Präsidentin Bornemeyer zu Besuch bei Präsident Ihne

Mittwoch, 22. Dezember 2021
Es war nicht ihr erster Besuch an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, aber ihr erster im neuen Amt: Seit September ist Prof. Dr. Claudia Bornemeyer Präsidentin der Rheinischen Fachhochschule Köln. Kurz vor Weihnachten besuchte sie nun den Campus Sankt Augustin, um sich mit Hochschulpräsident Hartmut Ihne auszutauschen. Themen hatten die beiden reichlich – von den Herausforderungen an die Lehre in der Pandemie über die Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) bis hin zu gemeinsamen Projekten.
Claudia Bornemeyer, Präsidentin der Rheinischen Fachhochschule Köln, und Hochschulpräsident Hartmut Ihne. Foto: Daniela Greulich
Gespräch in Sankt Augustin: Claudia Bornemeyer, Präsidentin der Rheinischen Fachhochschule Köln, und Hochschulpräsident Hartmut Ihne. Für das Foto nahmen die beiden kurz die Maske ab. Foto: Daniela Greulich

„Wir haben uns darüber ausgetauscht, wie wir kooperieren können“, sagte Ihne nach dem knapp zweistündigen Gespräch. Ein bereits angestoßenes Projekt ist zum Beispiel die Transferallianz für das Rheinische Revier (TARR), in der sich die H-BRS mit den fünf anderen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften aus der Region zusammengeschlossen hat, darunter die Rheinische Fachhochschule Köln. Gemeinsames Ziel: Unterstützung eines erfolgreichen ökologisch, ökonomisch und sozialen Transformationsprozesses nach dem Ende des Braunkohletageaus.

Einig waren sich Bornemeyer und Ihne auch über die Rolle der Forschung an den HAWs. „Den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften kommt nach 50 Jahren im Hochschulsystem eine enorm gewachsene Bedeutung zu“, betonte Ihne. Denn diese forschten mit Blick auf die gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Praxis und den rasanten Wandel, insbesondere durch den Klimawandel und die Digitalisierung. Sie bildeten zudem die dringend benötigten Fach- und Führungskräfte für erfolgreiches Wirtschaften, soziale Stabilität und innovative Entwicklungen aus. Das sei auch eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung, ergänzte Bornemeyer.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Ein großes Thema, das Präsidentin und Präsident bewegt, ist natürlich auch weiterhin, wie sich die Corona-Pandemie auf die Hochschulen auswirkt. „Das Wintersemester haben wir gemeistert. Nun stellt sich für uns die Frage, wie wir im Sommersemester einen hohen Anteil an Präsenzveranstaltungen anbieten können, um den Studierenden ihr Studierendenleben zurückgeben zu können“, sagte Bornemeyer. Beide zeigten sich hier optimistisch, dass das gelingen wird. „Wir haben in den beiden Corona-Jahren viel gelernt und sind gut vorbereitet“, lautete ihr Tenor.

Und welchen Eindruck hat Präsidentin Bornemeyer nun von der H-BRS? Ihr erster Besuch in Sankt Augustin liegt mehr als zehn Jahre zurück, damals war die promovierte Betriebswirtin noch Studiendekanin an der privaten „IU Internationalen Hochschule“. „Alles ist viel moderner, hier ist Bewegung spürbar. Die Hochschule geht mit der Zeit“, sagte sie.