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„Haben Sie Freude an dem, was Sie tun“: H-BRS verabschiedet Absolventinnen und Absolventen

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Samstag, 24. Oktober 2026

Emotionaler Höhepunkt war das traditionelle Hütewerfen: Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat am Samstag (24. Oktober) mit einer zentralen Feier im Telekom Dome auf dem Bonner Hardtberg rund 570 Absolventinnen und Absolventen des vergangenen Akademischen Jahres verabschiedet. Insgesamt feierten bei diesem besonderen Ereignis rund 2800 Gäste.
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Feierliche Atmosphäre im Telekom Dome. Foto: Nathan Dreessen

„Heute geht es um Sie“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann in ihrer Festansprache in Richtung der Absolventinnen und Absolventen. „Um Ihren Studienabschluss, für den Sie viel geleistet haben – oft mehr, als eine Note oder ein Zeugnis erkennen lassen. Sie wissen selbst am besten, was dieser Weg Ihnen abverlangt hat. Im Namen der Hochschule gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem Studienabschluss!“ 

Heute werde das Erreichte gefeiert, betonte die Präsidentin, aber in nächster Zeit würden die Absolventinnen und Absolventen voraussichtlich oft die Frage „Und, was machst du jetzt?“ hören. Ein Studienabschluss sei ja nicht nur mit Freude, sondern ganz oft auch mit viel Unsicherheit und vielleicht ein bisschen Respekt vor dem nächsten Schritt verbunden. Für ihre berufliche Zukunft gab Halfmann den Graduierten in einer persönlichen Rede drei Gedanken mit auf den Weg. Nicht als Gebrauchsanweisung, wie sie sagte, da niemand im Saal wissen könne, wie die Arbeitswelt in zehn Jahren aussehen werde. Aber drei Dinge, die ihr auf ihrem eigenen Weg geholfen hätten. 

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Gab den Absolventinnen und Absolventen drei Gedanken mit auf den Weg: Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Foto: Nathan Dreessen

Präsidentin Halfmann mit drei Gedanken zur Verabschiedung

Ihr erster Gedanke sei vielleicht sogar eine kleine Entlastung, sagte die Präsidentin: „Sie brauchen keinen langfristigen Masterplan.“ Auf dem künftigen Weg der Absolventinnen und Absolventen würden Menschen, Gelegenheiten und Entscheidungen eine Rolle spielen, von denen sie heute noch nichts ahnten. „Das lässt sich nicht alles planen. Zum Glück. Die interessantesten Entwicklungen ergeben sich oft ganz nebenbei“, so Halfmann.

Der Neuanfang nach dem Studium könne schwerfallen, es gäbe viele Möglichkeiten, viele Ratschläge und selten einen eindeutig richtigen Weg, so Halfmann weiter. „Manchmal muss man eine Überzeugung aufgeben, eine Entscheidung korrigieren oder einen Plan ändern. Kurskorrektur ist eben kein Scheitern, lautete ihr zweiter Punkt.

Halfmanns dritter und letzter Gedanke lautete: Bleiben Sie zuversichtlich und zeigen Sie kritischen Verstand. „Sie haben bei uns etwas gelernt, das wir gerade dringend brauchen: Sie können sich in komplexe Fragen einarbeiten, Behauptungen prüfen, zwischen Wissen und Meinung unterscheiden. Und Sie wissen, dass man seine Meinung ändern kann, wenn Fakten dagegensprechen“, sagte sie. 

Auf die Frage „Und, was machst du jetzt?“, müssten die Absolventinnen und Absolventen also nicht den fertigen Masterplan aus der Tasche ziehen. „Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen interessante Aufgaben, gute Menschen an Ihrer Seite, Mut zu Entscheidungen und die Freiheit, diese auch einmal zu ändern. Haben Sie Freude an dem, was Sie tun, und machen Sie etwas aus dem, was Sie gelernt haben“, so die Hochschulpräsidentin.

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"Man geht mit einem ganzen Netzwerk an Menschen", sagte Klara Ollesch, die als Absolventin sprach. Foto: Nathan Dreessen.

Absolventin Klara Ollesch: Man geht mit einem Netzwerk von Menschen

Für die Studierenden trat Absolventin Klara Ollesch auf die Bühne, die an der H-BRS nach ihrem Bachelor in Technikjournalismus auch ihren Master in Digitaler Kommunikation und Medieninnovation erfolgreich abgeschlossen hat. Sie sprach über die Mühen der Abschlussarbeit und die Erleichterung bei deren Abgabe. „Genau diese Erleichterung ist der beste Beweis dafür, dass wir heute Abend feiern sollten. Man ist nur erleichtert, wenn vorher etwas wirklich Schweres da war“, so Ollesch. Sie sprach außerdem über persönliches Engagement und den Zusammenhalt an der Hochschule. „Dieses Studium war mehr als nur die Summe aus Klausuren und Hausarbeiten.“

Ollesch selbst mischte sich als Vorsitzende der Fachschaft des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und Kommunikation und als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses ein. Sie wollte in einem Amt das Studienleben mitgestalten. Andere hätten Erstsemestertutorien gegeben, sich in Sportgruppen, Hochschulgruppen und Initiativen engagiert oder den Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Bibliothek ihre Mitschriften geliehen. „Diese kleinen, oft unsichtbaren Beiträge sind es, die aus einer Hochschule mehr machen als ein Gebäude mit Hörsälen. Es war nie der große Scheinwerfer-Moment. Es war die gemeinsame Erfahrung, dass man diese Hochschule nicht nur besuchen, sondern mitgestalten kann“, sagte sie.

