenden und Studierenden diskutiert. Der Organisator, Prof. Dr. Marco Winzker, Leiter des Projekts Pro-MINT-us im Qualitätspakt Lehre, freut sich über die Diskussion. „Schon die Vorträge beim Tag der Lehre im vergangenen Jahr haben viele Anregungen gegeben. Dort wurden Videos in der Lehre vorgestellt, die seitdem von mehreren Professorinnen und Professoren eingesetzt werden. Auch die Studierwerkstatt wurde dort vorgestellt und hat sich dadurch in allen Fachbereichen etabliert“, sagte Winzker und ist gespannt, welche Ideen sich bis zum nächsten „Tag der Lehre“ durchsetzen werden.