HAfM unterstützt Klage des Hochschullehrerbundes

Freitag, 30. August 2019
ID: 
108/00/08-2019
Berlin. Die Hochschulallianz für den Mittelstand (HAfM) unterstützt den Vorstoß des Hochschullehrerbundes hlb, der heute Klage gegen die Lehrverpflichtung von Professorinnen und Professoren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Höhe von 18 Stunden pro Woche eingereicht hat. Der hlb fordert eine Festsetzung der Lehrverpflichtung auf maximal 12 Semesterwochenstunden.
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„Das Bundesverfassungsgericht hat schon 2010 hervorgehoben, dass die anwendungsbezogene Forschung der Grundlagenforschung in Hinsicht auf Art. 5 GG völlig gleichgestellt ist“, erklärt Professor Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Vorsitzender der Hochschulallianz für den Mittelstand. Dies könne nur bedeuten, dass Professorinnen und Professoren an HAWen für ihre Forschung nicht weniger Zeit eingeräumt werden müsste als ihren Kollegen an Universitäten. Diese haben nur eine Lehrverpflichtung von neun Semesterwochenstunden und damit deutlich mehr Zeit, ihren Forschungsaufgaben nachzugehen.

„In Zeiten, in denen die anwendungsorientierte Forschung gesellschaftliche Relevanz gewinnt, ist es nicht mehr nachzuvollziehen, warum Professoren an HAWen weniger Zeit für Forschung haben sollen“, so von Grünberg. Die bisherige Regelung stammt aus den Anfangsjahren der Fachhochschulen, die zu Beginn der 70er Jahre ohne definierten Forschungs- oder Transferauftrag gegründet wurden. Dies habe sich entscheidend geändert. „Die gesetzliche In-die-Pflichtnahme hinsichtlich der persönlichen Zeitverteilung auf Forschungs- bzw. Lehrtätigkeiten für die Professoren beider Hochschultypen muss gleichgestellt werden. Die Klage ist lange fällig und wird dem System gut tun.“

Die Hochschulallianz für den Mittelstand ist ein bundesweiter Verbund anwendungsorientierter Hochschulen. Die Mitgliedshochschulen fühlen sich den kleinen und mittelständischen Unternehmen ihrer Region als Rückgrat der deutschen Wirtschaft verpflichtet. Sie verfügen über langjährig gewachsene Forschungskooperationen mit regionalen Unternehmen und bilden durch ein arbeitsmarktbezogenes und anwendungsnahes wissenschaftliches Studium deren künftige Fach-und Führungskräfte aus. Die Hochschulen sind Impulsgeber für das Innovationsgeschehen im Mittelstand und tragen so zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand bei. An den aktuell zwölf Mitgliedshochschulen der Allianz studieren rund 100.000 Studierende in etwa 480 Studiengängen.

Kontakt:

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