Erfahrungsbericht Daniel Stübig

„Wenn ich groß bin, werde ich Berater!“

Man sagt, die Studienzeit sei die schönste Zeit im Leben. Das stimmt, doch sie geht irgendwann vorbei. So auch bei mir. Noch voller Eindrücke vom Auslandsemester im fernen Toronto begann ich im Winter 2007, mir Gedanken für das Thema meiner Anschlussarbeit zu machen. Einerseits sollte mich das Thema interessieren, andererseits sollte die Master Thesis mir auch den Weg ins Berufsleben ebnen. Schwerpunkt meines Studiums war IT-Management und so konnte ich mir vorstellen, mit meinem Wissen zu IT-Prozessen und IT-Organisation später auch Geld zu verdienen. Das kann man beispielsweise als Berater, ein Berufsbild, das mir gefallen hat. Dabei bin ich auf BearingPoint aufmerksam geworden - nicht weil mich das rote Firmenlogo auf weißem Hintergrund an die kanadische Flagge erinnerte, sondern weil BearingPoint eine große international tätige Technologie- und Managementberatung ist. Ich habe Kontakt aufgenommen und mich nach Diplomanden-Stellen erkundigt. Zwei Wochen später habe ich in deren Niederlassung im Frankfurter Westhafen als Diplomand begonnen.

Aus dem Diplomanden wurde 2008 ein vollwertiger Beraterjob bei BearingPoint. Ich habe meine Laufbahn als Business Analyst (Junior-Berater) begonnen und bin nach drei Jahren zum Consultant befördert worden. Langweilig ist mir in diesen fast vier Jahren nie gewesen. Seit meinem Einstieg in die Beraterwelt habe ich die Einführung von Service Management Prozessen bei einem der größten europäischen Einzelhandelskonzerne begleitet und ein Shared Service Center in Barcelona im Bereich Service Level Management und Supplier Management unterstützt. Dann habe ich mitgeholfen, dass die Softwaremigration bei einer der größten europäischen Bankenfusionen reibungslos funktioniert hat. Kaum war dieses Projekt abgeschlossen, stand schon mein nächstes Projekt im Bereich IT-Organisation und Prozesse in einem Bundesministerium an.

„Warum habe ich überhaupt studiert?“ fragen sich ja viele, wenn Sie die ersten Jahre in der Arbeitswelt hinter sich gebracht haben. Zurückblickend kann ich sagen, dass nach dem Studium das Lernen nicht aufhört, es aber gut auf die Zukunft vorbereitet hat.

Sicher gab es einige Situation auf Projekten, die ich aufgrund meines Fachwissens lösen konnte, aber mir hat vor allem das weitergeholfen, was nicht in den Ankündigungen der Vorlesungen zu finden war: Die Fähigkeit, in kurzer Zeit komplexe Zusammenhänge zu verstehen, die systematische Herangehensweise und die Eigenschaft, auch in kritischen Situationen besonnen und überlegt zu handeln.

Daniel Stübig, MSc in CS