Promovierende im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

"Angewandte Forschung ist jeden Cent wert." (Lena Cassens, Doktorandin im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)

Angewandte Forschung in den Wirtschaftswissenschaften ist ausgesprochen vielfältig. Nachfolgend geben wir einen kleinen Einblick in die Themenvielfalt von Forschungsarbeiten und listen auf, von wem unsere Doktorandinnen und Doktoranden an der H-BRS betreut werden. Weiterführende Links führen zu Forschungsinstituten, Kooperationspartnern, Veröffentlichungen u.ä. (Auswahl, Stand September 2020).
 

Callistus Agbaam, IZNE
In den letzten zwei Jahrzehnten sind Reformen des Sozialschutzes zu einem globalisierten Phänomen geworden. Viele nationale Regierungen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, insbesondere in Afrika, Asien und Lateinamerika, haben sich die Logik dieser Reformen zu eigen gemacht und weiten nun die Deckung ihrer öffentlichen Sozialschutzsysteme aus. Trotz der jüngsten Verbreitung von Sozialschutzreformen in den Entwicklungsländern ist jedoch noch nicht viel getan worden, um die Schlüsselfragen zu erklären, die die Reformprozesse selbst betreffen. Ein großer Teil der vorhandenen wissenschaftlichen Beweise konzentriert sich weitgehend auf die Gestaltung und die Auswirkungen des Sozialschutzes. Doktorand Callistus Agbaam versucht daher, die Faktoren im Zusammenhang zu erklären, die die öffentliche Unterstützung für die Reformen des Sozialschutzes bestimmen. Darüber hinaus analysiert er in seiner Studie auch, wie und auf welche Weise die öffentliche Unterstützung zur politischen Nachhaltigkeit von Reformen in den Entwicklungsländern beitragen könnte.
Betreuung: Prof. Dr. Katja Bender

 

Lukas Böhm
Shared Mobility kann zu einer treibenden Kraft hinter der dringend erforderlichen Mobilitätswende werden. Während Angebote wie Car-, Bike- oder Scooter-Sharing in Städten ein rasantes Wachstum erleben und dort den ÖPNV ergänzen, sind die meisten Menschen in ländlichen Gebieten auf ein privates Auto angewiesen. Doktorand Lukas Böhm beschäftigt sich im Rahmen seiner Promotion damit, technische, finanzielle und organisatorische Hürden für potentielle Anbieter zu senken. Zentral dafür ist die Entwicklung einer dezentralen Mobilitätsplattform, die auf Basis eines Bottom-up-Ansatzes Shared Mobility auch im ländlichen Raum ermöglichen soll. Weitere Infos zum Projekt.
Betreuung: Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Andrew Boogaards, IZNE
Indigene Völker auf der ganzen Welt sind von einem kontinuierlichen wirtschaftlichen Wandel auf dem Lande betroffen. Auf grundlegender Ebene hat die Integration marktwirtschaftlicher Aktivitäten in traditionelle Lebensstile tief greifende Auswirkungen auf ihre Kultur, Umwelt und Lebensgrundlagen gehabt. Doktorand Andrew Boogaards hat mit indigenen Gemeinschaften im Süden Guyanas zusammengearbeitet, um die verschiedenen Strategien für den Lebensunterhalt zu untersuchen, die lokale indigene Völker anwenden, um ihre traditionellen Praktiken mit marktwirtschaftlichen Aktivitäten in Einklang zu bringen, insbesondere während einer globalen Pandemie. In seiner Studie wird er untersuchen, wie sich die Schutzmaßnahmen, die die Einführung von COVID-19 in der Region verhindern sollten, auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Anwohnern und den Goldgräbern ausgewirkt haben und ob eine Unterbrechung dieser Beziehung dazu geführt hat, dass die Anwohner von marktwirtschaftlichen Aktivitäten weg und hin zu traditionellen Subsistenztätigkeiten übergegangen sind.
Betreuung: Prof. Dr. Katja Bender

 

