Stefan Müller, Wirtschaftswissenschaften

Ein zielstrebiger Personalchef mit sportlichem Talent: Führungstätigkeiten und Konferenzen gehören zum Berufsalltag des Personalchefs bei der Volksbank. Sein Beispiel zeigt, wie wichtig Praktika sein können.
Portraitfoto von Alumnus Stefan Müller (2)

Vom Ausbildungsvertrag bis hin zum Zeugnisschreiben hat Stefan Müller in seiner Laufbahn bisher fast alle Tätigkeiten im Personalbereich der Banken-Branche durchlaufen. Mittlerweile ist der 36-jährige Personalchef bei der Volksbank in Paderborn. Er entwickelt Konzepte zur Optimierung der Arbeitsschritte und trifft strategische Entscheidungen zur Entwicklung seiner Abteilung, zu der zwölf Mitarbeiter gehören. Verantwortung zu übernehmen für andere – diese Gabe pflegte er schon zu seinen Zeiten an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Während seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften war Stefan Müller mehrere Jahre lang Vorsitzender der Fachschaft und außerdem im Studentenparlament vertreten. „Schon der damalige Dekan Prof. Klaus ter Horst sagte: 'Am meisten lernt man bei den Aktivitäten neben den Vorlesungen'“, erinnert sich Müller. Und so war es auch. Sich um die Anliegen seiner Kommilitonen zu kümmern und für sie einzusetzen – diese Erfahrungen helfen ihm heute bei seiner Tätigkeit als Personalchef.

Beim Sprung in die Berufswelt hatte er das berühmte Quäntchen Glück: „Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen.“, sagt er. Eines der vielen Praktika, die er während seines Studiums absolvierte, brachte ihn zu seinem damaligen Arbeitgeber, einer Volksbank im Rheinland. „Über Praktika knüpft man automatisch erste Kontakte zu den Unternehmen“, sagt er. Wird dort zufällig jemand mit dem passenden Profil gesucht, bekommt man mitunter gleich ein Angebot. Und so kam es, dass Stefan Müller seinen Arbeitsvertrag schon unterzeichnet hatte, ehe seine Diplomarbeit fertiggestellt war. Seither ist er bereits zum Personalchef eines recht großen Bankunternehmens aufgestiegen. Dennoch wähnt er sich noch eher am Anfang seiner Karriere: „Bis 2046 muss ich noch arbeiten, so lange werde ich mir immer weitere Herausforderungen im Job suchen.“

Um nach Feierabend etwas Abstand von anspruchsvollen Personalgesprächen und Konferenzen zu gewinnen, geht Stefan Müller regelmäßig Golf spielen. Es ist vor allem die Ruhe und die Konzentration auf den einen entscheidenden Schlag, bei der er komplett abschalten kann. Golf ist eine Leidenschaft, die er bereits früh für sich entdeckt hat: Im Alter von nur acht Jahren nahmen ihn seine Eltern schon mit auf den Golfplatz. „Ich kenne alle Witze über diesen Sport. Aber keine Sorge, ich treibe auch noch richtigen Sport“, sagt Müller lachend. Für die körperliche Fitness geht der gebürtige Bonner des Öfteren in der Natur Joggen. Und so richtig entspannen kann er am Klavier. „Diese Hobbys sind für mich ein wichtiger Ausgleich, weil die Rolle als Personalchef schon auch mit viel Zeitdruck verbunden sein kann. Neulich zum Beispiel musste aufgrund einer wichtigen Strategiesitzung von einem auf den anderen Tag die komplette Personalplanung sowie die Planung aller wichtigen Projekte in der Gesamtbank überarbeitet werden – und wir haben inklusive der Tochtergesellschaften nahezu 1000 Mitarbeiter!“

 

Text: Niklas Vogel

Niklas Vogel studiert an unserer Hochschule Technikjournalismus. Er verfasste dieses Porträt im Rahmen eines Wahlkurses (Porträtschreiben am Beispiel von H-BRS-Alumni) im Wintersemenster 2015/2016.