Politische Kommunikation: Exkursion nach Berlin

Montag, 20. Januar 2020
Berliner Luft - die ist im Januar vor allem kalt. Aber das ließ die Stimmung der Studierenden des B.A. Nachhaltige Sozialpolitik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nicht gefrieren. Eine Lobby-kritische Stadtführung, Redaktions- und Gewerkschaftsbesuche sowie die Teilnahme an einer Plenardebatte im Deutschen Bundestag nebst Politikergespräch standen auf dem Programm.
Der Himmel über Berlin
Der Himmel über Berlin

Die Sozialpolitik-Studierenden der H-BRS waren zusammen mit ihren Dozenten Prof. Dr. Hektor Haarkötter und Filiz Kalmuk M.A. auf Exkursion ins Berlin. Für die Teilnehmer des Schwerpunktfachs Kommunikation stand vor allem der politisch-mediale Komplex der Hauptstadt im Fokus. Eine Stadtführung ging nicht zum Brandenburger Tor oder den Denkmälern und Museen der Stadt. Stattdessen gingen Mitarbeiter der Organisation LobbyControl mit den Studis auf Spurensuche durchs Regierungsviertel: Wo residieren die großen Lobbyvertreter und wie nehmen sie Einfluss auf das politische Geschäft?

Redaktionsbesuche brachten die St. Augustiner Reisegruppe von der H-BRS zur Nachrichtenagentur Thomson Reuters und zur alternativen Tageszeitung taz. In der Zentrale der Gewerkschaft Ver.Di trafen die Studierenden die Geschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) und diskutierten mit ihr über Medienethik und Medienpolitik, aber auch über das sich wandelnde Berufsbild des Journalismus.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Sozialpolitik-Studierende und ihr Prof mit MdB Daniela de Ridder

Im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags wurde die Studi-Gruppe von Daniela de Ridder empfangen. Sie ist Abgeordnete im Hohen Haus für die SPD und stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Ausschusses. De Ridder erzählte von ihrem Vater, der belgischer Widerstandskämpfer war, vom Auftreten der AfD im Bundestag, von ihrer Ausschussarbeit und der Rolle als Frau und Feministin im Parlament.

Letzter Programmpunkt war am dritten Tag der Berlin-Exkursion ein Besuch in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die Ausstellung befindet sich im Bendlerblock, heute Teil des Verteidigungsministeriums, wo im Jahr 1944 die Verschwörer um Claus Schenk von Stauffenberg ermordet wurden. In der Führung wurden die H-BRS-Studierenden vor allem über den Widerstand aus der Arbeiterbewegung und von Künstlern und Intellektuellen informiert.

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