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International Office

„Library Staff Week“ an der Universitätsbibliothek Göteborg, Schweden

„Library Staff Week“ an der Universitätsbibliothek Göteborg, Schweden.

Die didaktisch ansprechende Gestaltung von Lehrveranstaltungen, neue Formate von Schulungsmaterialien, Künstliche Intelligenz und eine neue Generation Studierender – das alles sind Themen, die uns Mitarbeitende in der Hochschulbibliothek Tag für Tag beschäftigen.

Das genau diese Themen auch ganz aktuell bei Kolleginnen und Kollegen aus internationalen Bibliotheken sind, durfte ich während meiner Teilnahme an der „Library Staff Week“ an der Universitätsbibliothek Göteborg, Schweden erfahren.

Im Rahmen des Erasmus+-Programmes durfte ich im Mai 2024 unter dem Thema „Librarians teaching practices and pedagogical skills in user meetings“ an einer spannenden Woche mit einem lebendigen Austausch und Diskussionen teilnehmen.

Neben fünf Kolleginnen aus der Universitätsbibliothek Göteborg, nahmen 14 weitere Teilnehmende aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Türkei, Spanien, Ungarn, Slowenien, Polen und Rumänien an der „Library Staff Week“ teil.

Die Universität Göteborg besteht aus acht Fakultäten und sieben Teilbibliotheken. Bis auf eine Bibliothek konnten wir jede Teilbibliothek besuchen – von hochmoderner Ausstattung, preisgekrönter Architektur und Jugendstil-Lesesälen war alles dabei. Einen Eindruck in die Arbeitsweise und Ausstattung der Heimatbibliotheken aller Teilnehmenden bekamen wir durch kurze Präsentationen, in denen jeder ein Best-Practice-Beispiel zum Thema der Staff Week vorgestellt hat. Zu sehen, dass die meisten Bibliotheken ähnliche Angebote, Ideen und Herausforderungen haben, wie wir an der H-BRS, war sehr bestärkend und motivierend. Basierend auf diesem Austausch und Vorträgen von Kolleginnen aus der Universitätsbibliothek Göteborg, konnten wir in verschiedenen Workshops gemeinsam an Strategien und Lösungswegen arbeiten.

  • Wie kann man Wissen innerhalb des Bibliotheksteams gewinnbringend weitergeben?
  • Welche Angebote und Konzepte von Schulungen gibt es für Studierende mit Beeinträchtigungen?
  • Und über welche (digitalen) Kanäle erreicht man Bibliothekskundinnen und – kunden am besten?

Vertieft wurden der Austausch und die neuen Kontakte auch bei der täglichen „Fika“ (die schwedische Kaffeepause), gemeinsamen Ausflügen und Abenden in lockerer Runde. Und das bei bestem Sommerwetter, was sehr ungewöhnlich für Göteborg ist.

Durch die Lage am Meer und der Westküste Schwedens, hat man hier für gewöhnlich eher eine Garantie für Regenwetter. So konnten wir bei strahlendem Sonnenschein Schloss Gunnebo und wunderschöne Parkanlage dort besuchen und ein Ausflug auf die Schäreninseln vor Göteborg durfte auch nicht fehlen.

Da in Schweden bereits im Mai die Helligkeit der Sommernächte zu spüren ist, konnten wir auch um 23 Uhr noch den Sonnenuntergang am Hafen, die gemütlichen Straßen der Altstadt und die Stimmung in den zahlreichen Parks genießen. 

Der Abschied fiel uns nach einer Woche mit einer großartigen Gruppe und in dieser wunderschönen Stadt schwer. Mit im Gepäck haben wir viel Inspiration, Motivation und neu Gelerntes. Davon hoffe ich auch einiges mit in meine Arbeit in der Hochschulbibliothek der H-BRS umsetzen zu können.

Die Teilnahme an einem Austausch über Erasmus+ kann ich jedem empfehlen, der Lust hat sich auf internationalem Niveau auszutauschen. Für mich war es ein Gewinn! Ich danke dem Team an der Universitätsbibliothek Göteborg für die wunderbare Organisation der „Library Staff Week“ und dem International Office an der H-BRS für die Unterstützung bei der Teilnahme.

Tack så mycket – vielen Dank!

 

Anna Nick, Hochschul- und Kreisbibliothek