Janina Pakusch, Wirtschaftswissenschaften

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

„Wir schaffen das, wir kriegen das hin.“ Genau so  ist Janina Pakusch. Ehrlich, offen und positiv zum Leben eingestellt. Janina Pakusch kann man guten Gewissens eine rheinische Frohnatur nennen. Das hat sie wohl auch ihrem Geburtsort Bergisch Gladbach zu verdanken.

Von 2006 bis 2010 studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Vor ihrem Studium wusste sie gar nicht, dass es in Sankt Augustin eine Hochschule gibt, das mussten ihr erst Freunde erzählen.

Nach der Schule machte Pakusch zunächst eine Berufsausbildung zur Bürokauffrau. Bevor sie sich für das Studium an der H-BRS entschied, schaute sie in Rankings nach, wie die Hochschule abschnitt. „Es klang sehr interessant, allein wegen der Praxisnähe“, so Pakusch. 

Sie sagt von sich, sie sei ein großer Fan des Studiums gewesen. Wie in einer Gemeinschaft habe sie sich gefühlt – einer Gemeinschaft, in der es zwar viel zu tun gab, jedoch das Lernen auch sehr viel Spaß machte. 

Nach ihrem Abschluss hatte Pakusch es einfach: Sie schrieb zwei, drei Bewerbungen, schon hatte sie einen Job bei Bayer. Diesen schnellen Berufseinstieg hatte sie auch ihrer Berufsausbildung und ihrer Auslandserfahrung zu verdanken, die sie in London bei Lufthansa sammelte und in Schottland beim Auslandssemester in Aberdeen.

Heute arbeitet Janina Pakusch bei Siegwerk Druckfarben in Siegburg. Über einen Headhunter hatte ihr das Siegburger Unternehmen den Job an der Schnittstelle zwischen IT und Business angeboten. „Der perfekte Job“ für sie, die sie beide Seiten, die Technik und das Business, kennengelernt hatte. Sie managt mit ihrem Team die Geschäftsprozesse in den Bereichen Finanzen und Controlling. 

In ihren Berufen hat Pakusch viele Auslandserfahrungen sammeln können: Philippinen, Ukraine, Indien. Probleme, mit anderen Kulturen klarzukommen, hatte  sie nie. „Es ist spannend neue Menschen kennenzulernen, Neues über andere Kulturen kennenzulernen, neue Ideen umzusetzen oder neue Konzepte zu gestalten.“

Sich selbst würde sie neben den positiven Aspekten vor allem als ungeduldig bezeichnen. Das ist auch der Grund, warum sie innerhalb von fünf Jahren im Berufsleben schon zweimal den Job gewechselt hat. Sie hatte einfach keine Lust, auf Besserung zu warten. Deshalb nimmt sie gerne selbst das Zepter in die Hand. Jetzigen Studenten und Berufsanfängern rät sie deshalb, aus Fehlern zu lernen. Doch wenn der derzeitige Chef diese nicht akzeptiere, sei man an diesem Platz falsch aufgehoben. Auch sollte man sich zwei bis drei Monate Auszeit nach dem Studium gönnen und keine Angst vor neuen Aufgaben haben.

Dass auch Janina Pakusch ein humorvoller Mensch ist, zeigen zwei kurze Geschichten aus ihrem Leben. Auf den Philippinen war sie sehr verdutzt, als sie die riesigen Ananasfelder sah. Pakusch wusste bis dahin nicht, wie Ananas’ wachsen. Ohne Scheu erzählt sie, dass sich ihre Kollegen über sie kaputt gelacht hätten. Und ein Problem, über sich selbst zu lachen, hat sich selbst auch nicht.

Auch eine Geschichte aus ihrem Studium lässt die offene Art von Pakusch durchblitzen. Einer ihrer Professoren nannte sie versehentlich Frau Pukasch. Das ging so weit, dass auch ihre Freunde sie heute noch spitznamentlich "Pukasch" nennen.