Vier-Eins-Modell (Lehre)

In den Bachelor-Studiengängen wird das Semester in eine besondere Struktur eingeteilt, um Studierende im selbständigen Arbeiten zu unterstützen. Dafür ist das Semester in eine Folge von jeweils vier Vorlesungswochen und eine praktische Blockwoche aufgeteilt. Dieses didaktische Konzept heisst Vier-Eins-Modell.

In den Vorlesungswochen finden die normalen Lehrveranstaltungen mit Vorlesung, Übung und Praktikum statt. In den Blockwochen haben die Studierende dagegen zeitlichen Freiraum, um durch Selbstlernphasen und Problembasiertes Lernen (PBL) Projekte selbständig zu erarbeiten.

In den ersten beiden Semestern wird in der Blockwoche pro Tag jeweils ein Modul wiederholt. Typischerweise werden Übungsaufgaben ausgegeben, die von den Studierenden zunächst selbstständig bearbeitet werden. Am Nachmittag werden dann die Ergebnisse verglichen und aufgetretene Fragen diskutiert.

Ab dem dritten Semester finden in der Blockwoche das gesamte Semester laufende Projekte statt. Neben der technischen Projektplanung muss der Stand des Projektes am Ende jeder der drei Blockwochen präsentiert werden. Dadurch werden auch überfachliche Lehrinhalte wie Projektmanagement und Präsentationstechniken in einem realen Projekt vermittelt.

Das Vier-Eins-Modell wurde 2011 mit dem Innovationspreis der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ausgezeichnet.