Impulse aus der Wissenschaft für die Metropolregion

Montag, 19. Oktober 2020
Sie reicht von Aachen bis Gummersbach und von Euskirchen bis Kleve: Die Metropolregion Rheinland deckt weite Teile des Landes Nordrhein-Westfalen ab. Ulla Thönnissen, seit 2019 eine der beiden Geschäftsführerinnen der Metropolregion, stattete jetzt Hochschulpräsident Hartmut Ihne und Vizepräsident Udo Scheuer einen Besuch ab. Dabei ging es nicht nur um das gegenseitige Kennenlernen, sondern auch um die Frage, wie Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) der Metropolregion Impulse geben können.
Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland, sprach in der Hochschule mit VP Udo Scheuer und Präsident Hartmut Ihne. Foto: Dominik Pieper
Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin der Metropolregion Rheinland, sprach in der Hochschule mit VP Udo Scheuer (Mitte) und Präsident Hartmut Ihne. Foto: Dominik Pieper

Die Metropolregion Rheinland ging 2017 als Verein an den Start. Darin sind sowohl Großstädte als auch Landkreise vertreten, aber auch Industrie- und Handelskammern. Für Hochschulpräsident Ihne war dieser Zusammenschluss folgerichtig: „Die Globalisierung ist ein Wettbewerb der Regionen. Im Rheinland muss ein Bewusstsein dafür entstehen, dass es mit dem Silicon Valley in den USA oder Shenzen in China konkurriert.“

Mit ihren Metropolen, suburbanen Speckgürteln und ländlichen Gebieten ist die Metropolregion sehr heterogen. Ulla Thönnissen unterstrich, dass es auf das Miteinander und ein gutes Zusammenspiel ankomme. Die althergebrachte Unterscheidung zwischen Stadt und Land sieht sie als überholt an. „Die Zukunft der Städte liegt in den Regionen“, sagte Ulla Thönnissen, die in der Geschäftsführung der Metropolregion die Schwerpunkte Forschung, Bildung und Europa betreut.

Ihne nannte die „ökosoziale Transformation“ der Wirtschaft als eine der zentralen Herausforderungen. „Wir wollen den Mittelstand dabei unterstützen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei schöpfen wir Kraft aus dem Verbund von 21 HAW in Nordrhein-Westfalen.“ Gerade die Hochschulen für angewandte Wissenschaften könnten auf weitreichende Netzwerkstrukturen bauen, durch die sie eng mit Unternehmen verbunden seien. Dadurch sei die Wissenschaft in der Lage, Probleme zu erkennen und innovative Lösungen voranzubringen.