Gleichstellung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Als Studentin mitten in der internationalen Solarforschung
Frauen in der Solarforschung sichtbar machen
Wie sieht es eigentlich aus, wenn man als Studentin an einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz teilnimmt? Für eine Studentin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wurde genau das bei der diesjährigen SolarPACES-Konferenz in Bad Neuenahr möglich. Als Student Volunteer war sie Teil des Organisationsteams und erhielt dabei spannende Einblicke in die weltweit größte Konferenz im Bereich der konzentrierenden Solarforschung.
Mitten im Konferenzgeschehen
Als Volunteer übernahm sie verschiedene organisatorische Aufgaben. Dazu gehörten unter anderem die Unterstützung bei der Registrierung und die Ausgabe der Namensschilder. Während der Sessions sorgte sie dafür, dass Präsentationen pünktlich gestartet wurden. Bei den anschließenden Fragerunden reichte sie den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Mikrofon.
Gemeinsam mit acht Promovierenden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bildete sie ein neunköpfiges Volunteer-Team. Die Tage waren lang: Bereits am frühen Morgen begann der Einsatz, teilweise ging es bis spät in die Nacht. Für die Studentin hat sich der Aufwand dennoch gelohnt.
Denn die Tätigkeit als Volunteer eröffnete ihr nicht nur einen Blick hinter die Kulissen einer internationalen Fachkonferenz. Sie ermöglichte ihr gleichzeitig die Teilnahme an der SolarPACES und damit den direkten Austausch mit Forschenden aus aller Welt.
Netzwerken mit Forschenden und Nachwuchswissenschaftler*innen
Besondere Möglichkeiten zum Austausch boten das Gala Dinner und das Young Researcher Dinner, an denen die Volunteers teilnehmen durften. Dort kam die Studentin mit zahlreichen Forschenden und insbesondere auch mit vielen Nachwuchswissenschaftler*innen ins Gespräch.
Solche Begegnungen können gerade für Studierende wertvoll sein: Sie ermöglichen Einblicke in unterschiedliche wissenschaftliche Werdegänge, schaffen Kontakte und zeigen mögliche Perspektiven für den eigenen Weg in Forschung und Technik auf.
Frauen in der Solarforschung sichtbar machen
Besonders beeindruckt haben die Studentin die Veranstaltungen von Women+ in Concentrated Solar Thermal Energy (CST). Im Rahmen eines Women+-Events wurde eine Wissenschaftlerin für ihre besonderen Leistungen auf diesem Forschungsgebiet ausgezeichnet.
Auch die Studentin selbst erhielt die Gelegenheit, vor den anwesenden Wissenschaftlerinnen zu sprechen. Dabei machte sie deutlich, wie wichtig solche Formate gerade für junge Frauen sind, die noch studieren und ihren eigenen Weg in einem technisch-wissenschaftlichen Umfeld suchen.
Nach ihrer persönlichen Wahrnehmung waren Frauen auf der Konferenz deutlich in der Minderheit. Veranstaltungen wie das Women+-Event schaffen deshalb einen zusätzlichen Raum für Austausch und Vernetzung, machen Wissenschaftlerinnen sichtbar und eröffnen neue Perspektiven.
Eine Erfahrung, die Mut macht
Die Teilnahme an der SolarPACES-Konferenz hat der Studentin gezeigt, wie wertvoll es sein kann, Chancen zu ergreifen und sich frühzeitig in wissenschaftliche Netzwerke einzubringen. Die Volunteer-Tätigkeit bot ihr dabei einen niedrigschwelligen Einstieg in eine internationale Fachkonferenz und ermöglichte gleichzeitig wertvolle persönliche Begegnungen.
Ihr Fazit: Die Arbeit als Volunteer hat viel Freude gemacht und gleichzeitig die Tür zu einer außergewöhnlichen wissenschaftlichen Erfahrung geöffnet.
Für Studentinnen, die sich für Forschung, Technik und erneuerbare Energien interessieren, kann ein solcher Einsatz ein spannender Schritt sein, um Kontakte zu knüpfen, Einblicke zu gewinnen und den eigenen Platz in der Wissenschaft zu finden.
Kontakt
Barbara Hillen-Haas
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Standort
Sankt Augustin
Raum
E025
Adresse
Grantham-Allee 20
53757, Sankt Augustin