Keine Gebühren für internationale Studierende in NRW

Mittwoch, 4. Dezember 2019
"Eine nachvollziehbare und richtige Entscheidung" - die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen begrüßen den Verzicht auf die Einführung von Gebühren für internationale Studierende.
Studentin am Flughafen

Pressemitteilung der Landesrektorenkonferenz

Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Nordrhein-Westfalen begrüßen den von Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen angekündigten Verzicht des Landes auf Einführung von Gebühren für internationale Studierende (Nicht-EU-Ausländer).

Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP war diese Option vorgesehen gewesen. In den letzten Monaten hatte das Ministerium die Erfahrungen Baden-Württembergs mit dieser Art von Studiengebühren ausgewertet. "Der Verzicht auf diese Gebühren ist eine nachvollziehbare und richtige Entscheidung, die uns als Hochschulen erleichtert", erklärt Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen und Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. "Wir hatten immer Sorge, dass solche Gebühren einerseits mit eheblichen Verwaltungsaufwänden verbunden sein würden und somit Aufwand und Ertrag kaum in einem vertretbaren Verhältnis zueinander stünden. Für diese Sorge geben die Erfahrungen aus Baden-Württemberg Anlass. Andererseits sahen wir die Gefahr, dass die Einführung solcher Gebühren den auch politisch forcierten Internationalisierungsbemühungen unserer Hochschulen entgegenstehen könnte", begründet Baumann die Haltung der HAWs.
 
"Wir freuen uns, dass diese Gebühren nun vom Tisch sind, das Land gleichzeitig aber die Qualitätsverbesserungsmittel für die Hochschulen um mehr als 50 Millionen Euro erhöht. Dieses Geld kommt durch die Verbesserung der Lehre und Studienbedingungen unmittelbar den Studierenden an unseren Hochschulen zugute. Das ist eine sehr gute Nachricht für die Hochschulen in NRW", so Baumann.

Hintergrund: Pressemitteilung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen