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Ökostrom und mehr Grün für weniger Emissionen

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Freitag, 17. April 2026

Transparenz beim Klimaschutz: Die 14 Universitäten und die 16 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen haben sich auf Einladung der Landesregierung zusammengeschlossen, um in einem einheitlichen Verfahren ihre Treibhausgas-Emissionen zu bilanzieren und zu veröffentlichen – darunter auch die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Der erste Bericht für die Jahre 2019 bis 2021 liegt nun vor.

Nachhaltigkeit ist für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) nicht nur ein Wort. „Wir sehen uns als Hochschule in einer Vorreiterfunktion und wollen Nachhaltigkeit ganzheitlich umsetzen und auch vorleben“, heißt es in der Nachhaltigkeitsstrategie, die 2022 verabschiedet wurde. Dieser Anspruch zeigt sich in den Kernaufgaben Bildung, Forschung und Transfer, aber auch auf dem Campus selbst. 

Hochschule verwendet nur Ökostrom

So sollen Campi, Gebäude und Verwaltung klimaneutral, resilient und nachhaltig gestaltet werden.  Ziel der H-BRS ist es, den Energieverbrauch in Richtung CO2-freier Campus zu reduzieren und die Außenanlagen klima- und biodiversitätsfreundlich zu verändern. Drei Beispiele: Die Hochschule verwendet nur Ökostrom. Das Außengelände am Campus Sankt Augustin präsentiert sich nach einer umfassenden Neugestaltung seit vergangenem Jahr viel grüner als früher. 2200 Quadratmeter wurden neu beplant. Im Zuge der Instandsetzung des Campus Rheinbach nach der Flutkatastrophe 2021 wurden die Gebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht und zum Beispiel eine Luft-Wärme-Pumpe installiert und eine neue Photovoltaikanlage montiert.

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Der Eingangsbereich am Campus Sankt Augustin wurde umfassend neugestaltet. Foto: Juri Küstenmacher

Daten der NRW-Hochschulen von 2019 bis 2021

Doch wie genau sieht die Energiebilanz der H-BRS und der weiteren NRW-Hochschulen aus? Die 30 öffentlich-rechtlichen Hochschulen in NRW (insgesamt rund 660.000 Studierende, 81.000 Mitarbeitende, 1.750 Gebäude, 1.000 Fahrzeuge) haben sich auf Einladung der Landesregierung 2024 zusammengeschlossen, um nach einheitlichen Standards ihre Treibhausgas-Emissionen zu erfassen und zu veröffentlichen. Der erste Bericht für die Jahre 2019, 2020 und 2021 ist heute vorgestellt worden. Unter die Lupe genommen wurden die Gebäude (Strom- und Wärmeversorgung) sowie die dienstliche Mobilität (Fuhrpark und Dienstreisen, ohne Pendlerverkehr). Dem Bericht zufolge emittierten die Hochschulen 2021 insgesamt rund 441.000 Tonnen CO2-Äquivalente, der überwiegende Anteil geht auf den Energieverbrauch der Gebäude zurück. Der Bericht soll jährlich fortgeschrieben werden, derzeit werden die Bilanzen für die Jahre 2022 und 2023 erarbeitet.

Der Bericht mit allen Daten ist abrufbar auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen: https://www.wirtschaft.nrw/themen/klimaschutz/klimaschutz-hochschulen