Kommunikation und Marketing

Mit 95 Teraflops unterwegs

Freitag, 8. März 2019

"Spitzenforschung braucht Hochleistungsrechner", so lässt sich die Grundidee hinter dem von Professor Rudolf Berrendorf aufgebauten Rechnercluster an der H-BRS zusammenfassen. Der Professor am Fachbereich Informatik hat seit 2004 beständig und gemeinsam mit Kollegen den Hochleistungsrechnercluster an der Hochschule aufgebaut. Hochschulpräsident Professor Hartmut Ihne zeigt sich beim Besuch begeistert über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Forschungsinfrastruktur.

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"Zusammen leisten alle Prozessorkerne und Spezialprozessoren im Cluster 95 TeraFLOPS*. Wir bieten damit Rechenkapazität für anspruchsvolle Forschungsthemen wie Strömungssimulation, Optimierungsprobleme oder maschinelles Lernen", so Professor Berrendorf. "Um ein Gefühlt für die Leistungsfähigkeit des Rechnerclusters zu bekommen, lohnt sich der Blick auf einen einfachen Laptop." Der Verbund von inzwischen 87 Rechnern, die im Cluster zusammen agieren, sei 20.000-mal schneller, als sein eigener Laptop.

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Für die in der heutigen Forschung notwendigen komplexen Rechenoperationen sei zudem der Grad der Parallelität, also wie viele Prozesse gleichzeitig abgearbeitet werden könnten, wichtig. "Mit rund 5.000 parallel bearbeitbaren Prozessen sind wir an der H-BRS aktuell gut für kleinere bis mittlere Forschungsprojekte aufgestellt", so Berrendorf. Bei einem Rundgang präsentierte Berrendorf Hochschulpräsident Hartmut Ihne den aktuellen Ausbaustand des Clusters und gewährte umfängliche Einblicke in die digitale Infrastruktur des Projekts.

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Rund 100 Beschäftige und Studierende nutzten aktuell das Cluster, um Forschungs- und Entwicklungsaufgaben auf den Rechnern durchzuführen, so Berrendorf. Insbesondere Doktoranden mit ihren unterschiedlichen Forschungsthemen seien Hauptnutzer des Clusters. Mit dabei seien zudem über 20 Professorinnen und Professoren aus den Fachbereichen Angewandte Naturwissenschaften, EMT, Informatik und Sozialpolitik und Soziale Sicherung.

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Auch für externe Partner der Hochschule in Forschung- und Transferprojekten sei das Cluster von Interesse: So habe die Firma Sidact im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt Aeromat auf die Rechnerinfrastruktur zugegriffen. "Für besonders erfreulich halte ich es, dass auch die Motorsportler der Hochschule gemeinsam mit ihrem Faculty Advisor Professor Dirk Reith die Rechnercluster für Strömungssimulationen u.a. zur Optimierung der Karosserie nutzen", so Rudolf Berrendorf.

*TeraFLOPS

FLOP steht für "Floating Point Operations Per Second" (=Gleitkommaoperationen pro Sekunde) und ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit von Computern. Ein TeraFLOP entspricht einer Billion FLOPS. Zum Vergleich: klassische PCs haben Prozessoren, deren Leistung in der Regel im GigaFLOP-Bereich angesiedelt ist.

Kontakt

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Rudolf Berrendorf

Professor für Programmierung komplexer Systeme

Standort

Sankt Augustin

Raum

C 283

Adresse

Grantham-Allee 20

53757, Sankt Augustin