"Racing Engineer"-Zertifikate für BRS-Motorsportler

Donnerstag, 7. November 2019
Am Freitag, 11. Oktober, ließ das BRS-Motorsport-Team die vergangene Saison 2018/19 noch einmal Revue passieren. Innerhalb des Rahmenprogramms verlieh Professor und Faculty Advisor Dirk Reith die neu etablierten "Racing Engineer"-Zertifikate zum ersten Mal an zwei verdiente Motorsportlerinnen - Elena Schulz und Katrin Augustin.
Studenten-Team BRS Motorsport mit Bolide Cordula G19e, 2019

Projektarbeit und Curriculum vereinen

Wenn die Teilnahme an den internationalen Formula Student Wettbewerben nach dem Sommer erfolgreich abgeschlossen ist und das Wintersemester beginnt, startet auch das Team BRS Motorsport (BRSM) in die neue Saison.

Bis zum späten Frühjahr entwickeln, bauen und testen die rund 60 Teammitglieder jedes Jahr aufs Neue einen Rennwagen, seit geraumer Zeit handelt es sich dabei um elektrische Boliden. Die Studentinnen und Studenten bringen einen Großteil ihrer Freizeit in das Projekt ein, um Entwicklung und Fertigung des mit vier Radnaben-Motoren angetriebenen Rennwagen-Prototypens in der knapp bemessenen Zeitspanne zu bewerkstelligen.

Über die letzten Jahre hinweg wurde es auf Initiative von Faculty Advisor Prof. Dirk Reith zusätzlich möglich, Module innerhalb der Curricula der Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Nachhaltige Ingenieurwissenschaft zu belegen, die thematisch eng mit dem BRSM-Projekt verknüpft sind. Dadurch können die Studierenden auch innerhalb der regulären Semestermodule zum Fortschritt des BRSM-Projekts beitragen und erhalten für diese Module Creditpunkte. Hierzu zählen beispielsweise spezifische Wahlmodule, wie „Ausgewählte Einflussfaktoren zur nachhaltigen Fahrzeugentwicklung“, oder die Projektmodule „Formula Student Weiterentwicklungen“ im Rahmen des Vier-Eins-Modells. Darüber hinaus ist auch die Anfertigung eines Praxissemesters oder einer Abschlussarbeit im BRSM-Kontext möglich.

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Urkundenverleihung beim Saisonabschluss BRS Motorsport, 2019
Zertifikat für Elena Schulz und... Foto: BRSM

Studierenden werden Kompetenzen bescheinigt

Mit der Etablierung des neuen Racing-Engineer-Zertifikats ist es darüber hinaus nun möglich, die aktive Mitgliedschaft im BRSM-Team - und das damit verbundene Erlernen von fachspezifischem und interdisziplinärem Wissen auch außerhalb des regulären Curriculums - in Form eines Zertifikats zu würdigen. Als Vorbild hierfür galten die schon länger erwerbbaren Zertifikate International Engineer und International Media Expert.

Urkundenverleihung beim Saisonabschluss BRS Motorsport, 2019
... Kathrin Augustin. Foto BRSM

Die Intention hinter der Schaffung eines eigenen Zertifikats war unter anderem, Anreiz und Motivation für Erstsemester und bestehende Teammitglieder gleichermaßen zu schaffen, sich aktiv in das BRSM-Projekt einzubringen. Die während der aktiven Mitgliedschaft und durch die Teilnahme an den internationalen Wettbewerben erlangten Benefits reichen von wichtigen interdisziplinären Kompetenzen auf den Gebieten Elektromobilität, Leichtbau, Aerodynamik, Fahrwerkstechnik und dem ingenieursmäßigen Design von Fahrzeugkomponenten über Soft Skills bis hin zu fachspezifischen Englischkenntnissen. Das Zertifikat dient hierbei als offizielle Bescheinigung über diese erlangten Fähigkeiten, mit welchen die Studierenden auf aktuelle Mobilitäts-Themen, Entwicklungen in Maschinenbau und Elektrotechnik und die Arbeit bei global agierenden Unternehmen der Automobil und der Zulieferer-Industrie interdisziplinär bestens vorbereitet sind.