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Department of Social Policy and Social Security Studies

Studienverlauf und Modulhandbuch

Der Master Public Policy and Transformation: Klima-Sozial-Politik vermittelt in drei Semestern vertiefte Kenntnisse an der Schnittstelle von ökologischer Nachhaltigkeit, öffentlicher Politik und sozialer Gerechtigkeit. In den ersten beiden Semestern erwerben die Studierenden fundiertes Wissen in Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Ökologie sowie quantitativen und transdisziplinären Forschungsmethoden. Ergänzt werden diese Inhalte durch Module zur politischen Kommunikation und zur ethischen Reflexion. Im dritten Semester steht ein eigenverantwortlich durchgeführtes Forschungsprojekt im Mittelpunkt, das auf die Masterarbeit vorbereitet und in enger Kooperation mit Praxisakteur:innen durchgeführt wird. Es besteht die Möglichkeit, den Studienverlauf an andere Verantwortlichkeiten anzupassen. In jedem Semester wird es einen Vollzeit-Stundenplan sowie einen Teilzeit-Stundenplan geben, an denen sich die Studierenden orientieren können.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu den Modulen:

Modul: Public Policy, Ethik und Transformation (1. Semester, 10 ECTS)

Inhalt:
Das Modul führt in zentrale Theorien, Konzepte und Instrumente der Public Policy ein und verknüpft diese mit ethischen Fragestellungen gesellschaftlicher Transformation. Studierende analysieren Politikprozesse im Kontext sozial-ökologischer und digitaler Umbrüche, reflektieren Multi-Level-Governance-Strukturen und setzen sich mit komplexen „Wicked Problems“ auseinander. Zugleich erwerben sie fundierte Kenntnisse zentraler ethischer Ansätze und lernen, politische Maßnahmen kritisch zu bewerten sowie evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Das Modul legt damit das normative und analytische Fundament des Studiengangs.

Modul: Klima und Sozialpolitik (3. Semester, 10 ECTS)

Inhalt:
Dieses Modul verbindet naturwissenschaftliche Nachhaltigkeitskonzepte mit sozialpolitischen Steuerungsansätzen. Aufbauend auf dem Konzept der Planetary Boundaries werden ökologische Belastungsgrenzen analysiert und mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, Daseinsvorsorge und Gesundheit verknüpft. Studierende entwickeln Strategien einer evidenzbasierten Klimasozialpolitik, die ökologische Transformation mit sozialer Sicherung, Resilienz und Public Health verbindet. Im Fokus stehen konkrete politische Instrumente, Governance-Strukturen und Best Practices auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene.

Modul: Quantitative Methoden (1. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Das Modul vermittelt zentrale quantitative Methoden der Ökonometrie, Wirkungsevaluation und Demographie. Studierende lernen, empirische Studien kritisch zu beurteilen, Kausalzusammenhänge zu analysieren und die Validität wissenschaftlicher Evidenz einzuschätzen. Neben Regressionsanalysen und Evaluationsdesigns stehen demografische Prozesse und ihre Bedeutung für politische Entscheidungen im Mittelpunkt. Ziel ist es, empirische Ergebnisse fundiert zu interpretieren und für praxisorientierte Handlungsempfehlungen nutzbar zu machen.

Modul: Politische und digitale Kommunikation (1. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Das Modul vermittelt theoretische Grundlagen und praktische Kompetenzen politischer und digitaler Kommunikation. Studierende analysieren Öffentlichkeitskonzepte, Medienlogiken und digitale Plattformstrukturen und reflektieren deren Bedeutung für demokratische Prozesse. Neben Fragen der Medienethik, Desinformation und Diskursanalyse erwerben sie Fähigkeiten zur Konzeption und Umsetzung von Kommunikationsstrategien, Kampagnen und digitalen Formaten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf datenbasierter Kommunikation und dem Einsatz KI-gestützter Tools.