Ollesch sprach auch über die Möglichkeit, über Seminare und Vorträge Kontakte für ein Praktikum oder den ersten Job zu finden. „Aber wenn ich ehrlich bin, ist das, was am Ende am meisten bleibt, gar nicht die Thesis, nicht die Klausuren, nicht einmal der Job, den man daraus mitnimmt. Es sind die Menschen.“ Es seien die Freundschaften, die entstanden seien. „Man kommt für einen Abschluss an eine Hochschule. Aber man geht mit so viel mehr als einem Zeugnis. Man geht mit einem ganzen Netzwerk an Menschen, die wissen, was man durchgemacht hat, weil sie es genauso durchgemacht haben.“

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Dieses Bild werden viele in Erinnerung behalten: das traditionelle Hütewerfen. Foto: Nathan Dreessen

Offizieller Teil der Feier endet mit dem Hütewerfen

Zwei Studenten, die sich aktuell in Ämtern für die Belange aller Studierenden engagieren, sind John Meyerhoff, Vorsitzender des Studierendenparlaments, und der AStA-Vorsitzende Leon Jansen. Sie sprachen darüber, warum es sich lohnt, sich in die Hochschulgemeinschaft einzubringen, und gaben den Absolventinnen und Absolventen ihre guten Wünsche mit auf den Weg. „Seid ehrlich zu Euch selber, glaubt an Euren Traum“, sagte Meyerhoff. „Ich bedanke mich für eine wunderschöne Zeit“, betonte Jansen.

Für gute Stimmung während des offiziellen Teiles der von Sebastian Tittelbach moderierten Veranstaltung sorgte die Band BrassGazz mit ihrer Mischung aus Rap und Brass-Sound. Die Graphic Recorderin und Alumna Eva Ewerhart hielt das Ereignis live in Zeichnungen fest.

Mit dem Bild, das viele von diesem Tag im Kopf behalten werden, endete der offizielle Teil der Abschlussfeier: Alle anwesenden Absolventinnen und Absolventen versammelten sich auf der Bühne und warfen ihre Bachelor- und Masterhüte in die Luft. Auf dem Bild zu sehen sind auch Hochschulpräsidentin Marion Halfmann, die Vizepräsidenten Peter Muck und Johannes Steinhaus, Kanzlerin Angela Fischer, Dekaninnen und Dekane sowie Professorinnen und Professoren.

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Für die Absolventinnen und Absolventen war das Hütewerfen der emotionale Höhepunkt. Foto: Nathan Dreesen

Dekaninnen und Dekane wünschen alles Gute für die Zukunft

Während die Absolventinnen und Absolventen der einzelnen Fachbereiche auf die Bühne traten, gab es zuvor Ansprachen der Dekaninnen und Dekane. Professor Norbert Seeger und Professorin Patrizia Ianiro-Dahm (beide Wirtschaftswissenschaften), Professor Richard Jäger (Angewandte Naturwissenschaften), Professor Sascha Alda (Informatik), Professor Christian Rexrodt (Nachhaltige Sozialpolitik) und Professorin Iris Groß (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation) sprachen über das Erreichte, gratulieren für ihre Fachbereiche und vor allem wünschten sie den Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die Zukunft.

Zur Erinnerung an ihre Studienzeit bekamen die Absolventinnen und Absolventen danach noch eine Schmuckurkunde als Symbol für das Abschlusszeugnis, bevor es dann mit DJ auf die Tanzfläche ging.

Spendenaktion für Partnerhochschule in der Ukraine

Viele Gäste zückten während und nach der Feier zudem noch ihre Geldbörse für die aktuelle Spendenaktion der H-BRS zugunsten ihrer ukrainischen Partneruniversität in Tschernihiw unter dem Titel „Energie für die Lehre“. Vizepräsident Professor Johannes Steinhaus warb für die Spendenaktion für die Partnerhochschule, mit der inzwischen eine sehr intensive Freundschaft entstanden sei. Mit dem Geld sollen Batteriespeicher gekauft werden. Aufgrund des russischen Angriffskrieges finden Vorlesungen und Seminare in Tschernihiw, das im Norden der Ukraine unweit der russischen Grenze liegt, nur noch online statt, um die Studierenden zu schützen. Dafür ist ausreichend Strom erforderlich.

17 regionale Sponsoren unterstützten die Absolvent:innenfeier 2026: Kreissparkasse Köln, Haribo, Wirtgen GmbH, ACP Group, Arbeiterwohlfahrt Bonn/Rhein-Sieg, Bechtle IT-Systemhaus Bonn, Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG, CSE Seekamp Elektroausrüstungen, Dr. Starck und Co., ELT Group, HiSolutions AG, IHK Bonn/Rhein Sieg, Innovatec, Solidaris, Sparkasse KölnBonn, Spectral Service AG und WetterOnline.

 

Pressebilder zum Download

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Das Bild werden viele von der Feier in Erinnerung behalten: das traditionelle Hütwerfen. Foto: Nathan Dreessen
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Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Foto: Nathan Dreessen
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Sprach für die Absolventinnen und Absolventen: Klara Ollesch. Foto: Nathan Dreessen
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Emotionaler Höhepunkt für die Absolventinnen und Absolventen war das Hütewerfen. Foto: Nathan Dreessen

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