Internationale Stipendiaten zu Gast

Mittwoch, 11. September 2019
Die Forschungsgruppe "Nachhaltige Materialien" um Prof. Dr. Margit Schulze hat auch in diesem Jahr wieder für drei Monate zwei internationale Stipendiaten zu Gast.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
V. l.: Dominik Büchner, Deborah Turetsky, Markus Witzler, Roman Kolevatov. Photo: Philipp Gillemot (2019)

Deborah Turetsky aus den USA über das RISE-Programm (Research Internships in Science and Engineering) des Deutschen Akademischen Auslandsdiensts (DAAD) und Roman Kolevatov aus Israel über das NRW-Nahost-Stipendienprogramm. Eine zweite RISE-Studentin, die bereits der Gruppe zugeteilt war, konnte das Stipendium aus persönlichen Gründen dieses Jahr leider nicht annehmen.

Beide Studierende unterstützen die Doktoranden Dominik Büchner und Markus Witzler, die in den Projekten "TestMedgO" und "HybridKEM" an Trägermaterialien zur Knochenregeneration forschen.

Deborah Turetsky von der Northwestern University bei Chicago, IL, USA hat sich im RISE-Auswahlprozess als eine von zehn Bewerbern auf den angebotenen Stipendienplatz durchgesetzt. Sie studiert derzeit im letzten Jahr ihres Bachelor-Studiengangs "Biomedical Engineering" und hat an ihrer Heimatuniversität zuletzt metallorganische Gerüstverbindungen gegen chemische Kampfstoffe in Textilien integriert. In ihrer 10-wöchigen Zeit in Rheinbach unterstützt sie ihren Betreuer Dominik Büchner bei der Dotierung von Calciumphosphaten mit anderen Elementen wie Magnesium oder Silicium, um deren Eigenschaften als artifizielles Trägermaterial für die stammzellbasierte Knochenregenation zu verbessern.

Roman Kolevatov studiert Chemie, Ingenieurwesen und Materialwissenschaften an der Tel Aviv University, Israel, ein Studiengang ähnlich dem der H-BRS in Rheinbach, und befindet sich ebenfalls kurz vor seinem Bachelorabschluss. Er besitzt bereits Erfahrung im 3D-Druck von Hydrogelen zur Verbesserung von In Vitro Fertilisationsprozessen und unterstützt während seines 12-wöchigen Aufenthalts Markus Witzler bei der Entwicklung von Systemen zur gesteuerten Wirkstofffreisetzung auf Basis von Polysaccharid-Hydrogelen.

Auf die Frage, warum sie sich auf die Stipendien beworben haben, antwortet Debbie, dass ihr das Projekt direkt zugesagt hatte und sie selbst die exzellente Wissenschaftskultur in Deutschland erleben wollte. Roman fügt hinzu: "Deutschland ist eines der führenden Länder in Wissenschaft und Technik, da liegt es nahe, dort hinein zu schnuppern."

Natürlich bleibt neben der Forschungsarbeit für beide auch Zeit, die Kultur Deutschlands und Europas zu erleben und die Region Köln-Bonn ausgiebig zu erkunden.