Modul: Public Policy & Kommune (2. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Im Mittelpunkt steht die kommunale Ebene als zentraler Ort gesellschaftlicher Transformation. Das Modul vermittelt Kenntnisse zu Verwaltungsstrukturen, Kommunalverfassung, Beteiligungsformen und Finanzierungsspielräumen. Studierende analysieren Akteurskonstellationen, Governance-Prozesse und rechtliche Rahmenbedingungen und entwickeln evidenzbasierte Policy-Ansätze für regionale Transformationsprozesse – etwa in Stadtentwicklung, Mobilität oder Daseinsvorsorge. Praxisorientierte Fallstudien stärken die Fähigkeit zur Entwicklung kommunaler Handlungsempfehlungen.

Modul: Komplexität und Entscheiden (2. Semester, 10 ECTS)

Inhalt:
Das Modul befähigt Studierende, Entscheidungen in komplexen und unsicheren Kontexten strukturiert vorzubereiten. Theorien komplexer Systeme, sozialpsychologische Aspekte des Entscheidens sowie ethische Dimensionen werden mit praktischen Methoden der Entscheidungsanalyse verknüpft. Im integrierten Praxisprojekt entwickeln die Studierenden Reformvorschläge für reale Herausforderungen: Von der Problemanalyse über Zielsysteme bis zur Evaluation. 

Modul: Wahlmodul 1 (2. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Das Wahlmodul ermöglicht eine individuelle Schwerpunktsetzung und interdisziplinäre Profilbildung. Studierende wählen aus einem breiten Angebot ergänzender Lehrveranstaltungen innerhalb und außerhalb des Fachbereichs. Ziel ist der Erwerb zusätzlicher methodischer, kommunikativer, interkultureller oder fachlicher Kompetenzen, die das Kernstudium sinnvoll erweitern. 

Modul: Transdisziplinäre Methoden und Methoden der Zukunftsforschung (2. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Dieses Modul vermittelt wissenschaftstheoretische Grundlagen und praxisorientierte Methoden transdisziplinärer Forschung sowie der Zukunftsforschung. Studierende lernen, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur:innen zu analysieren und prospektive Szenarien zu entwickeln. Methoden wie Stakeholder-Analysen, Szenariotechniken oder Delphi-Verfahren werden kritisch reflektiert und angewendet. Ziel ist es, Transformationsprozesse, insbesondere auf kommunaler Ebene, vorausschauend, partizipativ und verantwortungsvoll zu gestalten.

Modul: Reformkommunikation (2. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Das Modul vertieft Strategien der Reform- und Krisenkommunikation im Kontext gesellschaftlicher Transformation. Studierende analysieren Diskursdynamiken, Stakeholder-Interessen und kommunikative Konfliktlinien und entwickeln nachhaltige Kommunikationsstrategien für Institutionen, Kommunen und NGOs. Neben Kampagnenplanung und Issuemanagement stehen mehrsprachige und internationale Kommunikationskontexte im Fokus. Ziel ist es, Reformprozesse kommunikativ wirksam, transparent und resilient zu begleiten.

Modul: Wahlmodul 2 (3. Semester, 5 ECTS)

Inhalt:
Das zweite Wahlmodul eröffnet weitere Möglichkeiten zur individuellen Vertiefung und interdisziplinären Erweiterung. Studierende wählen Veranstaltungen aus verschiedenen Studiengängen oder zentralen Einrichtungen und stärken dadurch ihre fachlichen oder überfachlichen Kompetenzen. Das Modul unterstützt die persönliche Profilbildung im Hinblick auf berufliche oder wissenschaftliche Ziele.

Modul: Masterarbeit (3. Semester, 25 ECTS)

Inhalt:
Die Masterarbeit bildet den wissenschaftlichen Abschluss des Studiums. In der Vorbereitungswerkstatt und dem Forschungskolloquium entwickeln Studierende eigenständig eine tragfähige Forschungsfrage, ein fundiertes Design sowie ein wissenschaftliches Exposé. Die anschließende Master-Thesis dokumentiert die Fähigkeit, eine komplexe Fragestellung theoriegeleitet und methodisch fundiert zu bearbeiten. Ziel ist eine eigenständige Forschungsleistung mit klarem Praxis- oder Theoriebezug und gesellschaftlicher Relevanz.