Kommunikation und Marketing

Carsharing-Projekt "Einfach teilen"

Montag, 19. Februar 2018

Autos fahren vor allem morgens, mittags und am späteren Nachmittag oder frühen Abend auf den Straßen. Dazwischen stehen sie auf einem Parkplatz. Wäre es nicht machbar, dass insgesamt weniger Personen ein Auto besitzen, indem die vorhandenen Autos statt zu stehen von mehr Menschen gefahren werden, und die Nutzung einfach miteinander zu teilen? Dieser Frage geht Prof. Dr. Gunnar Stevens vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) in einem Forschungsprojekt nach.

fahrgemeinschaft_carpool_wordcloud_colourbox_17634103.jpg (DE)

Professor Gunnar Stevens möchte nun mit dem Projekt „Einfach teilen“ zwei Aspekte des Carsharing ausloten. Zum einen die Potenziale des privaten Carsharing (P2P-Carsharing) für eine ressorcenschonende und individuelle Mobilität, zum anderen, wie durch eine Verknüpfung mit sogenannten Connected-Car-Technologien die Akzeptanz für das private Carsharing gesteigert werden kann. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen des Förderschwerpunkts „Individuelle und adaptive Technologien für eine vernetzte Mobilität“ für zunächst ein Jahr mit 100.000 Euro.

In der ersten Stufe des Forschungsprojekts werden der grundsätzliche Bedarf, die Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit eines solchen Sharing-Konzepts erforscht. In der qualitativen Bedarfsstudie werden die Motivationen, Barrieren, Wünsche und Ängste sowohl von P2P-Carsharing-Nutzern wie auch von Verweigerern erhoben. Hierdurch soll die empirische Grundlage für die Technikgestaltung in der zweiten Projektphase bereitgestellt werden. Durch Designstudien wird die Machbarkeit des technischen Konzepts analysiert und evaluiert. Mit Hilfe von Design-Thinking-Workshops sollen mit Anbietern von Connected Car-Lösungen, P2P-Carsharing-Betreibern und kommunalen Verkehrsbetrieben innovative Geschäftsmodelle entwickelt werden, die die Praxistauglichkeit und User Experience von P2P-Carsharing steigern. Für diesen zweiten Teil, der auf drei Jahre angelegt ist, muss sich die H-BRS erneut beim BMBF um Fördermittel bewerben.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg kooperiert in der ersten Projektphase mit Drivy, Europas größtem Anbieter von P2P-Carsharing, der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW), der PAJ GmbH (Smart-Car-Mehrwertdienstleister und Connected-Car-Nachrüster) und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT).

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[Archiv] Eva Tritschler

Ehemalige Pressesprecherin der Hochschule (bis November 2021), Chefredakteurin der Hochschulzeitung doppelpunkt:

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