5. Kölner Forum für Journalismuskritik

Donnerstag, 13. Juni 2019
Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) und die Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks laden am Freitag, 14. Juni 2019, zum 5. Kölner Forum für Journalismuskritik und zur Günter-Wallraff-Preisverleihung für kritischen Journalismus in den Kammermusiksaal des Deutschlandfunks . Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ist Mitveranstalter des Forums.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Grafik zum 5. Forum für Journalismuskritik. Quelle: Deutschlandradio

Worum geht es im Journalismus – um Wahrheit oder Umsatz, um Aufklärung oder Klicks? Diese ewige Frage ist in Zeiten bedrohter Geschäftsmodelle und digitaler Disruption so aktuell wie selten zuvor. "Wahrheit oder Ware?" lautet das Leitmotiv des 5. Kölner Forums für Journalismuskritik, das am Freitag, 14. Juni, um 10 Uhr in der Zentrale des Deutschlandfunks beginnt. Prof. Dr. Hektor Haarkötter, Geschäftsführer der INA und Professor an der H-BRS, ist Mitveranstalter und moderiert einige Workshops.

Diskussionsrunden

Die erste Diskussionsrunde beleuchtet das Thema "Um Gottes Willen? Religion und Weltanschauung in den Medien". Es diskutieren die Buchautorin, Senior Researcherin an der H-BRS und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lale Akgün, Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW-Bankengruppe , Mitglied im WDR-Rundfunkrat und ebenfalls frühere MdB, Klaus Pfeffer (Generalvikar Ruhrbistum Essen) und Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.

Die zweite Diskussionsrunde widmet sich der Frage "Europa – Nachrichtenjournalismus in der Krise?" mit Tanit Koch, Geschäftsführerin n-tv und Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL, Tonia Mastrobuoni, La Repubblica, und Martin Hoffmann, Stroer/t-online.de

"Alles was Recht ist – Verfassung, Paragraphen und Journalismus" lautet der Titel der dritten Gesprächsrunde mit Renate Jaeger, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht und am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, Thomas Fischer, ehemaliger Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, Stefan Müller-Römer, Anwalt für Medienrecht sowie Interims-Präsident des 1. FC Köln, und Sandra Schulz vom Deutschlandfunk.

Das Kölner Forum für Journalismuskritik dient der kritischen Auseinandersetzung mit dem Journalismus. „Gerade jetzt, da Informationen immer schneller verfügbar sind und Entwicklungen sich stark beschleunigt vollziehen, ist auffällig, wieviele relevante Nachrichten das Publikum nicht mehr erreichen“, so Professor Haarkötter. Seit 2015 organisieren und konzipieren INA und die Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks das Kölner Forum für Journalismuskritik. Mitveranstalter sind die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Otto-Brenner-Stiftung und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di.

Günther-Wallfraff-Preis für Journalismuskritik

Beim Forum verleiht die INA auch in diesem Jahr den Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik. Der oder die Preisträger werden erst dann bekanntgegeben. Preisträger des vergangenen Jahr war der Blog netzpolitik.org.

INA ist eine medienkritische Nicht-Regierungsorganisation. Sie macht die Öffentlichkeit regelmäßig auf Themen und Nachrichten aufmerksam, die aus ihrer Sicht von den deutschen Massenmedien vernachlässigt werden. Einmal jährlich präsentiert INA die Top Ten der sogenannten Vergessenen Nachrichten.

Anmeldung

Anmeldungen zu der Veranstaltung bitte per E-Mail an: veranstaltung@deutschlandfunk.de

Faltblatt zum 5. Forum für Journalismuskritik (2019):