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Department of Management Sciences

Der Gehende Hörsaal ging in die zweite Runde – unterwegs zwischen Nachhaltigkeit und Zukunftsthemen

Der gehende Hörsaal - Rückkehr
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr hieß es nun erneut: Rucksack auf, loslaufen und Zukunft in der Region entdecken. Der „Gehende Hörsaal“ ging in die zweite Runde. Diesmal waren 33 Studierende und Lehrende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg drei Tage lang in und um Gerolstein unterwegs. Gemeinsam mit Professorin Christine Buchholz, die das Projekt im vergangenen Jahr ins Leben rief, und Leonie Seynsche besuchte die Gruppe verschiedene Unternehmen, um sich über nachhaltige Wirtschaftsstrukturen und regionale Verantwortung auszutauschen.

Am Montagmorgen startete die Exkursion am Euskirchener Bahnhof. Von dort aus ging es mit der Regionalbahn nach Gerolstein. Den Auftakt bildete ein Besuch der Westeifel Werke. Dort wird Menschen, die aufgrund eines Handicaps beeinträchtigt sind, ein Arbeitsplatz ermöglicht und damit auch soziale Kontakte, regelmäßige Alltagsabläufe somit am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben. Geschäftsführer Ferdinand Niesen begrüßte die Gruppe und stellte den Unternehmensverbund vor, der sich konsequent für wirtschaftlich nachhaltiges Handeln, soziale Teilhabe und Umweltbewusstsein einsetzt. Gemeinsam mit Richard Kläsges und Niclas Stein führte er durch Entlastungs- und Fördergruppen, Montagebereiche und den Integrationsbetrieb. Besonders beeindruckend waren die Herzlichkeit, die Vielfalt der Arbeitsfelder und die gelebte Inklusion im Arbeitsalltag.

Am Nachmittag folgte der Besuch bei Gerolsteiner Brunnen. Nach einem Rundgang durch die Produktionsanlagen diskutierten die Studierenden gemeinsam mit Marcus Macioszek über Marketingstrategien, Markenentwicklung und die Rolle der Nachhaltigkeit im Lebensmittel- und Getränkesektor. Mit viel Energie oder wie Gerolsteiner sagen würde: „absoluter Freshheit“, wurden Zukunftsfragen rund um verantwortungsvolles Wirtschaften beleuchtet.

Der Tag endete sportlich: Angekommen in der Jugendherberge, ließ die Gruppe den ersten Tag mit einem spontanen Fußballspiel ausklingen - angefeuert von der „Fuchs-Klasse“ aus Trier. 

Der zweite Tag begann mit einer Wanderung durch die malerische Eifellandschaft zur PREMOSYS GmbH. Dort öffnete Madeleine Kuhl die Türen zu einem hochmodernen Unternehmen, das sich auf optische Messtechnik spezialisiert hat. Neben faszinierenden Einblicken in Produkte und Technologien lag ein besonderer Fokus auf den Nachhaltigkeitsstrategien: Wie lassen sich Innovation, Umweltbewusstsein und langfristige Unternehmensverantwortung miteinander verbinden? Auch der Rückweg zur Jugendherberge wurde zu Fuß bestritten und der Abstecher in die Gerolsteiner Dolomiten belohnte mit einer wunderbaren Aussicht über Gerolstein. 

Am Abend erhielten die Teilnehmenden Besuch von Nicole Schmitz und Marina Schwarz von GRÜNschaffen GbR. Sie berichteten über ihre beruflichen Wege in die Selbstständigkeit und stellten ihre Beratungsansätze zum „Zukunftssicheren Wirtschaften“ vor. In lebhaften Gesprächen ging es darum, wie Unternehmen Transformationsprozesse gestalten, Herausforderungen begegnen und nachhaltige Strategien entwickeln können.

Der dritte Tag führte die Gruppe zunächst per Bahn, dann wieder zu Fuß zur ARIWA GbR, wo Dr. Ulrich Müller von Blumencron über moderne Landwirtschaft und deren ökologische, technologische und wirtschaftliche Herausforderungen informierte. Zwischen großen Landmaschinen und innovativen Produktionsprozessen wurde schnell deutlich, wie komplex Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist und wie stark sie mit regionalen Strukturen verbunden ist.

Der abschließende Fußweg nach Rheinbach führte die Gruppe zu Rainer von Meer, der einen traditionsreichen Agrarbetrieb in mittlerweile vierter Generation leitet. Neben klassischem Ackerbau und Tierhaltung betreibt das Familienunternehmen heute zudem Dienstleistungen, Transportlösungen und regionale Energieerzeugung. Mit großer Offenheit erläuterte Rainer von Meer die Herausforderungen, ein solches Unternehmen in die Zukunft zu führen, zwischen Tradition, Verantwortung und den Anforderungen einer sich wandelnden Welt.

Auch der zweite gehende Hörsaal fand großen Anklang bei allen Beteiligten. Er ist nicht nur eine interaktive und praxisorientierte Form der Lehre, sondern schafft auch Verbindungen: Studierende unterschiedlicher Semester und Lehrende kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Perspektiven aus und erlebten gemeinsam praxisnahe Beispiele aus der regionalen Wirtschaft. Entstanden sind sowohl Verbindungen zwischen den Teilnehmenden als auch mit der Region.

Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Unternehmen für ihre Gastfreundschaft, Offenheit und die wertvollen Einblicke und allen Studierenden für das muntere Miteinander und die inspirierenden Gespräche. 

 

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Christine Buchholz

Department of Management Sciences (Rheinbach Campus), Substitute professor of Business Management, esp. Quantitative and Qualitative Methods, Equal Opportunities Officer of the department, Presidential Representative School Contacts

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