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H-BRS stärkt internationale Wissenschaftskooperationen
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat in den vergangenen Jahren strategische Partnerschaften mit Hochschulen in Ghana (University of Cape Coast) und Jordanien (German Jordanian University) begründet und die Zusammenarbeit mit der University of New Brunswick in Kanada vertieft. Nun startet sie mit dem Projekt „ToFI 2.0 – Together for Innovation“ (Gemeinsam für Innovation) in eine neue Phase dieser Kooperationen. Durch die Erweiterung um Praxispartner und damit die Transfer-Dimension wird die strukturelle, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert.
Hutgens: Rolle als Innovationsmotor weiter ausbauen
„Mit ToFI 2.0 schaffen wir neue Wege, um Forschung, Lehre und Wirtschaft, aber auch Hochschulkultur über nationale Grenzen hinweg zu verknüpfen und die Rolle der Hochschule als international vernetzten Innovationsmotor weiter auszubauen“, sagt Dr. Rahel Hutgens, Leiterin des International Office an der H-BRS. Das International Office und das Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT) haben das Projekt gemeinsam entwickelt und füllen es nun mit Leben.
Ziel ist es, das Konzept der angewandten Wissenschaft in einen globalen Kontext zu übertragen, voneinander zu lernen und sowohl gemeinsame als auch regional spezifische Erfolgsfaktoren für gelingenden Transfer zu identifizieren. Dr. Simon Roth, Leiter des ZWT, betont: „Gelingender Transfer hängt sehr stark von regionalen Randbedingungen ab und gestaltet sich daher für jedes Innovationsökosystem anders. Daher ist es für uns sehr spannend, von unseren internationalen, strategischen Partnern zu lernen und gleichzeitig unsere Erfahrungen und unser Unternehmensnetzwerk einzubringen.“
Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen
Neben den drei Hochschulen in Ghana, Jordanien und Kanada wird die H-BRS jeweils mit regionalen Unternehmen zusammenarbeiten. Durch diese sogenannten „Triangel-Kooperationen“ zwischen H-BRS, Partnerhochschule und Unternehmen sollen transnationale Innovationsnetzwerke entstehen. Unternehmen profitieren von neuen Zugängen zu internationalen Märkten, Talenten und Innovationsimpulsen. Studierende, Forschende und Mitarbeitende erhalten erweiterte Möglichkeiten für internationale Projektarbeit, Mobilität und Praxiserfahrung.
Das H-BRS-Projekt „ToFI 2.0“ ist am 1. Januar 2026 gestartet und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Programm „HAW.International“ in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 450.000 Euro gefördert. Mit „HAW.International“ unterstützt der DAAD gezielt die Internationalisierung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Ziel des mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Programms ist es, die HAW noch stärker global zu vernetzen und praxisorientierte internationale Formate zu fördern.
Vizepräsidentin Hassan: Viele Impulse für die internationale Vernetzung
„Wir freuen uns sehr, dass der DAAD unser Projekt ToFI 2.0 für eine Förderung ausgewählt hat. Wir erhoffen uns davon viele Impulse für unsere internationale Vernetzung, insbesondere für die Stärkung unseres Wissens- und Technologietransfers auf der regionalen und globalen Ebene, was uns sicherlich als HAW auszeichnen wird“, sagt Professorin Teena Chakkalayil Hassan, Vizepräsidentin Internationales und Digitalisierung der H-BRS. „Die internationale Zusammenarbeit ist uns ein großes Anliegen, denn unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen sind essenziell für Innovationen in Forschung, Lehre und Transfer. Sie stärkt interkulturelle Kompetenzen und trägt zu einem weltoffenen und toleranten Klima bei, weil es nicht nur um die Suche nach Gemeinsamkeiten geht, sondern auch um die Wertschätzung der Heterogenität. In der heutigen geopolitischen Lage ist dies enorm wichtig und mit den vielfältigen digitalen Möglichkeiten ist das Potenzial für internationale Zusammenarbeit größer als je zuvor.“
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hatte ihre strategischen Partnerschaften mit der University of Cape Coast in Ghana und der German Jordanian University in Jordanien sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit der University of New Brunswick in Kanada zuvor mit Hilfe von DAAD-Förderungen in den Projekten „TOFI - TakeOff4Internationalization“ sowie „STREAM – Strengthening Ties in Research, Education and Academic Mobility“ etabliert.
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