5 Jahre angewandte Forschung im Dienste einer offenen und sicheren Gesellschaft

Die Sicherheitsforschung ist ein eigenständiger wichtiger Forschungsbereich und das Thema Zivile Sicherheit – hier die Bedrohungen durch Terrorismus - fester Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Für den Standort Deutschland als größten europäischen Industriestaat und Transitland im Zentrum von Europa ist eine umfassende Kompetenz im Bereich der Sicherheitstechnologien - hierzu zählt auch das Themengebiet Detektionstechnologien - von essentieller Bedeutung.

In 2010 wurden verschiedene Forschungsaktivitäten der  Hochschule Bonn-Rhein-Sieg im neu gegründeten Institut für Detektionstechnologien (IDT) gebündelt. "Gefahren sichtbar machen, Gefahren abwenden" ist die Leitlinie unserer Anstrengung in Forschung und Lehre.

Die Entwicklung und Bewertung von neuen chemischen Sensoren und Detektionsverfahren zur Identifizierung und Lokalisierung von Gefahrstoffen und Gegenständen mit Gefahrstoffen - hier insbesondere von Explosivstoffen, Drogen, Minen und Sprengvorrichtungen - ist im Rahmen der Abwehr von Bedrohungen für Personen und Einrichtungen ein zentrales Arbeitsgebiet des Institutes für Detektionstechnologien (IDT).

Umfangreiche Forschungsprojekte auf den Themengebieten Sensorik, Analytik und der Detektion von Explosivstoffen wurden in den zurückliegenden Jahren durchgeführt. Besonders im Bereich der Bewertung von Sensoren und Detektoren sowie der Entwicklung und Anwendung von Verfahren im Bereich der Spurenanalytik konnten spezifische Kernkompetenzen aufgebaut werden.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

 

Stoffwissen erlangen, Szenarien verstehen, Technik entwickeln – Prozesse, die Ideen erfolgreich in Produkte umsetzen

In Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinstituten, der Industrie sowie Behörden und Organisationen mit Schutzaufgaben werden entsprechende Entwicklungsleistungen im Rahmen von nationalen und internationalen F+T-Projekten bearbeitet. Hierbei liegt unsere Expertise in der Charakterisierung von explosionsfähigen Stoffsystemen sowie bei der Entwicklung von neuen Prüf- und Detektionstechniken. Im Fokus stehen mobile und abstandsfähige Sensorplattformen, Netzwerke mit chemischen Sensoren sowie das Forschungsgebiet "living sensors - Sprengstoffspürhunde" zur Erkennung von Explosivstoffen in Szenarien mit einer zivilen und militärischen Ausrichtung. Hierbei stehen dem Institut, welches zu 100 % drittmittelfinanziert ist, modernste Analysentechniken und Detektoren, insbesondere für den Bereich der Spurenanalytik, zur Verfügung. Im Fokus der Forschung stehen folgende Themen:

  • Intelligente Probenahmesysteme
  • Laserbasierte Detektionsverfahren
  • Standards für ETD
  • Chemische Sensoren
  • Living – Sensors - Spürhunde

Auf dem Gebiet der olfaktorischen Detektion von Gefahren durch luftgetragene Schadstoffe  mit Hunden besitzt das IDT innerhalb Deutschlands ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. In aktuellen Forschungsprojekten werden zurzeit grundlegende Untersuchungen für die Bewertung neuer Anwendungsgebiete beim Einsatz von Sprengstoffspürhunden zur  Detektion von Explosivstoffen in Luftfracht durchgeführt.

Der wissenschaftliche Nachwuchs wird hierbei in Form von Bachelor-, Master- oder Promotionsarbeiten unmittelbar an wichtige technische Fragestellungen zur Verbesserung der Sicherheit in unserer Gesellschaft herangeführt.