H-BRS gründet Institut zur Weiterentwicklung der Lehre

Donnerstag, 20. September 2018
ID: 
118/00/09-2018
Die H-BRS verstärkt ihre Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Lehre mit dem neu gegründeten "Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre", kurz ZIEL. "ZIEL bündelt die vielfältigen Maßnahmen der H-BRS für gute Lehre unter einem Dach und schafft eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung und Weiterentwicklung bisheriger Erfolge", so Prof. Dr. Iris Groß, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung der Hochschule. Sie ist eine von drei Direktoren der neu geschaffenen zentralen wissenschaftlichen Einrichtung.
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Das Direktorium von ZIEL: (von links) Prof. Dr. Iris Groß, Prof. Dr. Marco Winzker, Andrea Schröder

Die Gründung des Zentrums unterstreiche den hohen Stellenwert der Lehre an der H-BRS, fördere die Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik im Kontext wichtiger aktueller Entwicklungen, wie beispielsweise Digitalisierung, Diversität und Internationalisierung und mache Beispiele attraktiver Lehre an der H-BRS sichtbar, so Groß weiter.

„Durch die Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre konnten wir die Hochschullehre, insbesondere in der Studieneingangsphase, deutlich verbessern“, erläutert Prof. Dr. Marco Winzker. Er ist ebenfalls Direktor im ZIEL und gleichzeitig Projektleiter Pro-MINT-us, dem Erfolgsprojekt der H-BRS aus dem Bund-Länder-Programm zur Verbesserung der Lehre. „Mathematik und technische Fächer sind oft kritisch für Studierende, und hier haben wir eine ganze Reihe von Unterstützungsangebote aufgebaut.“ Projektbasierte Lehrformate vermittelten beispielweise Zusammenhänge und erleichterten das Erlernen der Lerninhalte, die Schreibwerkstatt biete Hilfe für das Erlernen des wissenschaftlichen Schreibens, so Winzker. „Die positiven Rückmeldungen der Studierenden belegen den Erfolg. Mit dem neuen Zentrum werden diese Maßnahmen nun fester Bestandteil der Hochschule.“ Als dritte und geschäftsführende Direktorin berief das Präsidium Andrea Schröder, Präsidialbeauftragte für Hochschuldidaktik. Sie berät Professoren und Dozenten der Hochschule zu didaktischen Fragen und konzipiert passgenaue Workshopangebote zur didaktischen Weiterbildung.

Qualitätssicherung und Digitalisierung der Lehre

"Im Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre wirken die unterschiedlichen Verantwortlichen und Anlaufstellen zusammen, um eine Erneuerung in der Lehre voranzutreiben. Dazu gehören thematisch insbesondere die Digitalisierung der Lehre und die Qualitätssicherung", so Iris Groß. Zudem sei sie sehr stolz auf die bisher in der Lehre erreichten Erfolge: "Sowohl in der Spitze als auch in der Breite sind wir auf einem sehr guten Stand. Dieses Jahr wurde der Ars-legendi-Fakultätenpreis Chemie, eine der höchsten Auszeichnung auf diesem Gebiet, an unseren Kollegen Professor Klaus Lehmann verliehen. Bei den Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre hatten wir bereits drei Teilnehmer aus der H-BRS, und schon 2015 konnten wir den VDMA-Preis für exzellente Lehre nach Sankt Augustin holen."

Erfolgreiche Lehre braucht Menschen mit Leidenschaft

Den Arbeitsauftrag des Zentrums umreißt Vizepräsidentin Groß so: "Erst die Vielfalt der Unterstützungsmaßnahmen stellt sicher, dass das Studium an der H-BRS attraktiv ist und die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule im Berufsleben gefragt sind. Daher vernetzt das ZIEL die unterschiedlichen Verantwortlichen und Anlaufstellen, die aus verschiedenen Perspektiven die Erneuerung in der Lehre vorantreiben."

Darüber hinaus haben die Direktoren des Zentrums Wünsche an die Landespolitik: "Die Finanzierung des Qualitätspakt Lehre endet 2020. Dieses Projekt hat viele Verbesserungen angestoßen und unsere Hochschule hat mit dem ZIEL nun die Voraussetzungen für eine Fortführung geschaffen. Entsprechend wünschen wir uns eine weitere finanzielle Förderung. Erfolgreiche Lehre braucht Menschen, die diese mit Leidenschaft umsetzen. Bisher konnten wir nur befristete Stellen einrichten. Wir möchten den engagierten Kolleginnen und Kollegen jetzt eine unbefristete Anstellung ermöglichen und benötigen dafür eine dauerhafte Finanzierung", fasst Marco Winzker zusammen.