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Was bleibt, ist mehr als eine Geschäftsidee: Abschluss von AWAKE 2026

AWAKE Kickout 2026

Freitag, 25. September 2026

Drei Minuten für eine Geschäftsidee – oder für die Geschichte, warum es inzwischen eine ganz andere geworden ist. Beim Abschluss des dritten AWAKE-Jahrgangs am 22. September 2026 im DIGITALHUB Bonn erzählten die Teilnehmerinnen davon, was sie in den vergangenen Monaten entwickelt, hinterfragt und für sich entdeckt hatten. Sieben der zehn Frauen standen an diesem Tag auf der Bühne. Ihre Präsentationen zeigten, wie unterschiedlich ein Ergebnis nach AWAKE aussehen kann: ein ausgearbeitetes Produkt, eine neue Richtung oder das Zutrauen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
AWAKE Kickout 2026
Alumna Katrin Klein teilte persönliche Erfahrung und gab hilfreiche Tipps für die weiteren Schritte.

Wie der Weg nach AWAKE weitergehen kann, zeigte Katrin Klein. Die Alumna des Jahrgangs 2025 ist inzwischen als Gründerin der Familienapp family balance selbstständig. In ihrem Impuls teilte sie Erfahrungen aus ihrem eigenen Gründungsweg und machte den Teilnehmerinnen Mut, die nächsten Schritte zu gehen. Ihr Bericht schlug damit eine Brücke zwischen der Arbeit an einer Idee im Programm und dem Alltag als Gründerin.

Anschließend gehörte die Bühne den Teilnehmerinnen: Jeweils drei Minuten standen ihnen zur Verfügung, um ihr Vorhaben oder ihren persönlichen Weg innerhalb von AWAKE vorzustellen. Bei einigen war die Aufregung vor dem Pitch groß. Die Präsentationen boten eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung aus Produkten, Dienstleistungen und Einblicken in die Entwicklung hinter den Ideen.

Besonders deutlich wurde dabei, dass Fortschritt im Gründungsprozess auch bedeuten kann, die Richtung zu wechseln. Eine Teilnehmerin war mit einer ersten Idee gestartet, hatte durch die Impulse im Programm jedoch eine ganz neue Perspektive entwickelt. Erst wenige Wochen vor Programmende arbeitete sie ein anderes Konzept aus, das sie beim Abschluss vorstellte. Darin zeigt sich ein zentrales Ziel von AWAKE: kreatives Denken anzuregen, unternehmerisches Selbstvertrauen aufzubauen und Frauen darin zu stärken, eigene Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört auch, eine ursprüngliche Idee zu hinterfragen und sich bewusst für einen neuen Ansatz zu entscheiden.

Den Rahmen dafür schafft AWAKE mit einer Verbindung aus praxisnahen Workshops, persönlichem Mentoring, finanzieller Unterstützung und Austausch untereinander. Das Gründerinnenprogramm der Start-up-Manufaktur an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird im Rahmen von EXIST-Women umgesetzt. Über rund sechs Monate beschäftigen sich die Teilnehmerinnen unter anderem mit Ideenentwicklung, Zielgruppen, Prototypen, Geschäftsmodellen und der Präsentation ihrer Vorhaben. Auch Frauen, die noch ohne konkrete Geschäftsidee starten, können so eine eigene Gründungsperspektive entwickeln.

Wie weit die Wirkung dieser Erfahrungen reicht, beschrieben die Teilnehmerinnen in ihrem Feedback. Sie hätten viel gelernt, das ihnen auch über eine Gründung hinaus zugutekomme. Besonders eindrücklich brachte eine Teilnehmerin ihren Zugewinn an Sicherheit zum Ausdruck: Die Vorstellung, dass es mit einem Angestelltenjob einmal nicht klappen könnte, mache ihr nun keine Angst mehr. Sie wisse jetzt, dass ihr mit der Selbstständigkeit ein weiterer beruflicher Weg offenstehe. AWAKE hat damit ihren Blick auf die eigenen Möglichkeiten erweitert.

Einen persönlichen Abschluss gestaltete Workshopleiterin Kerstin Schickendanz. Sie gab jeder anwesenden Teilnehmerin individuelles Feedback in Form eines unternehmerischen „Badges“. So stand „Disziplin“ für die Verlässlichkeit einer Teilnehmerin, die ausnahmslos alle Termine wahrgenommen hatte. Den Badge „Mut“ erhielt eine andere dafür, dass sie ihre ursprüngliche Idee zugunsten einer neuen losgelassen hatte. Die Rückmeldungen würdigten konkrete Stärken, die im Verlauf des Programms sichtbar geworden waren.

AWAKE Kickout 2026
Sie überzeugten das Publikum am meisten und erhielten die drei Publikumspreise: Sara Hof, Charlotte Echterhoff und Lea Kotara (v.l.n.r.)

Neben dem persönlichen Feedback konnte auch das Publikum seine Meinung abgeben: Bei drei Publikumspreisen wurde darüber abgestimmt, welche Idee am ehesten durch die Decke geht, wer den coolsten Pitch gezeigt hatte und wer mit dem stärksten Gründungsmindset überzeugte. Damit standen neben dem Potenzial der Ideen auch die Präsentation und die persönliche Haltung zum Gründen im Mittelpunkt.

Bei Snacks und Getränken blieb anschließend Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben den Teilnehmerinnen waren auch Mentorinnen und Vertreterinnen aus dem Gründungsökosystem dabei, die teilweise selbst Angebote zum Begleitprogramm beigesteuert hatten. Der gemeinsame Ausklang bot Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und Kontakte zu vertiefen.

Der Abschluss zeigte, was die gezielte Unterstützung gründungsinteressierter Frauen bewirken kann: vielfältige Ideen sichtbar machen, persönliche Stärken fördern und Selbstständigkeit als konkrete berufliche Möglichkeit erfahrbar werden lassen.

Du möchtest eine eigene Idee entwickeln oder herausfinden, ob Selbstständigkeit zu dir passt? Die Gründungsberatung der Start-up-Manufaktur unterstützt dich dabei, deine Fragen zu sortieren und nächste Schritte zu planen.

Kontakt

Personenbild Karoline Noth_2025

Karoline Noth

Projektleiterin SoNaR, @ Start-up-Manufaktur - das Gründungszentrum der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

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