Paul Bossauer
Der motorisierte Individualverkehr ist in Deutschland mit 45 % noch immer das meistgewählte Verkehrsmittel. Gleichzeitig stehen private Fahrzeuge im Durchschnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt im öffentlichen Raum. Insbesondere in ländlichen Regionen ist die Abhängigkeit von einem privaten Fahrzeug aufgrund mangelnder Mobilitätsalternativen und Sharing-Konzepten groß. Das mangelnde Angebot an Mobilitätsdiensten ist häufig der fehlenden Wirtschaftlichkeit für Mobilitätsanbieter geschuldet. Doktorand Paul Bossauer untersucht in seiner Promotion wie neue Technologien, z.B. die Blockchain-Technologie, sinnvoll eingesetzt werden können, um das Mobilitätsangebot im ländlichen Raum zu verbessern und insbesondere das Teilen von Fahrzeugen durch Kommunen, Vereine, Unternehmen mit eigenen Flotten und Privatpersonen zu fördern. Paul Bossauer forscht im  Projekt maas4 bzw. in der Forschungsgruppe Verbraucherinformatik
Betreuung: Prof. Dr. Dirk Schreiber/ Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Lena Cassens
Dynamische Preismodelle sind in einigen Branchen insbesondere bei Reise- und Flugbuchungen längst keine Seltenheit mehr. Dabei werden Preise für identische Produkte aufgrund von veränderten Marktbedingungen im Zeitablauf dynamisch und mittlerweile in Echtzeit angepasst. Doktorandin Lena Cassens beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit den Auswirkungen dieser Preispolitik auf das Verbraucherverhalten. Mit Ihren Erkenntnissen möchte sie zeigen, inwiefern Kunden dynamische Preise wahrnehmen und akzeptieren und weiterhin welches Potenzial das Modell in Branchen wie dem Lebensmitteleinzelhandel bietet. Lena Cassens ist seit 2019 Stipendiatin des Graduierteninstituts (Reiner Clement-Stipendium).
Betreuung: Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Jéssica Francine Felappi, IZNE
Städtische Grünflächen sind mit vielfältigen Vorteilen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen sowie für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt verbunden. Weniger bekannt ist, welche Rolle die Qualität von Grünflächen für die Bereitstellung dieser Dienstleistungen spielt und welche Konflikte entstehen können, wenn an einem Ort (städtischer Park) mehrere Funktionen kombiniert werden. In ihrer Forschung untersucht Doktorandin Jéssica Felappi, welche Parkmerkmale sich auf die psychische Gesundheit und die Förderung der Biodiversität in einer Megastadt des globalen Südens (Sao Paulo, Brasilien) auswirken. Ziel ist es, Synergien und Herausforderungen zwischen den Erfordernissen der menschlichen Nutzung und dem Erhalt der biologischen Vielfalt zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für die Planung und Verwaltung multifunktionaler Stadtparks entwickeln zu können.
Betreuung: Prof. Dr. Wiltrud Terlau

 

Silvia Berenice Fischer, IZNE
Städte sind in hohem Maße anfällig für die Auswirkungen extremer Wetterereignisse; Auswirkungen wie: Anstieg der Extremtemperaturen, Zunahme extremer Regenfälle und Überschwemmungen, Verschärfung der Hitze auf den Inseln, Rückgang der Ernteerträge und Unsicherheit der städtischen Nahrungsmittelversorgung dürften die Anfälligkeit städtischer Agrarsysteme erhöhen. In diesem Sinne sind Vulnerabilitäts- und Risikobewertungen unerlässlich, um Praktiker und Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen, zu erkennen, wer die gefährdeten sozialen Gruppen sind und warum, damit sie wirksame Anpassungsmaßnahmen festlegen können. Am Beispiel der Stadt Sao Paulo bewertet Doktorandin Silvia Berenice Fischer aus sozial-ökologischer Sicht die Verwundbarkeit der städtischen und stadtnahen Landwirtschaft durch extreme Wetterereignisse sowie die aktuellen Anpassungsstrategien. Mit Hilfe eines gemischten Ansatzes charakterisiert sie die Verwundbarkeit und analysiert die Anpassungsstrategien der städtischen Landwirte. Ihre Studie soll zur Entwicklung von politischen Optionen beitragen, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen und die Anfälligkeit gegenüber extremen Wetterereignissen zu verringern.
Betreuerin: Prof. Dr. Wiltrud Terlau

 

