Erfahrungsbericht Michael Stinn

Wie alles begann:

Da halte ich ihn in der Hand, den IHK-Brief zur bestandenen Fachinformatiker-Ausbildung. Fertig? Ich weiß nicht. Seit Beginn des zweiten Lehrjahres beschleicht mich das Gefühl, dass es das für mich noch nicht gewesen sein kann. Software entwickeln macht Spaß, ja, aber es ist wie mit dem kochen, wenn man es täglich machen MUSS vergeht einem irgendwann die Lust am Alltag. Beim genauen drüber nachdenken fällt mir auf, dass Dinge wie Anforderungsaufnahme, Software-Design und Prototyping mir Spaß machen, andere Dinge wie Software-Maintenance, das stundenlange Suchen nach Fehlern und das Optimieren von Laufzeiten mich auf Dauer nicht glücklich stimmen. Also wie kann ich mich auf den Interessengebieten noch weiter bilden? Ein Studium ist nun plötzlich doch interessant geworden. Aber schön praktisch soll es sein. FH Bonn-Rhein-Sieg. Neue Hochschule, guter Ruf, familiär, hier will ich mein Glück versuchen. Das ganze auch noch in 3 Jahren als Bachelor - hart umstritten wie alles was Neu ist - aber vom Konzept her durchdacht und interessantes Curriculum. Einschreiben, loslegen!

Heute: Nun liegt der Bachelor-Abschluss zwei Jahre zurück. Was bleibt ist ein Rückblick, und ein weinendes Auge, dass einer der schönsten Lebensabschnitte vorbei ist. Es war anstrengend mit dem vollen Stundenplan und nebenher noch arbeiten. Nichts von dem Lotterleben, das man den Studenten nachsagt. Nichts desto trotz blieb immer noch Zeit für Spaß, Party, grillen und was man noch so alles als Student tut.

Neben den gut durchgeführten Veranstaltungen gab es jede Menge Raum für weitere Aktivitäten an der Hochschule. So hatte ich das Vergnügen als Gründungsmitglied eine eigene Fachschaft auf die Beine zu stellen und dadurch auch mal hinter die Kulissen zu blicken. Das Verhältnis zu Professoren und Mitarbeiter war außerordentlich Kollegial. Probleme konnten offen angesprochen werden und meist wurden diese schnellstmöglich behoben. Wir haben gemeinsam den Studiengang BIS aus dem Fachbereich Wirtschaft herausgelöst und ein eigenes Institut gegründet. Sogar an der Umgestaltung von Lehrplänen konnte ich als einer der Studierenden-Vertreter mitwirken. Welche Hochschule kann so was von sich sagen? Ich kenne viele Studenten anderer Hochschulen, die nur schwer Termine bei ihren Profs bekommen, an der BRS hieß es einfach nur "anklopfen, eintreten".Besonders angenehm waren die durch den Bachelor-Stundenplan entstehenden "Klassengemeinschaften". Schnell hatte man Leute um sich, die die gleichen Veranstaltungen besuchen (tagsüber wie abendsJ ). Viele Freundschaften nehme ich auf jeden Fall mit. Krönender Abschluss war dann die Phase der Abschlussarbeit. Ein Idee zu verfolgen und das resultierende Werk von vorne bis hinten zu erstellen, auf die Note gespannt sein und feiern, dass man nun "endlich" fertig ist. Damals war man froh, heute würde man gerne noch mal dahin zurück, so ist es immer.

Nun, was macht so ein Bachelor BIS nach dem Studium? Klar, selbst Florian Schroeder weiß es, er wird Unternehmensberater! Außerdem hält er weiterhin Kontakt zu seiner Hochschule und erfährt auf diesem Wege auch, dass die FH-BRS nun eine Hochschule ist, dass die gegründete Fachschaft zusammen mit dem ganzen Studiengang in die Informatik übergegangen ist und dass der Lehrplan weiterhin an die Gegebenheiten am Markt und unter Berücksichtigung der Wünsche Studierender angepasst wird. Die Hochschule BRS, eine dynamische Akademie die auf "die Zeit danach" gut vorbereitet, die Theorie und Praxis so miteinander verwebt, dass der Berufseinstieg leichter fällt, die sich an der Umwelt orientiert und kein starres Konzept hat wie andere Hochschulen, eine Einrichtung, die jeden Pfennig und später auch jeden Cent des Berlin-Bonn-Ausgleiches wert ist. Und deswegen treffe ich bei Accenture auch immer mehr BRS-Alumnis. Liebe H-BRS, jetzt fehlt nur noch der Master of BIS…

Auf bald bei der Alumni-Party,
Michael Stinn, BSc BIS