Mobilitätssemester in Brisbane: Prof.'in Kees downunder

Dienstag, 10. März 2015
Institutsgebäude der Information Systems School (ISS) in Brisbane

Auf dem Fachgebiet der Wirtschaftsinformatik gehört die Information Systems School (ISS) der Queensland University of Technology (QUT) in Brisbane, Australien, weltweit zu den führenden Institutionen. Im Rahmen des Mobilitätsprogramms unserer Hochschule hat FrauProf. Dr.-Ing. Alexandra Kees dort im Zeitraum 01.10.2014 bis 15.01.2015 als Gastprofessorin

• Lehrveranstaltungen gehalten,

• Master- und PhD-Studenten betreut sowie

• in den Arbeitsgruppen „Enterprise Systems“ und z. T. auch „Business Process Modeling“ mitgearbeitet.

Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen an der australischen Hochschule:

"Es hat sich gezeigt, dass die Herangehensweise bezogen auf wissenschaftliches Arbeiten in unserem Fachbereich und in der ISS vergleichbar ist. Während meines Aufenthaltes wurden die zugehörigen Unterlagen in verschiedenen Bereichen harmonisiert und ausgearbeitet. Die Herangehensweise in der Lehre unterscheidet sich aber von unserer in den folgenden Punkten: (1) Das QUT konzentriert sich auf SAP-Anwendungssoftware und (2) wissenschaftliches Arbeiten ist kaum in die Curricula integriert (derzeit wird am QUT daran gearbeitet, dies zu ändern).

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Vorlesung am QUT

Im Zusammenhang mit meinen Forschungstätigkeiten wurden zwei Veröffentlichungen am QUT fertiggestellt, zwei weitere werden bis Mai 2015 abgeschlossen sein. Dabei konnten die Forschungstätigkeiten effizient mit der Veröffentlichung der zugehörigen Forschungsergebnisse verbunden werden. Drei gemeinsame Forschungsvorhaben befinden sich noch in der Anfangsphase – es ist geplant, die Ergebnisse als Konferenz- bzw. Journal-Paper 2016 zu veröffentlichen.

Aus meiner Tätigkeit an unserer Hochschule hatte sich wenige Tage vor Antritt meiner Gastprofessur in Australien die Möglichkeit ergeben, einen Minitrack auf einer internationalen Konferenz zu leiten. Dieser Minitrack wurde dann gemeinsam mit Kollegen des QUT beantragt, bewilligt und beworben. In der Folge hat sich – ebenfalls während meines Gastaufenthaltes am QUT – die Möglichkeit ergeben, weitere Minitracks bei einer anderen internationalen Konferenz im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik einzureichen. Auch hier findet bei der Organisation der Minitracks weiterhin eine enge Kooperation mit dem QUT und Partnern aus dem QUT-Netzwerk statt. Während meines Aufenthalts habe ich einige Event-Formen kennengelernt, die auch eine Bereicherung für unsere Hochschule sein können (z. B. 3MThesis-Award, Doctoral Consortium, The Oscars).

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Gruppenbild Information Systems School

Aus meiner Tätigkeit an unserer Hochschule hatte sich wenige Tage vor Antritt meiner Gastprofessur in Australien die Möglichkeit ergeben, einen Minitrack auf einer internationalen Konferenz zu leiten. Dieser Minitrack wurde dann gemeinsam mit Kollegen des QUT beantragt, bewilligt und beworben. In der Folge hat sich – ebenfalls während meines Gastaufenthaltes am QUT – die Möglichkeit ergeben, weitere Minitracks bei einer anderen internationalen Konferenz im Fachgebiet Wirtschaftsinformatik einzureichen. Auch hier findet bei der Organisation der Minitracks weiterhin eine enge Kooperation mit dem QUT und Partnern aus dem QUT-Netzwerk statt. Während meines Aufenthalts habe ich einige Event-Formen kennengelernt, die auch eine Bereicherung für unsere Hochschule sein können (z. B. 3MThesis-Award, Doctoral Consortium, The Oscars).

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Letzte Absprachen vor Abgabe eines Papers

Am QUT sind alle Veranstaltungen (auch der laufende Lehrbetrieb) sehr stark geprägt von einem hohen Anspruch an eine gute „Unternehmens“kultur, worauf das QUT und insbesondere die ISS sehr viel Wert legen – verbunden mit moderner Gebäude- und Büroausstattung sowie mit gehobenem Catering. Vor diesem Hintergrund fand ich es faszinierend zu sehen, wie die vielen verschiedenen Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern und Kulturen zusammengewachsen sind – und ich innerhalb von sehr kurzer Zeit ein Teil von dieser Gemeinschaft werden konnte. Alle, die ich während meiner Zeit in Downunder sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext kennengelernt habe, waren ausgesprochen freundlich, unglaublich hilfsbereit, sehr verbindlich und „hands-on“ – es war eine wunderbare Erfahrung und eine große Freude dort zu arbeiten … ich hoffe, ich konnte ein bisschen davon mit nach Deutschland bringen. Die Lebenshaltungskosten in Brisbane sind allerdings vergleichsweise hoch.

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Zusammenarbeit mit Prof. Arthur ter Hofstede

In den nächsten Monaten sollen die noch laufenden Projekte abgeschlossen werden. Außerdem ist geplant, die Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaftsinformatik zu intensivieren (z. B. Double Degree, gemeinsame Betreuung von bis zu zwei Master-Abschlussarbeiten pro Jahr) und auf andere Lehr- und Forschungsgebiete auszuweiten (z. B. Robotics und Gamification). Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Vorhaben auch an unserer Hochschule auf Zustimmung stoßen und so weitere internationale Synergien in Forschung und Lehre erzeugt werden können."

Text und Fotos: Prof.'in Dr.-Ing. Alexandra Kees