Fachbereich Informatik

FrOSCon 2026: Über 2.000 Besuchende bei der Open-Source-Konferenz

15.08.2026 FrOSCon 2026

Montag, 17. August 2026

Am 15. und 16. August 2026 hat die FrOSCon erneut zahlreiche Menschen aus der Open-Source-Community auf den Campus der H-BRS gelockt. Über 2.000 Besucherinnen und Besucher, 70 Aussteller und 83 Speaker machten die Konferenz trotz der hochsommerlichen Temperaturen zu einer erfolgreichen Veranstaltung.
15.08.2026 FrOSCon 2026
Dr. Hinrikus Wolf und Lars Becker bedanken sich bei allen Sponsoren und Partnern Bild: Kira Wazinski

Dr. Hinrikus Wolf und Lars Becker eröffneten die FrOSCon und bedankten sich bei den Sponsoren sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung. Zugleich machten sie deutlich, dass die Veranstaltung auch künftig auf die Unterstützung durch Förderer und ehrenamtlich Engagierte angewiesen ist. Die Finanzierung der diesjährigen FrOSCon war nach ihren Angaben zunächst kritisch. Nach einem öffentlichen Spendenaufruf zeigte sich jedoch der Zusammenhalt in der Community und auch im nächsten Jahr kann nach derzeitigem Stand wieder eine FrOSCon stattfinden.

15.08.2026 FrOSCon 2026
Eröffnung der FrOSCOn 2026 v.l.: Prof. Dr. Michael Rademacher, Prodekan Prof. Dr. Matthias Bertram, Dr. Hinrikus Wolf und Lars Beckers Bild: Kira Wazinski

Seitens der H-BRS begrüßte Vizepräsident Prof. Dr. Johannes Steinhaus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Aus dem Fachbereich Informatik hießen Prodekan Prof. Dr. Matthias Bertram und Prof. Dr. Michael Rademacher die Gäste willkommen. Maßgeblich von Seiten der Hochschule waren Ivonne Zimmermann-Fabricius und Lukas Schauer an der Organisation der Veranstaltung seit Monaten beteiligt. Dies zeigt die derzeit äußerst erfreuliche Zusammenarbeit zwischen der FrOSCon und dem Fachbereich Informatik.

In seinem Beitrag griff Prof. Dr. Rademacher eine der derzeit prägendsten Entwicklungen in der Softwareentwicklung auf: den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Programmieren. Wenn KI immer größere Teile der Programmierarbeit übernimmt, stellt sich nicht nur die Frage nach den zukünftigen Anforderungen an Entwicklerinnen und Entwickler, sondern auch nach den Konsequenzen für Open-Source Projekte.

Auch die Hochschullehre steht dadurch vor neuen Herausforderungen. Für Rademacher stellt sich die Frage, welche Rolle klassische Programmierkenntnisse künftig spielen, wenn KI-Systeme zunehmend Code erzeugen können. Seine Botschaft an die Teilnehmenden war dennoch eindeutig: 

„Open-Source Projekte leben von den Menschen hinter den Projekten. Macht eure Projekte weiter. Es ist wichtig, dass es nach wie vor Menschen gibt, die die technischen Details großer Sprachmodelle umfassend und tiefgehend verstehen.”

Prof. Dr. Michael Rademacher - Professur Informatik, insbesondere Embedded Systems und Netze

Dr.-Ing. Michael Rademacher
15.08.2026 FrOSCon 2026
Team: Master Autonomous Systems (v.l. Youssef Mahmoud Youssef und Natalia Quiroga) Bild: Ritwik Sinha

Erstmals dabei: Master Autonomous Systems mit zwei Roboterprojekten

Auch der Fachbereich Informatik war in diesem Jahr erstmals mit dem Masterstudiengang Autonomous Systems und dem Institut A2S unter den Ausstellern vertreten. Mit gleich zwei bereits fertig entwickelten Projekten präsentierten die Studierenden anschaulich, wie vielfältig und komplex die Entwicklung autonomer Systeme ist.

Im Projekt „Kollisionssichere Lego-Montage mit einem Robotermanipulator“ wurde demonstriert, wie ein Robotermanipulator sicher und präzise Montageaufgaben ausführen kann. Das Projekt bot den Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Einblick in die Herausforderungen der Robotik und der kollisionssicheren Bewegungsplanung.

Das zweite Projekt, „Agenten-basierte Multi-Roboter-Erkundung“, zeigte das Zusammenspiel mehrerer autonomer Roboter. Dabei konnten die Besucherinnen und Besucher erleben, wie mehrere Roboter gemeinsam eine Umgebung erkunden und als autonome Agenten miteinander interagieren.

Mit den beiden Projekten erhielten die Besucherinnen und Besucher einen direkten Einblick in unterschiedliche Anwendungsbereiche autonomer Systeme – von der präzisen Robotermanipulation bis hin zur koordinierten Erkundung mit mehreren Robotern.

Keynotes: Open Source aus unterschiedlichen Perspektiven

Zu den besonderen Programmpunkten der FrOSCon 2026 gehörten die Keynotes von Gina Häußge und Aleix Pol.

Gina Häußge sprach in ihrer Keynote „Adventures in Open Source Development“ über ihre Erfahrungen in der Entwicklung von Open-Source-Software und gab Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die mit der gemeinschaftlichen Entwicklung freier Software verbunden sind.

Einen Blick auf drei Jahrzehnte Open-Source-Geschichte warf Aleix Pol mit seiner Keynote „KDE at 30: Looking Both Ways“. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens von KDE richtete er den Blick sowohl auf die Entwicklung des Projekts in den vergangenen Jahrzehnten als auch auf die Zukunft der freien Desktop- und Softwareentwicklung.

Die beiden Keynotes zeigten damit die große thematische Bandbreite der FrOSCon 2026, von persönlichen Erfahrungen aus der Open-Source-Entwicklung bis hin zur Geschichte und Zukunft eines der bekanntesten freien Softwareprojekte.

Neben den fachlichen Impulsen bot die FrOSCon auch in diesem Jahr zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch, zur Vernetzung und zum gemeinsamen Lernen. Die große Zahl der Teilnehmenden – trotz der außergewöhnlich heißen Witterung – unterstreicht die Bedeutung der Konferenz als zentralen Treffpunkt für freie Software und offene Technologien.

Kontakt

Lukas Schauer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Standort

Sankt Augustin

Adresse

Grantham-Allee 20

53757, Sankt Augustin

Prof. Dr. Michael Rademacher

Michael Rademacher

Professur Informatik, insbesondere Embedded Systems und Netze, Forschungsgruppenleiter Fraunhofer FKIE

Standort

Sankt Augustin

Raum

F313 (Eingang über Parkplatz hinter dem F-Gebäude)

Adresse

Grantham-Allee 2-8

53757 Sankt Augustin

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Sprechstunde bitte via E-Mail anfragen

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