Sprachenzentrum
Stärkung der Partnerschaften im Kosovo: Neue Chancen für ISEE und darüber hinaus
Das 2014 ins Leben gerufene ISEE-Projekt bringt Studierende verschiedener Partnerhochschulen in einem internationalen Online-Austausch zusammen, der interkulturelle Kommunikation, Sprachenlernen und soziales Unternehmertum miteinander verbindet. In den vergangenen zwölf Jahren hat das Projekt Studierende der H-BRS mit Partnerhochschulen in Jordanien, China, Japan und – seit 2025 – auch im Kosovo zusammengebracht.
Über die ISEE-Partnerschaft hinaus
Über die bestehende ISEE-Partnerschaft hinaus traf sich Eileen Küpper auch mit Kolleginnen und Kollegen des Sprachenzentrums und des Fachbereichs Journalismus, um Möglichkeiten für eine weiterführende akademische Zusammenarbeit zu erörtern. Die Gespräche verdeutlichten das Potenzial, die Partnerschaft auf neue Bereiche auszuweiten und zusätzliche Möglichkeiten für einen grenzüberschreitenden Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden zu schaffen.
Ein Treffen mit Lindita Sejdiu, Koordinatorin des Sprachenzentrums der Universität Prishtina, konzentrierte sich insbesondere auf eine mögliche Zusammenarbeit im Bereich der Sprachprüfungen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen mögliche Formen des fachlichen Austauschs zwischen den beiden Sprachenzentren sowie Perspektiven für eine zukünftige Kooperation bei der Sprachstandserhebung und der Durchführung von Sprachprüfungen.
Die kosovarische Medienperspektive an die H-BRS bringen
Eine vielversprechende Idee, die während des Besuchs entstand, ist ein zweiter Online-Gastvortrag der Prodekanin Remzie Sahini-Hoxhaj. Bereits im vergangenen Jahr hielt sie im Rahmen des Kurses „Media & Culture“ von Frau Küpper einen Online-Gastvortrag für Journalismusstudierende der H-BRS über die Medienlandschaft des Kosovo. Während des Besuchs erörterten die Partnerinnen und Partner die Möglichkeit, sie im kommenden Semester erneut virtuell einzuladen und so den Austausch mit den Studierenden der H-BRS fortzusetzen.
Ein solcher Austausch würde Journalismusstudierenden die Gelegenheit bieten, direkt mit einer Medienwissenschaftlerin aus dem Kosovo ins Gespräch zu kommen und ein tieferes Verständnis für die dortige Medienlandschaft, den Journalismus sowie das breitere Medienumfeld des westlichen Balkans zu entwickeln. Zugleich würde er das Studium um eine internationale Perspektive ergänzen und den Dialog über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der europäischen Mediensysteme fördern.
Europäische Identität erkunden
Die Gespräche in Prishtina brachten darüber hinaus Ideen für neue gemeinsame Projekte außerhalb des ISEE-Rahmens hervor. Besonders vielversprechend ist eine Initiative, die Studierende der H-BRS und der Universität Prishtina zusammenbringen könnte, um sich gemeinsam mit Fragen europäischer Identität auseinanderzusetzen.
Ein solches Projekt könnte Studierende dazu anregen, aus unterschiedlichen nationalen, kulturellen und generationellen Perspektiven darüber nachzudenken, was es bedeutet, europäisch zu sein. Gleichzeitig würde es Raum für einen Dialog über gemeinsame Werte, Erfahrungen und Erwartungen schaffen. Das Projekt könnte den interkulturellen Schwerpunkt von ISEE sinnvoll ergänzen und zugleich ein neues Themenfeld für die Zusammenarbeit eröffnen.
Erasmus+-Mobilität: Partnerschaften durch persönlichen Austausch stärken
Der Besuch wurde durch das Erasmus+-Mobilitätsprogramm gefördert, das internationale Mobilität nicht nur für Studierende, sondern auch für Hochschulmitarbeitende unterstützt. Die Personalmobilität bietet eine wichtige Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenzulernen, institutionelle Partnerschaften weiterzuentwickeln und neue Möglichkeiten für Lehre, Lernen und gemeinsame Projekte zu identifizieren.
Ein besonderer Dank gilt den International Offices der H-BRS und der Universität Prishtina sowie insbesondere Sally Brammer und Afërdita Rexhepi. Mit ihrer Unterstützung haben sie diese Erasmus+-Mobilität ermöglicht und zur Stärkung unserer internationalen Partnerschaften beigetragen.
Der Besuch in Prishtina hat den Wert dieses persönlichen Austauschs deutlich gemacht. Aus Gesprächen, die zunächst im Zusammenhang mit der bestehenden ISEE-Partnerschaft geführt wurden, entwickelten sich schnell weiterführende Überlegungen zu neuen Gastvorträgen, studentischen Projekten sowie einer umfassenderen akademischen und europäischen Zusammenarbeit.
Während ISEE im Jahr 2026 sein zwölfjähriges Bestehen feiert, stellt der Besuch einen weiteren Schritt in der Entwicklung einer Partnerschaft dar, die sowohl geografisch als auch akademisch stetig wächst. Die neuen Ideen, die aus den Gesprächen in Prishtina hervorgegangen sind, zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen der H-BRS und der Universität Prishtina das Potenzial besitzt, weit über den ursprünglichen Rahmen von ISEE hinauszugehen. Dadurch können neue Möglichkeiten für Studierende und Mitarbeitende entstehen, gemeinsam zu lernen, Ideen auszutauschen und europaweite Verbindungen aufzubauen.
Kontakt
Eileen Küpper
M.Sc., Lehrkraft für besondere Aufgaben für Englisch, Interkulturelle Kommunikation und Diversity Management, Fachleiterin Englisch im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Rheinbach
Standort
Rheinbach
Raum
A 156
Adresse
von-Liebig-Straße 20
53359 Rheinbach
Kontaktzeiten
mittwochs, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr (ausschließlich während der Vorlesungszeit, nur telefonisch): zusätzlich nach Vereinbarung (Terminabsprache per E-Mail oder Telefon)
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