Gleichstellung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Geschlechterbewusste (Bild-)Sprache
Bilder sind beeinflusst durch und prägen gleichzeitig & meist unbewusst unser Verständnis davon, wer in MINT dazugehört und wer nicht. Sie transportieren Rollenbilder, die entweder einengen oder neue Möglichkeiten sichtbar machen. Eine geschlechtersensible Bildsprache hilft dabei, Vielfalt als Normalität zu zeigen und Barrieren in den Köpfen abzubauen. Gerade in der Hochschulkommunikation wirkt sie nach innen wie nach außen – auf Studieninteressierte, Studierende und Mitarbeitende. Wer hier bewusst auswählt, trägt dazu bei, dass sich mehr Menschen angesprochen und zugehörig fühlen.
Ein Schnellcheck:
1. Wer ist zu sehen?
Ist mehr als ein Geschlecht sichtbar? Wenn nein: anderes Bild wählen.
2. Wer macht was?
Zeigen Sie Frauen, nicht-binäre Personen oder Rollstuhlfahrer:innen auch in aktiven, fachlichen Rollen – nicht nur danebenstehend oder unterstützend.
3. Wer steht im Fokus?
Frauen bewusst auch vorne, zentral und groß im Bild platzieren. Nicht immer die gleiche Personengruppe in den Vordergrund setzen.
4. Körperhaltung & Mimik
Achten Sie auf Haltung und Ausdruck: aufrecht, zugewandt, handelnd. Vermeiden Sie passive, beobachtende, lächelnde Klischee-Positionen bei Frauen, während Männer aktiv sind und mit ernsthaftem Gesichtsausdruck erklären.
5. Kleidung
Keine klischeehaften Zuschreibungen verstärken. Frauen nicht auffällig „anders“ inszenieren (z. B. unpraktische Kleidung im Labor), sondern realistisch und gleichwertig zur Situation.
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Anne Heinrich
Gender Consultant, Drittmittelberatung, Sensibilisierung für Rollenklischees
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