Jenny Gewehr, Technikjournalismus/PR (B.Sc.)

Jenny Gewehr hat sich mit einer Kinderevent-Agentur selbstständig gemacht – und fördert dabei heute schon die Techniker von morgen.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

„Ich habe meinen Traumberuf gefunden“, sagt  Jenny Gewehr, die seit 2006 Mitgesellschafterin und mittlerweile Geschäftsführerin der Bonner Kinderevent-Agentur Proki Kinderevents GmbH ist. „Ich mag die Arbeit als selbstständige Unternehmerin sehr: Hier kann ich meine eigenen Entscheidungen treffen, Ideen umsetzen und die Zukunft der Agentur in einer noch so neuen und spannenden Branche mitgestalten.“

Nach dem Abitur sahen ihre Pläne zunächst anders aus: Sie wollte Journalistin werden. Bei der Suche nach dem passenden Studium stieß die Bonnerin schnell auf den Studiengang Technikjournalismus/PR an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Ein Beratungsgespräch im Fachbereich und eine Probevorlesung gaben den Ausschlag: Dieser Studiengang war der Richtige für sie. „Mir haben vor allem die Atmosphäre auf dem Campus und das junge Flair der neu gegründeten Hochschule gefallen“, blickt Jenny Gewehr zurück. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Mit einem guten Gefühl erinnert sie sich heute an ihr Studium in Sankt Augustin. Sie schätzt vor allem, dass die Professoren immer ein offenes Ohr für die Studierenden hatten. So wurde ihr nicht nur bei der Prüfungsvorbereitung geholfen, sondern auch bei Fragen zur Karriereplanung und zum  Berufseinstieg: „Wenn man mal Fragen hatte, war immer ein Professor ansprechbar“, so Jenny Gewehr. 

Mit dem Diplomabschluss in der Tasche, arbeitete sie drei Jahre in einer PR-Agentur, zunächst als Volontärin, dann als Redakteurin. „Seit meiner Jugend habe ich aber auch leidenschaftlich gerne mit Kindern gearbeitet“, sagt Jenny Gewehr, die schon damals zahlreiche Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche geleitet hatte. Ein Mitstreiter und Freund aus diesen Jahren hatte sich bereits mit einer Kinderevent-Agentur selbstständig gemacht – Matthias Höfele, ihr heutiger Agentur-Kompagnon. Hier war Jenny Gewehr schon seit dem Gründungsjahr 1999 freie Mitarbeiterin und oft als Kinderevent-Betreuerin im Einsatz.

 

Der Weg zum Traumberuf

Um ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen, beschloss Gewehr, dem Redaktionsalltag den Rücken zu kehren. Stattdessen drückte sie noch einmal die Schulbank und studierte in Wien Kinderevent-Management mit Diplomabschluss. Zeitgleich arbeitete sie in der Agentur ihres Jugendfreundes in Bonn als freie Mitarbeiterin. 2006 stieg sie als Mitgesellschafterin in das Unternehmen ein.

Heute bietet die Agentur mit ihren fünf festen und rund 150 freien Mitarbeitern eine Rundumbetreuung für Kinder im Rahmen unterschiedlichster Veranstaltungen, Messen oder Unternehmensevents an. Zusätzlich sind thematische und pädagogisch fundierte Konzepte für Workshops oder Erlebnistage als Speziallösungen für Geschäftskunden im Portfolio. „Das Thema Kinder spielt für Unternehmen im Hinblick auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie und auch als PR Instrument eine immer größere Rolle.“ Gut für Jenny Gewehr, die sich über die aktuelle Auftragslage und große Projekteinsätze u.a. für die Deutsche Bahn, LEGO, den FC Bayern München oder die Allianz AG freut: „Wir gewinnen viele neue Kunden hinzu und dürfen spannende Konzepte entwickeln, so dass wir sehr positiv in die Zukunft blicken.“ 

Mittlerweile hat die Proki Kinderevents GmbH neben der Zentrale in Bonn Standorte in Frankfurt, Würzburg und München eröffnet.

Das, was sie während ihres Studiums an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gelernt hat, nutzt sie heute bei der Leitung der Agentur und der  Arbeit mit Kindern: „Viele Fähigkeiten, die ich im Journalismus-Studium gelernt habe, kann ich auch heute noch bei meiner täglichen Arbeit unter anderem natürlich beim Texten und der eigenen PR sehr gut gebrauchen.“ Eine andere „Anwendung“: Sie und ihre Mitarbeiter führen zusammen mit den Kindern oft technische oder naturwissenschaftliche Experimente  durch. „Im Studium haben wir ja schließlich umfassend gelernt, Technik zielgruppengerecht zu vermitteln“, so Jenny Gewehr.

 

Text: Philipp Lomme