Argang Ghadiri
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement rückt immer mehr in den Fokus der Unternehmen, um die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern und zu erhalten. Vielfältige Angebote aus den Bereichen Entspannung, Ernährung und Bewegung werden mittlerweile in der Praxis angeboten, um sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit positiv zu beeinflussen. Jedoch sind kaum ökonomische Betrachtungen der Gesundheitsangebote und -wirkungen in der Praxis und Forschung vorzufinden. Ziel der Forschungsarbeiten von Doktorand Argang Ghadiri ist es daher, Maßnahmen im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, wie u.a. Arbeitspausen und die gesunde Führung, auf ihren Beitrag zur Steigerung der Gesundheit und Produktivität zu evaluieren.
Betreuung: Prof. Dr. Theo Peters

 

Pascal Görres
Weltweit lassen sich Familienunternehmen in unterschiedlichsten Formen auffinden. Vom Kleinstunternehmen bis hin zum international agierenden Großunternehmen ist alles vertreten. So verschieden Familienunternehmen auch sind, stehen sie doch alle irgendwann vor der großen Herausforderung der Unternehmensnachfolge. Wie kann der Erfolg einer solchen Unternehmensnachfolge sichergestellt werden? An dieser Stelle kommt das Controlling ins Spiel. Doktorand Pascal Görres untersucht, inwiefern das Controlling als Enabler für einen erfolgreichen Nachfolgeprozess auftreten kann und welchen Einfluss es somit auf einen nachhaltigen Unternehmensfortbestand nimmt. Dabei sollen auch die besonderen Charakteristika der unterschiedlichen Typen von Familienunternehmen mit deren individuellen Ausgestaltungen des Controllings Berücksichtigung finden. Betreuung: Prof. Dr. Andreas Wiesehahn

 

Andreas Hahn
Wie sieht die Mobilität in Zukunft aus? Angesichts des Klimawandels, hoher Feinstaubwerte und verstopfter Innenstädte wird diese Frage zurzeit gesellschaftlich verhandelt, und das durchaus emotional. Der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen steht für Doktorand Andreas Hahn im Mittelpunkt der Mobilität. Ein Schwerpunkt seiner Verkehrsforschung liegt auf der Rolle des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kontext einer notwendigen Verkehrsverlagerung vom deutschlandweit immer noch dominierenden motorisierten Individualverkehr (IV). Dabei befasst er sich besonders auch mit der Auswirkung technologischer Entwicklung wie z. B. Smart City auf die Mobilität der Zukunft.
Betreuung: Prof. Dr. Dirk Schreiber, Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Christine Kawa
Doktorandin Christine Kawa
erforscht, wie Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zu einem gesünderen Leben bewegt werden können. Die Studierenden verbringen einen Großteil ihres Alltags auf dem Campus und oft hilft schon „ein kleiner Stups“ in die richtige Richtung, um gesundheitsförderliches Verhalten hervorzurufen. Christine Kawa untersucht unter anderem mit experimentalpsychologischen Methoden, wie nur kleine Veränderungen in alltäglichen Entscheidungssituationen als Interventionen eine positive Veränderung im Gesundheitsverhalten der Zielgruppe hervorrufen können. Erfolgreiche Interventionen sollen dann zukünftig an der Hochschule integriert werden, um das Gesundheitsverhalten der Studierenden nachhaltig zu fördern. Christina Kawa forscht im Projekt Gesunde Hochschule
Betreuung: Prof. Dr. Patrizia Ianiro-Dahm

 

Rebecca Komp
Sind geringe Fehlzeiten zwangsläufig ein Indiz für gesunde Mitarbeiter*innen? Dieser Frage geht Doktorandin Rebecca Komp nach und untersucht in ihrer Dissertation das Phänomen des sogenannten Präsentismus. Präsentismus bezeichnet das Verhalten, am Arbeitsplatz zu erscheinen, obwohl der Gesundheitszustand so beeinträchtigt ist, dass sich die entsprechenden Mitarbeiter*innen eigentlich zu Hause erholen sollten. Durch qualitative und quantitative Studien sollen Gründe für Präsentismus identifiziert sowie die negativen Auswirkungen aufgezeigt und darauf aufbauend Maßnahmen zur Reduzierung von Präsentismus entwickelt werden. Im weiteren Verlauf der Promotion wird auch Präsentismus bei Studierenden im Fokus stehen. Rebecca Komp forscht im Projekt Gesunde Hochschule
Betreuung: Prof. Dr. Patrizia Ianiro-Dahm

 

Dennis Lawo
Negative soziale und ökologische Folgen unserer westlichen Ernährungsmuster werden immer offensichtlicher – dabei tut Verhaltensänderung dringend Not. Während einige Konsumierende bereits versuchen, sich nachhaltiger zu ernähren, stellt dies für die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher noch eine große Hürde dar. Doktorand Dennis Lawo beschäftigt sich im Rahmen seines Promotionsprojektes mit der Gestaltung von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) zur Unterstützung nachhaltiger Konsumpraktiken. Grundlegend für das praxistheoretische Verständnis des Konsums ist hierbei eine Abkehr von motivierender IKT, z.B. Eco-Feedback zum Umwelteinfluss des Einkaufs, und ein stärkerer Fokus auf die alltäglichen Hürden nachhaltigen Konsums. Vor diesem Hintergrund ist der Forschungsansatz des Promotionsvorhabens zweigeteilt: Einerseits wird der Konsumwandel von nachhaltig Konsumierenden untersucht, um deren Alltagsprobleme zu verstehen. Darauf aufbauend werden IKT-Prototypen zur Auflösung ebendieser entwickelt und evaluiert. Diese Prototypen sind z.B. Apps zum Auffinden nachhaltiger Produkte in unübersichtlichen Supermarktsortimenten oder Websites zur Vermittlung der notwendigen Kompetenzen zum Kochen fleischfreier Gerichte.
Betreuung: Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Ben Lenk-Ostendorf
In vielen Regionen mangelt es an psychotherapeutischem Fachpersonal, sodass zu behandelnde Personen lange auf Termine warten müssen. Um diese Wartezeiten zu überbrücken, nehmen manche Betroffenen vorrübergehend therapeutische Hilfen über das Internet in Anspruch. Leider sind diese Hilfen (Interventionen) meist recht eintönig, was zu hohen Abbruchraten führt. Wie gelingt es uns also Interventionen zu erstellen, die nicht nur helfen, sondern auch Spaß machen? Mit diesem Forschungsfeld setzt sich Doktorand Ben Lenk-Ostendorf auseinander. Er versucht systematisch Interventionen in Spiele zu verwandeln, damit Gesundheit Spaß macht.
Betreuung: Prof. Dr. Christine Syrek

 

Klaudia Michalek-Kursawe, IZNE
Während der vergangenen Jahre haben Entwicklungs- und Schwellenländer zunehmend neue Konzepte der Ausweitung sozialer Krankenversicherung auf den informellen Sektor erprobt. Eine flächendeckende Versicherung der gesamten Bevölkerung in Form einer universellen Krankenversicherung ist eine davon. Anspruch auf Versicherungsleistung kann jedoch auch Anreize zur Verhaltensänderung schaffen. Aus diesem Grund untersucht Klaudia Michalek-Kursawe in ihrer Forschung die Auswirkungen einer universellen Krankenversicherung auf arbeitsmarktrelevante Variablen und Humankapital im informellen Sektor. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Arbeitern mit einem niedrigen Humankapitalniveau, die meist unqualifizierter Arbeit im Agrarsektor nachgehen. Im Weiteren wird auch untersucht, welche politischen Instrumente einen Übergang in formelle Beschäftigung fördern können.
Betreuung: Prof. Dr. Katja Bender

 

Christina Pakusch, TREE
Experten sehen im Autonomen Fahren ein großes Potential, um heutigen Verkehrsproblemen zu begegnen. Verkehrsunfälle könnten reduziert, der Verkehrsfluss effizienter und in der Folge klimaschädliche Emissionen verringert werden. Zudem könnte durch automatisierte Mobilität on demand die Anzahl der Fahrzeuge auf dem Straßen substantiell reduziert werden. Doktorandin Christina Pakusch untersucht die potentiellen Technikfolgen von geteilten autonomen Fahrzeugen (shared autonomous vehicles) in Hinblick auf ihre ökologischen (Reboundeffekte) und sozialen Auswirkungen (Jobverluste) mit dem Ziel, mögliche nicht-intendierte Effekte frühzeitig zu identifizieren und so zur Entwicklung umwelt- und sozialverträglicher Gestaltung automatisierter Mobilität on demand beizutragen.
Betreuung: Prof. Dr. Dirk Schreiber, Prof. Dr. Gunnar Stevens

 

Aleksandra Paluch
Persönlichkeiten gründen Unternehmen. Ausgehend von einem Fragebogen zur Erfassung von Persönlichkeitsmerkmalen erfolgreicher Unternehmensgründer, konzipiert Aleksandra Paluch ein modulares Coaching-Konzept, welches je nach Ausprägung des Persönlichkeitsmerkmals individuell auf den Unternehmensgründer angepasst werden kann. Neben der Evaluierung des Konzeptes klärt sie weiterhin die Frage nach der Veränderung der für erfolgreiche bzw. erfolglose Unternehmensgründer spezifischen Persönlichkeitsmerkmale und untersucht, ob sich das Wohlbefinden der gecoachten Unternehmensgründer von dem nicht-gecoachter Gründer unterscheidet. Weitere relevante Konstrukte, wie z. B. die individuelle Kompetenz, mit Veränderungen umzugehen, zu kommunizieren oder die Fähigkeit zum Networking, sollen die Forschungsfrage im Laufe der Promotion erweitern.
Betreuung: Prof. Dr. Peter Muck

 

Ana Maria Perez Arredondo, IZNE
Die Doktorandin Ana Maria Perez Arredondo erforscht die Verbindungen von Mensch und Tier mit ihrer Umwelt, besser bekannt als der "One-Health"-Ansatz, und deren Integration in die ghanaische Landespolitik. Ihr Interesse gilt der Hauptstadt von Ghana, Accra, und der dortigen intersektoralen Zusammenarbeit, die es verschiedenen Akteuren ermöglicht hat, umfassende Gesundheitsergebnisse für alle zu erzielen. Da die Aufnahme des "One-Health"-Ansatzes in die politische Agenda Ghanas relativ neu ist, evaluiert die Doktorandin Ana Maria Perez Arredondo die Prozesse der Politikentwicklung und -umsetzung und untersucht die Beziehung zwischen verschiedenen Umfeldern (z.B. sozial, politisch, wirtschaftlich, bebaut, natürlich) und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Armut.
Betreuung: Prof. Dr. Katja Bender

 

Dina Ramien
Das Streben nach mehr Leistung ist in der heutigen Gesellschaft ein Phänomen, welches längst nicht mehr nur in Verbindung mit Sport gebracht wird. Der Versuch, die kognitive Leistungsfähigkeit gesunder Personen durch die Einnahme psychoaktiver Substanzen zu steigern, wird als Neuroenhancement bezeichnet. Doktorandin Dina Ramien geht in ihren Forschungsarbeiten folgender Frage nach: Existieren eindeutige Ursachen und Einflussfaktoren, die die Einnahme von Neuroenhancementsubstanzen auslösen? Durch empirische Untersuchungen sollen Gründe für Neuroenhancement identifiziert werden und darauf aufbauend differenzierte Präventionsmaßnahmen zur Reduzierung von Neuroenhancement entwickelt werden.
Betreuung: Prof. Dr. Christina Syrek

 

Anna Röltgen
Digitale Medien verändern unsere Kommunikation und damit auch die Zusammenarbeit innerhalb von Teams sowie zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden. Doktorandin Anna Röltgen erforscht, welche Führungsverhaltensweisen bei digitaler Zusammenarbeit motivierend wirken, welche Skills Voraussetzung für eine gute digitale Zusammenarbeit sind und wie diese verbessert werden kann.
Betreuung: Prof. Dr. Christina Syrek

 

Usha Singh
„War for Talent“ ist in Zeiten des Fachkräftemangels der Kampf um qualifizierte Mitarbeitende. Durch Globalisierung und demografischen Wandel sind auch deutsche Unternehmen mitten drin in diesem Kampf um die besten Köpfe. Doktorandin Usha Singh erforscht, wie Bereiche der Personalplanung in Unternehmen optimiert werden können: Inwiefern können sichtbare Merkmale wie z.B. der Gesichtsausdruck oder die Generationenzugehörigkeit in Bewerbungsverfahren genutzt werden? Haben jüngere Generationen, insb. die Generation Y, andere Arbeitsvorstellungen als Personen die älteren Generationen angehören? Unterschiedlich alte Mitarbeitende können zudem unterschiedliche Gesundheitsbedürfnisse haben. Deshalb hinterfragt Usha Singh auch Trends im nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagement vor allem in Bezug auf die Pausengestaltung. Usha Singh ist seit 2017 Stipendiatin des Graduierteninstituts (Reiner Clement-Stipendium).
Betreuung: Prof. Dr. Theo Peters